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ExpertInnen–Workshop zu Inhalten und Wirkungen von fiktionalen und halb-fiktionalen politischen Medienangeboten

ExpertInnen–Workshop zu Inhalten und Wirkungen von fiktionalen und halb-fiktionalen politischen Medienangeboten

Am 23. und 24. November 2018 hielt Prof. Simone Abendschön (JLU / ZMI-Sektion 1) in Kooperation mit Prof. Mona Krewel (Cornell University, USA) einen ExpertInnen-Workshop zum Thema "Inhalte und Wirkungen von (halb-)fiktionalen Unterhaltungssendungen" ab.

Folgende Fragen wurdemit renommierten ExpertInnen aus Kommunikations- und Politikwissenschaft diskutiert: Welche grundlegenden Vorstellungen von Politik vermitteln die fiktionalen bzw. halb-fiktionalen Unterhaltungssendungen? Gibt es länderspezifische und formatspezifische Unterschiede? Welche mobilisierenden oder demobilisierenden Effekte gehen von den fiktionalen bzw. halb-fiktionalen Unterhaltungssendungen auf die RezipientInnen aus?

An dem Workshop nahmen Prof. Simone Abendschön und Prof. Mona Krewel (Cornell University USA), Prof. Christiane Eilders und Dr. Cordula Nitsch (jeweils Universität Düsseldorf), Prof. Carsten Wünsch und Dr. Miriam Czichon (jeweils Universität Bamberg), Dr. Marco Dohle (Universität Düsseldorf), Dennis Lichtenstein (ZU Friedrichshafen), Prof. Thorsten Faas (Freie Universität Berlin) und Prof. Andrea Römmele (Hertie School of Governance, Berlin) teil.

 

 

(20.11.2018, Rahel Schmitz)

Podiumsdiskussion mit Volker Beck: Politisierung 1968/2018: Theorie – Protest – Revolte Auftakt der ZMI-Veranstaltungsreihe (Neue) Herausforderungen der Wissenschaft

Podiumsdiskussion mit Volker Beck: Politisierung 1968/2018: Theorie – Protest – Revolte Auftakt der ZMI-Veranstaltungsreihe (Neue) Herausforderungen der Wissenschaft

Für die Geschichte von 1968 erscheint die Politisierung der Universitäten und Studierenden unverzichtbar, wobei die sogenannten Studentenrevolten in den USA andere inhaltliche Schwerpunkte hatten (Rassismus, Bürgerrechte, Anti-Vietnamkrieg) als in Deutschland ("Unter den Talaren..."). Im Vergleich dazu konnte in den letzten Jahren nur das Thema Studiengebühren zu Protesten und Blockaden motivieren. Auch kursiert allerorten das Gerücht von den völlig unpolitischen Studierenden. Im Gegensatz dazu stehen das Unbehagen gegenüber politisch (falsch?) agierenden ProfessorInnen, die Diskussionen um genderquotierte Seminarliteratur und die politische Korrektheit der Meinungen, Themen und Fassadengestaltungen.

Das spannende Thema der Politisierung der Universität und der Wissenschaft damals und heute wird im Rahmen eines Podiumsgespräches am Montag, 28. Mai 2018 um 18 Uhr c.t. in der Aula der JLU diskutiert. Prominent besetzt ist das Podium mit Volker Beck (Mitglied des Bundestages 1994-2017, Lehrbeauftragter an der Ruhr-Universität Bonn), Prof. Dr. Regina Kreide (Politikwissenschaft JLU) und Prof. Dr. Arnd Pollmann (Philosophie, Alice Salomon Hochschule Berlin). Die Veranstaltung wird eröffnet von der Vizepräsidentin der JLU, Prof. Dr. Verena Dolle, und moderiert von Prof. Dr. Elif Özmen (Philosophie JLU & ZMI).

Die Podiumsdiskussion stellt zugleich den Auftakt einer Veranstaltungsreihe des ZMI (Sektion 1) dar, die über drei Semester hinweg die Probleme der Politisierung, Ökonomisierung und Instrumentalisierung, als neuen Herausforderungen der Wissenschaft, in den Blick nehmen möchte

Über die Veranstaltung wurde bereits im Vorfeld in der Presse berichtet. Die Ankündigung der Gießener Allgemeinen finden Sie hier, der Bericht der Alsfelder Allgemeinen ist hier zu lesen und die Vorberichterstattung des Gießener Anzeiger finden Sie hier.

Die Pressemitteilung der Justus-Liebig-Universität zu dieser Veranstaltung können Sie hier lesen.

 

 (25.04.2018, Katharina Monaco)

ZMI-Workshop Darstellbarkeit

ZMI-Workshop Darstellbarkeit

Das Problem der bildlichen Darstellbarkeit verbindet Politik, Gesellschaft und visuelle Medien. Deutlich ist, dass Gebote von Schicklichkeit und Scham, Akte von Zensur und Bilderstreit, Behauptungen von Machbarkeit und visueller Evidenz in Konkurrenz treten und sich überkreuzen, wo es um das Darstellbare, seine Möglichkeiten und Grenzen geht. Was darf, kann, muss oder soll wie und von wem zu sehen gegeben werden? Dieses Feld auszuloten erweist sich als interkulturell schwierig und interdisziplinär herausfordernd.

Im Verlauf des zweitägigen Workshops, der am Donnerstag 3. und Freitag 4. Mai 2018 im Margarete-Bieber-Saal stattfindet, werden ausgewählte, das Problem der Darstellbarkeit exemplifizierende Bilder (Presse- und Alltagsfotos, technische und medizinische Bildgebung, Artefakte aus sozialen Medien, handwerklich hergestellte Bilder hochkünstlerischen und populären Charakters) von unterschiedlicher disziplinärer Warte kommentiert. Das Konzept zielt auf eine mehrstimmige Beleuchtung der Darstellungsproblematik und sucht nach Schnittpunkten und Eigensinn der sich ins Gespräch begebenden Fachdisziplinen. Die drei Betrachtungen am Donnerstag, 3. Mai 2018, beschäftigen sich mit medialen und technischen Konventionen sowie deren Darstellbarkeitsgrenzen. Um 18 Uhr hält Charlotte Klonk, Professorin für Kunst und Neue Medien, die unter anderem auf Terrorbilder spezialisiert ist (Humboldt-Universität Berlin), eine öffentliche keynote lecture mit dem Titel "Opfer- statt Täterbilder. Aber wie und welche?". Der Vortrag findet ebenfalls im Margarete-Bieber-Saal statt. Alle Interessierten sind herzlich willkommen!
Die vier Betrachtungen am Freitag, 4. Mai 2018, beschäftigen sich mit kulturellen und gesellschaftlichen Konventionen sowie deren Darstellbarkeitsgrenzen.

Veranstaltet wird der Workshop im Rahmen der ZMI-Sektion 1 und der Ludwig Börne-Professur. Er wird von Prof. Claudia Hattendorff und Prof. Ansgar Schnurr vom Institut für Kunstpädagogik, Prof. Sigrid Ruby vom Institut für Kunstgeschichte sowie Prof. Claus Leggewie, Ludwig-Börne-Professur der JLU, organisiert.

Weitere Informationen zum Programm finden Sie hier.

(25.04.2018, Katharina Monaco)

Videomitschnitt Jamaika-Kater? online

Podiumsdiskussion: Jamaika-Kater? Nachlese zur Bundestagswahl 2017 - Videomitschnitt jetzt auf YouTube

Die Sondierungsgespräche zur Bildung der neuen Bundesregierung auf der Grundlage einer "Jamaika"-Koalition aus CDU/CSU, FDP und Bündnis'90/Die Grünen sind spektakulär gescheitert.  Unter dem Titel Jamaika-Kater? Nachlese zur Bundestagswahl 2017 fand am 26. Oktober 2017 an der JLU Gießen eine Podiumsdiskussion statt, die sich dem Ausgang der Bundestagswahl widmete. Auf dem Podium diskutierten Prof. Sigrid Roßteutscher (Goethe Universität Frankfurt), Stefan Krabbes (Politblogger), Maria Fiedler (Tagesspiegel), Matthias Hartl (pollytix strategic research GmbH) und Prof. Dorothée de Nève (Justus-Liebig-Universität Gießen & ZMI-Sektion 1). Prof. Simone Abendschön (Justus-Liebig-Universität Gießen & ZMI-Sektion 1) moderierte die Diskussion. Die Rednerinnen und Redner sowie das Publikum ahnten noch nichts vom Ausgang der Koalitionsverhandlungen. Um die Bundestagswahl vom 24. September 2017 besser zu verstehen bietet die Debatte zum Jamaika-Kater wichtige Ansätze und Ideen. Wie lässt sich der Erfolg der AfD erklären? Welche Rolle spielt die Digitalisierung in der modernen Politik? Oder ganz allgemein: Wie ist dieses Wahlergebnis zu deuten? Antworten auf diese und viele weitere Fragen finden Sie im Videomitschnitt der Veranstaltung.

 

Aktuelle Wege der Regierungsbildung - Chancen und Herausforderungen

Welche Optionen gibt es aktuell zur Regierungsbildung und was sind die Chancen und Herausforderungen? Über diese Fragen kann am Donnerstag, 7.12.2017 im AStA der Uni Gießen, Alter Steinbacher Weg 44, Raum 011, diskutiert werden. Prof. Dorothée de Nève (Stellv. Geschäftsführende Direktorin des ZMI) wird zunächst eine Einführung in das Thema geben und die verschiedenen Optionen der Regierungsbildung vorstellen, um dann in eine gemeinsame Diskussion überzugehen. Weitere Informationen finden Sie hier.

(29.11.2017, Max Stümpel/6.12.2017, Katharina Monaco)

 

Dorothée de Nève im Livestream über soziale Ungleichheit und politische Partizipation

Dorothée de Nève im Livestream über soziale Ungleichheit und politische Partizipation

Prof. Dr. Dorothée de Nève
Dorothée de Nève Foto: ZMI
Die Wahlbeteiligung in Deutschland befindet sich in einem Abwärtstrend: Nichtwählerinnen und Nichtwähler bilden inzwischen bei vielen Urnengängen die stärkste Gruppe. Je größer die soziale Ungleichheit, desto geringer die Wahlbeteiligung. Ist die Demokratie in Gefahr?

Dieser Frage widmet sich Prof. Dorothée de Nève IfP, Professur für das Politische und Soziale System Deutschlands und Vergleich politischer Systeme/Stellv. Geschäftsführende Direktorin des ZMI. In ihrem Vortrag setzt de Nève aktuelle Forschungsergebnisse zur niedrigen Wahlbeteiligung mit politischer Partizipation in Bezug.

Der Vortrag kann am Montag, 4.12.2017 ab 18 Uhr im Livestream der Bundeszentrale für politische Bildung über Facebook verfolgt werden. Weitere Informationen finden Sie hier. Wer den Vortrag verpasst hat, kann sich die Aufzeichnung hier anschauen.

(1.12.2017, Katharina Monaco)

"Wir müssen wissen was sie antreibt" - Bericht zur Podiumsdiskussion Jamika Kater?

"Wir müssen wissen was sie antreibt"

Identitätsprobleme bewegten die AfD. Jamaika-Kater? Nachlese zur Bundestagswahl 2017 sucht nach Erklärungen und Lösungen

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Präsident Prof. Joybrato Mukherjee (Foto: ZMI)
Das Wahlergebnis sorgte am Wahlabend der letzten Bundestagswahl bei Vielen für eine Katerstimmung, so Prof. Simone Abendschön vom Institut für Politikwissenschaft der Justus-Liebig-Universität. Sie moderierte die vom ZMI und dem Institut für Politikwissenschaft initiierte und von ZMI und Präsidium geförderte Podiumsdiskussion Jamaika-Kater? Nachlese zur Bundestagswahl, die am Abend des 26.10. in der Aula des Hauptgebäudes der JLU stattfand und von gut 100 Gästen besucht war. Der Einzug der AfD in den Bundestag ist sicherlich ein Grund für diese Katerstimmung. Auch der Präsident der JLU, Prof. Joybrato Mukherjee adressierte diesen in seinem einleitenden Grußwort: "Ich glaube wir unterschätzen das Phänomen". Die AfD werde oft lediglich mit unterschiedlichen Themen, wie einer Flüchtlings- oder Rentenpolitik und Unzufriedenheit oder Protest verbunden. "Durch Sprache signalisieren wir den Wunsch nach Zugehörigkeit oder Distanz. Wir bilden durch Sprache unsere Identität." Wer die AfD und ihre Sprache wählte, habe mitunter, so der Präsident, versucht sich selbst Identität zu geben, indem andere pauschal als ein Problem markiert worden sind. Für die Politikwissenschaft, die an der JLU gute und aktive Forschung betreibe, gälte es nun und in Zukunft dieses Wahlergebnis in einer langfristigen Entwicklung zu verorten und zu erklären.

Die AfD war auch eines der Themen, mit denen sich die Podiumsgäste beschäftigten. Schon im Wahlkampf sei die AfD, so der Politikberater Matthias Hartl, ohne Not von den anderen Parteien und den Medien großgemacht worden. Auch an diesem Abend war von großem Interesse, wie man mit der taktischen Skandal-Politik und immanenten Opferrolle einer AfD umzugehen habe. Lösungsansätze wurden dabei aber nicht ohne den Blick auf die anderen Parteien, ihren Wahlkampf, ihre Zukunftsperspektiven und das Phänomen der steigenden Wahlbeteiligung erarbeitet.

Auch die Politikkorrespondentin Maria Fiedler, vom Tagesspiegel in Berlin, bestätigt in ihrem Eingangsstatement die Skandalpolitik der AfD. Diese habe es geschafft mit großen Emotionen einen Solidarisierungseffekt in der Bevölkerung zu erzielen. Ob es sich also, so Fiedler, um faire oder nicht faire Berichterstattung handelte: Die AfD war in jedem Fall das selbst gewählte Opfer und bei Teilen der Bevölkerung damit der Gewinner. Sorgen dieser Bevölkerungsteile, dass die etablierten Parteien sie nicht höre und prinzipiell gegen sie arbeitet, seien, so die Journalistin, von der AfD bestätigt und ausgenutzt worden. Damit sei es Aufgabe der Presse gewesen, kritische und informative Berichterstattung zu leisten. Das stellte sich, ohne die Selbstinszenierung der AfD noch anzufachen, als Herausforderung dar.

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Stefan Krabbes, Sigrid Roßteutscher, Simone Abendschön, Maria Fiedler, Matthias Hartl, Dorothée de Nève (v.l.n.r., Foto: ZMI)
Katerstimmung auch bei der SPD. Ihre Niederlage zu erklären, falle der Wahlforschung durchaus schwer. Interessanterweise habe, unter anderem bei der Frage nach Identifikation, auch das Problem der SPD gelegen. So meint Sigrid Roßteutscher, Professorin an der Goethe-Universität Frankfurt, die SPD sei die einzig wahre Volkspartei: "Jeder kann die SPD wählen. Es kann sie aber auch jeder nicht wählen."

Darüber, dass es der SPD insgesamt an Profil, Tiefe und Standfestigkeit, beispielsweise gegenüber Angela Merkel, gefehlt habe, war sich die Podiumsrunde weitestgehend einig. Die SPD gäbe sich zwar selbst gern den Stempel der "Mit-Mach-Partei", so Professorin Dorothée de Nève vom Institut für Politikwissenschaft der JLU (und Stellvertretende Geschäftsführende Direktorin des ZMI). In diesem Wahlkampf habe sie aber ein Personalkarussell gefahren, das nicht für eine partizipatorische Partei spreche. Hätte sich die SPD besser auf sich selbst und ihre Richtung konzentriert, hätte sich das auch weiter auf die Umfragen und Prognosen zur AfD ausgewirkt, so Hartl. Roßteutscher rät der SPD dringend, die Oppositionszeit zu nutzen, um wieder ihr Stammklientel anzusprechen.

Polit-Blogger Stefan Krabbes gab derweil Einblicke in den Online-Wahlkampf der Parteien und seine Perspektiven auf etwaige Koalitionsbündnisse. In diesem Wahlkampf sei zumindest versucht worden, die Vergangenheit zu verarbeiten. Themen für die Zukunft seien dabei kaum gesetzt worden, wie Krabbes darlegt. So sei Angela Merkel für ihr Eingeständnis, dass Digitalisierung und Co. für sie "Neuland" seien zwar vor allem belacht worden. "Aber verdammt nochmal, sie hatte recht." Das sähe man beispielsweise am Haustür-Wahlkampf der CDU, der konventionell lief, aber eben online. So arbeitete die CDU beispielsweise mit Apps, einer hohen Präsenz in sozialen Netzwerken oder sogar einem begehbaren Wahlprogramm in Berlin, mit einer Menge darin enthaltener unterhaltsamer Technikspielereien. Auch die AfD habe von den social Media profitiert, so de Nève: Ohne diese hätte die AfD nicht ein solches Wahlergebnis schaffen können.

Eine der fast zwanzig Fragen aus dem Publikum, formulierte den Wunsch nach mehr Kontakt zwischen PolitikerInnen und BürgerInnen. Wichtig sei hier Kontakt und Dialog zu definieren, so de Nève. Diese Formate habe es zu Hauf gegeben. Auch die CDU habe hier mit Emotionen gearbeitet, das habe man Merkel oft angehört: "Ich nehme das mit." Dies war ein beliebter Antwortsatz ihrerseits, in den viel diskutierten Bürgerdialogen. De Nève findet hier klare Worte bezüglich funktionierender Repräsentation: "Politikerinnen und Politiker sollen sich nicht kümmern. Politik ist kein Sorgentelefon. Politikerinnen und Politiker sollen die Interessen der Bürgerinnen und Bürger vertreten, die sie gewählt haben."

Interessanterweise käme dieses Jahr auf drei bis sieben NichtwählerInnen, die dieses Jahr etablierte Parteien wählten, eine Person, die nun die AfD wählte, so Roßteutscher. Die steigende Wahlbeteiligung sei nicht lediglich ein Phänomen, welches der AfD zu Gute käme. Davon geht Hartl aus. Es sei ein grundsätzlich guter Impuls für eine demokratische Gesellschaft, so de Nève.

Die Veranstaltung wurde aufgezeichnet und wird in Kürze vom ZMI online gestellt.

 

Presseschau zur vergangenen Veranstaltung Jamaika Kater? - Nachlese zur Bundestagswahl 2017

Podiumsgast Stefan Krabbes fasste den Abend unter dem Titel "Jamaika, Digitalisierung & neue Anforderungen an den Bundestag" auf seinem Blog Stefan Krabbes. Meine Seite für Politik & Kultur zusammen.

Einen ausführlichen Bericht verfasste der Gießener Anzeiger zur spannenden Debatte, der hier nachgelesen werden kann.

Die Gießener Allgemeine Zeitung titelte mit "SPD macht Forscher ratlos" und berichtet darin ebenfalls von der gelungenen Veranstaltung.

(10.11.2017, Marie Niederste-Muthmann)

Podiumsdiskussion Jamaika-Kater? − Nachlese zur Bundestagswahl

Podiumsdiskussion Jamaika-Kater? − Nachlese zur Bundestagswahl

Das Ergebnis der Wahl zum 19. Bundestag vom 24. September 2017 stellt sowohl mit dem Einzug der AfD als auch mit der Anzahl der in den Bundestag gewählten Parteien eine Zäsur für den deutschen Parlamentarismus dar. Wie geht es jetzt weiter? Mit sieben in den neuen Bundestag gewählten Parteien und neuen Koalitionsoptionen gibt es Gesprächsbedarf, nicht nur für die Politikwissenschaft.

Unter dem Titel Jamaika-Kater? – Nachlese zur Bundestagswahl 2017 findet am 26. Oktober 2017 um 18:00 Uhr s.t. eine Podiumsdiskussion in der Aula der JLU, Ludwigstr. 23, 35390 Gießen statt, die das ZMI in Zusammenarbeit mit dem Institut für Politikwissenschaft (IfP) der JLU in der Reihe Kontroversen veranstaltet.

Auf dem Podium diskutieren Prof. Sigrid Roßteutscher (Goethe Universität Frankfurt und Projektleiterin der German Longitudinal Election Study), der politische Blogger Stefan Krabbes, die Journalistin Maria Fiedler (Tagesspiegel), der Politikberater Matthias Hartl (pollytix strategic research gmbh) sowie die Politikwissenschaftlerin Prof. Dorothée de Nève (ZMI/IfP). Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Diskussionsrunde werden unter anderem Motive und Präferenzen der Wählerinnen und Wähler sowie die Wahlbeteiligung beleuchten. Auch die Verläufe und Strategien der Wahlkämpfe sollen noch einmal im Fokus stehen. Zudem werden aktuelle Fragen rund um die nun anstehende Regierungsbildung und mögliche Ausstrahlungseffekte angesprochen. Nach kurzen Inputs des Podiums besteht Gelegenheit zu einer offenen Debatte. Moderiert wird die Veranstaltung von Prof. Simone Abendschön (IfP). Prof. Joybrato Mukherjee, Präsident der JLU, wird mit einem Grußwort in die Diskussion einführen.

Weitere Informationen finden Sie auch auf der Facebook-Seite des ZMI.

(9.10.2017, Katharina Monaco)

"Faktencheck" von Dorothée de Nève bei "Maischberger"

"Faktencheck" von Dorothée de Nève bei "Maischberger"

Dorothée de Nève Foto: ZMIIn den Medien und in Fernseh-Talkshows wurde und wird heftig über die Bundestagswahl 2017 und deren Ergebnis debattiert. Oft bleiben dabei am Ende Fragen offen oder Argumente uneindeutig. Aus diesem Grund gibt es im Anschluss der Fernseh-Talkshow Maischberger einen "Faktencheck". Dort werden Fragen zum Thema der Sendung von Experten beantwortet.
Prof. Dorothée de Nève (Stellvertretende Geschäftsführende Direktorin des ZMI, Sektion 1) beantwortete einen solchen "Faktencheck" zur Sendung "Wutwahl: Haben die Volksparteien ausgedient?" am 28. September 2017. Insbesondere das Wahlergebnis der AfD wurde diskutiert. Im "Faktencheck" analysiert Dorothée de Nève das Wahlergebnis der AfD und zeigt auf, wie dieses zustande kam sowie welche Rolle die AfD im Osten Deutschlands spielt.
Wer selbst mit Expertinnen und Experten über den Ausgang der Bundestagswahl und über Prognosen für die Zukunft diskutieren möchte, der ist herzlich zur Podiumsdiskussion Jamaika-Kater? Nachlese zur Bundestagswahl 2017, am Donnerstag, 26. Oktober 2017, eingeladen. Weitere Informationen finden Sie hier.

 

 

Der Faktencheck von Dorothée de Nève:

 

Warum ist die AfD in den ostdeutschen Ländern so erfolgreich?

Der Erfolg der AfD in den neuen Bundesländern hat sich seit längerer Zeit langsam aufgebaut und im Kontext der Bundestagswahl 2017 nun einen neuen, vorläufigen Höhepunkt erreicht. Die Ursachen dafür sind vielfältiger Natur: Erstens haben die Volksparteien seit Beginn der 1990er-Jahre einen dramatischen Mitgliederverlust erlitten. Die Mobilisierungsbasis dieser Parteien hat sich insbesondere auch in den neuen Bundesländern verschlechtert. Seit Beginn der 1990er-Jahre hat die CDU beispielsweise in Sachsen rund 2/3 der Mitglieder verloren. Bei Die Linke hat sich die Zahl von 45.000 (1991)[1] auf 8.300 (2016)[2] reduziert. Auch wenn sich Parteien heute auch unabhängig von Parteimitgliedschaften erfolgreich organisieren können, so sind diese Zahlen doch ein deutlicher Indikator dafür, wie gering der gesellschaftliche Rückhalt dieser Parteien inzwischen ist. In dieser Krise lassen sich dann eben auch Wähler nicht mehr kurzfristig für einen Wahlgang mobilisieren. Die Schwäche der einen ist also die Chance der anderen. Zweitens entspricht der Erfolg rechtspopulistischer Parteien einem internationalen Trend. Auch in anderen europäischen Ländern sind rechtspopulistische Parteien erfolgreich – von Skandinavien bis Griechenland, von Großbritannien bis Rumänien. Die Wahlerfolge der Rechtspopulisten in Deutschland entsprechen also diesem allgemeinen Trend und sind im Vergleich zu den Nachbarländern Deutschlands bislang relativ niedrig. Drittens tritt die AfD mit einer politischen Agenda an, die bei den Wählern offensichtlich gut ankommt. Es geht inhaltlich um ein exklusives und zugleich sehr konservatives Gesellschaftsbild, um die Wahrung vermeintlich nationaler Interessen im Kontext der Globalisierung und um ein grundsätzliches Misstrauen gegen das Establishment, zu dem sowohl politische Eliten, als auch Intellektuelle und Medien zählen.

 

Ist die AfD die neue Partei der "Abgehängten"? Das war doch vormals wohl die Linkspartei? Wer sind überhaupt die "Abgehängten"?

Die Vorstellung, dass die AfD-Wähler "Abgehängte" seien, greift zu kurz und ist teilweise sogar irreführend. Die Kernklientel der AfD sind Angestellte, Arbeiter, kleine Selbständige und auch Arbeitslose mittleren Alters (insbesondere zwischen 35 und 44). Der Anteil der Männer, die sich für die AfD entscheiden, ist signifikant höher als jener der Frauen. Die Vorstellung, dass es sich hier um eine gesellschaftliche Gruppe in ökonomischer Not handle, die aus Verzweiflung die AfD wählt, ist insofern nur für einen geringen Teil der AfD-Wähler tatsächlich zutreffend. 73% der AfD-Wähler bezeichnen ihre eigene wirtschaftliche Situation als sehr gut bzw. gut.[3] Wenn man also den Begriff der "Abgehängten" überhaupt bemühen möchte, dann geht es nicht um ein ökonomisches Abgehängt sein, sondern ein politisch kulturelles Abgehängtsein von aktuellen Diskursen und Entwicklungen. Das spiegelt sich zum Beispiel in dem Vertrauensverlust gegenüber Medien und Wissenschaft, aber auch in den Debatten über Religion, Genderpolitik und sexuelle Orientierung wider.

 

Welche Bedeutung hat es, dass die AfD in den neuen Ländern die Linke überholt hat?

Ich denke, es ist Aufgabe der Wissenschaft, die Voten der Wähler erstmal ernst zu nehmen und systematisch zu analysieren, welche Motive die Wähler haben, einer bestimmten Partei ihre Stimme zu geben und einer anderen das Vertrauen zu entziehen. Hier spielen immer viele Gründe eine Rolle. Es gibt nicht den einen Grund oder die eine Schuldige – Merkel und ihre Politik der Geflüchteten – die den Erfolg der AfD erklären.

Ein Spezifikum der neuen Bundesländer ist sicherlich die postsozialistische Transformationserfahrung. In der aktuellen Situation nehmen Bürgerinnen und Bürger gesellschaftliche Veränderungen im Kontext der Globalisierung und globaler Fluchtbewegungen als bedrohlich war. Veränderungen und Reformen werden mit einer latenten Bedrohung bzw. Verschlechterung assoziiert. Insofern geht es um eine Verteidigung des lieb gewordenen status quo. 

Die Linke galt lange Zeit als die Partei, die die Interessen der Bürgerinnen und Bürger im Osten des Landes per se vertritt. Diese Rolle kann sie offenbar nur noch bedingt erfüllen. Es fehlt ihr offensichtlich auch an einer gesellschaftspolitischen Vision, wie die sich Sozialpolitik und Wirtschaft im postindustriellen Zeitalter und in der demographischen Krise entwickeln können.

Im Übrigen ist es wichtig zu beachten, dass die AfD nicht nur im Osten Deutschlands erfolgreich war, sondern auch in vielen westlichen Bundesländern sehr gut abgeschnitten hat.

 

Wie konnte es dazu kommen, dass sich die AfD im Stammgebiet der Linken so ausbreiten konnte?

Der Wahlerfolg der AfD ist keine spontane Protestwahl. Über 1,4 Mio. Wähler, die 2017 die AfD gewählt haben, haben dies bereits 2013 getan. Und viele Wähler haben auch in den dazwischen liegenden Landtagswahlen der AfD ihre Stimme gegeben. Die AfD hat also bereits eine stabile Wählerbasis ausgebildet.

Die neuen Bundesländer waren in der Vergangenheit nicht einfach Stammgebiet der Linken, die höchsten Stimmanteile hatte hier immer die CDU. Die AfD hat ihre Wählerstimmen nicht in erster Linie von der Linken abgeworben. Die Analysen der Wahlerwanderung zeigen, dass die AfD und 420.000 Stimmen von der Linken abgeworben hat. Hinzu kommen rund 1 Mio Stimmen von der CDU sowie 500.000 von der SPD.[4]

 

Kann man im Osten Deutschland über die Ländergrenzen hinaus noch weiter differenzieren, was das Abschneiden der AfD angeht?

Es handelt sich bei den Erfolgen – wie bereits oben ausgeführt – nicht um eine kurzfristige Entwicklung, sondern um einen längerfristigen Trend. Die AfD hat in jenen sächsischen Wahlkreisen, in denen sich auch die Protestbewegung Pegida konstituierte, besonders viele Wählerstimmen und zum Teil ja auch Direktmandate gewonnen (Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, Bautzen I und Görlitz).



[1] http://www.polsoz.fu-berlin.de/polwiss/forschung/systeme/empsoz/schriften/Arbeitshefte/P-PM16-NEU.pdf

[2] http://www.bpb.de/politik/grundfragen/parteien-in-deutschland/zahlen-und-fakten/42228/mitglieder-nach-bundeslaendern

[3] http://blog.tagesschau.de/2017/09/24/wer-sind-die-afd-waehlerinnen/

[4] http://wahl.tagesschau.de/wahlen/2017-09-24-BT-DE/index.shtml

Podiumsdiskussion: Fake oder Fakt? #Bundestagswahl2017 richtig wählen - Videomitschnitt jetzt auf YouTube!

Podiumsdiskussion: Fake oder Fakt? #Bundestagswahl2017 richtig wählen - Videomitschnitt jetzt auf YouTube!

Im Vorfeld der nächsten deutschen Bundestagswahl am 24. September 2017 werden Themen wie Fake News, der Vorwurf der „Lügenpresse“ und der Einsatz von Bots in sozialen Medien in Deutschland wieder besonders relevant. Zur wichtigen Frage, welche Informationsquellen zur Bundestagswahl bestehen und welche vertrauenswürdig sind, haben das ZMI und das Institut für Politikwissenschaft unter der Beteiligung von Studierenden der Politikwissenschaft gemeinsam eine Podiumsdiskussion organisiert, die am 11. Juli in der Alten Universitätsbibliothek stattfand und ein großes Publikum anzog.

Nach einer kurzen thematischen Einführung durch Prof. Dorothée de Nève (Institut für Politikwissenschaft, ZMI) sprach Prof. Simone Abendschön (Institut für Politikwissenschaft, Schwerpunkt Methoden, JLU) über die Umstände, unter denen Wahlbefragungen entstehen. Sie warb für eine kritische Rezeption solcher Umfragewerte. Tanja Binder M.A., Mitglied im wissenschaftlichen Begleitteam des Wahl-O-Mat, präsentierte den Wahl-O-Mat als Orientierungshilfe bei der persönlichen Wahlentscheidung. Alexander Sander, Geschäftsführer der Digitalen Gesellschaft e.V. sprach über Informationsbezug in sozialen Netzwerken im Vorfeld von Wahlen und wägte hierbei das Risiko irreführender Phänomene wie bots gegen aufgeklärte Nutzerpraxis ab. Im Anschluss erfolgte eine lebhafte Diskussion mit vielen Rückfragen, die von Louisa A. Süß (Studentin der Politikwissenschaft, JLU) moderiert wurde.

Den Videomitschnitt der vollständigen Veranstaltung finden Sie jetzt auf unserem YouTube-Kanal.


Die hessencam berichtete im Rahmen des Formats Jugend berührt Politik ausführlich über die Podiumsdiskussion. Das Video finden Sie hier.

Auch die Presse berichtete über die Veranstaltung:

(19.07.2017, Ann-Marie Riesner)

Tagungsbericht: Online-Vitriol: Advocacy, Violence, and the Transforming Power of Social Media – internationale Konferenz des GCSC und ZMI

Tagungsbericht: Online-Vitriol: Advocacy, Violence, and the Transforming Power of Social Media – internationale Konferenz des GCSC und ZMI

LogoOnlineVitriol 

Der Begriff Online Vitriol umfasst all jene Phänomene in den sozialen Medien, die die Kehrseite der Meinungsfreiheit und Vernetzung aufdecken: Hasskommentare, Cyberbullying, Aufruf zur virtuellen Hetze und vieles mehr. Auf vielfältigen Ebenen näherte sich die viertägige internationale Konferenz Online Vitriol. Advocacy, Violence, and the Transforming Power of Social Media dem komplexen Thema der Gewalt in Online-Kontexten an.

Gerahmt wurde die gesamte Tagung von zwei Vorträgen der amerikanischen Journalistin und Anthropologin Dr. Sarah Kendzior. Kendzior sprach am Mittwochabend zur Eröffnung der Tagung im Kontext der ZMI-Vortragsreihe Zwischen Hetze und Meinungsfreiheit zum Thema Coping with Social Media under a Post-Truth President und verdeutlichte die prekäre Lage des kritischen Journalismus in Amerika. Bei Ihrer Einschätzung Donald Trumps konnte sie immer wieder auf ihre wissenschaftliche Arbeit zum Autoritarismus in postsowjetischen Ländern wie Usbekistan zurückgreifen und zeigte erstaunliche Parallelen, aber auch deren Grenzen, auf. In ihrem Vortrag Trump, Trolls, and the Truth: Digital Media in the Era of ,Alternative Facts’ am Freitagabend ging sie stärker auf die Dynamiken der sozialen Medien in Amerika ein und gab Einblicke in ihre persönliche Arbeit als Journalistin in St. Louis im amerikanischen Midwest. Dieser hochinteressante Vortrag der Journalistin und Zeitdiagnostikerin, die auf Twitter mehr als 260.000 Follower zählt, ist jetzt auch auf dem YouTube Channel des ZMI zu sehen.

Am Donnerstag früh begann die Konferenz mit zwei sehr erhellenden Keynote-Vorträgen: Prof. Frans-Willem Korsten (Universität Leiden) leitete aus der griechischen Mythologie die Konzepte des Spottes (Momus) und des Gerüchts (Fama) her und beleuchtete deren ambivalente Karriere in der europäischen Kulturgeschichte bis in die Gegenwart. Dr. Daniel Trottier (Erasmus University Rotterdam) sprach vom weltweit verbreiteten Phänomen des „Digital Vigilantism“, der Praxis des Filmens in der Öffentlichkeit mit dem Ziel der Denunzierung von Personen in den sozialen Medien.

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Session „Legal and Ethical Approaches“ mit Penelope Kemekenidou, Jutta Hergenhan, Seda Gökçe Turan und Bernardo Caycedo (v.l.n.r.) Foto: Ann-Marie Riesner

Drei Panels vertieften am Donnerstag und Freitag folgende Themenkomplexe: Die Beiträge im Panel History & Memory of/in Online Vitriol beschäftigten sich mit der geschichtlichen Dimension von Online Vitriol und Erinnerungsprozessen in sozialen Medien. Im Panel Legal and Ethical Approaches adressierten drei Beiträge Gewaltphänomene im Internet und damit verbundene Fragen rechtlicher Regulierung und pädagogischer Sensibilisierung. Im Panel Racism, Misogyny, Ableism Etc. Online wurden verschiedene Beispiele von Belästigung im Netz präsentiert und mögliche Abwehrstrategien aufgezeigt.

Ein weiteres Highlight war die Podiumsdiskussion zum Thema Dealing with Online Vitriol in Theory and Practice mit der Aktivistin Penelope Kemekenidou (Stop BILD Sexism), dem Medienwissenschaftler Dr. Ramón Reichert (Universität Wien) und dem Journalisten Andreas Schwarzkopf (Frankfurter Rundschau). Unter der Moderation von Prof. Greta Olson (ZMI-Sektion 1 / Institut für Anglistik der JLU) sprachen alle drei von ihren persönlichen Erfahrungen mit „Online Vitriol“ und Strategien der Abwehr oder Entkräftung. Dr. Ramón Reichert zeigte die Problematik der Geolokalisierung und Visualisierung von Emergenzen des Tweetens von Hasskommentaren auf.

Eine Roundtable-Diskussion mit Dr. Burcu Alkan, Dr. Sonja Schillings, Rahel Schmitz, Ann-Marie Riesner (jeweils GCSC, JLU Gießen) und Marie Jude Bendiola (Philipps-Universität Marburg) präsentierte und analysierte weitere Fälle von Online Vitriol und erweiterte somit noch das Spektrum der betrachteten Phänomene.

Die Tagung mündet in die gemeinsame Erarbeitung eines Rough Guide to Online Vitriol, das im Amsterdam University Press Verlag erscheinen wird.

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Die TeilnehmerInnen und ReferentInnen der internationalen Konferenz „Online Vitriol“. Foto: Ann-Marie Riesner

(13.07.2017, Ann-Marie Riesner)

Bericht: Zwischen Hetze und Meinungsfreiheit

Bericht: Veranstaltungsreihe Zwischen Hetze und Meinungsfreiheit im Sommersemester 2017

Die Grenze des Sagbaren in der Politik und Wissenschaft.text.image0

Der zunehmende Anstieg von verbalisierter Menschenverachtung durch die Nutzung digitaler Medien hat die Frage nach dem „Sagbaren“ in demokratischen Gesellschaften neu in eine öffentliche Debatte gebracht. Sie stellt nicht zuletzt auch in der schulischen und universitären Lehre eine große Herausforderung dar und war der Ausgangspunkt der Reihe Zwischen Hetze und Meinungsfreiheit. Die dreiteilige Veranstaltungsreihe mit Gastvorträgen und Debatten wurde von Dr. Tina Olteanu (Vertretungsprofessorin am Institut für Politikwissenschaft) für die ZMI-Sektion 1 im Sommersemester 2017 organisiert. Ziel war es, das Spannungsverhältnis zwischen dem Recht auf Meinungsfreiheit und dessen Grenzen kritisch zu reflektieren.

Die erste Veranstaltung am 9. Mai 2017 beschäftigte sich mit den rechtlichen Grenzen der Meinungsfreiheit. PD Dr. Alexander Thiele (Universität Göttingen) betonte in seinem Beitrag die hohe Relevanz der Meinungsfreiheit als zentrales demokratisches Recht. Allerdings bedeutet dies nicht im Umkehrschluss, dass jede Form der Meinungsäußerung durch dieses Gesetz tatsächlich geschützt ist. Jedoch setzt die Einschränkung der Meinungsfreiheit ein kontextspezifisches Abwägen voraus, welches, laut Thiele, von den zuständigen Gerichten für jeden Einzelfall geklärt werden muss. Jegliche Einschränkung durch Dritte bewertete er sehr skeptisch, da hier das Recht auf Meinungsfreiheit potenziell Schaden nehmen könne. Sandra Niggemann (Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz) hingegen präsentierte den Entwurf des inzwischen verabschiedeten „Netzwerk-Durchsetzungsgesetzes“, welches große Social Media Konzerne in die Pflicht nehmen soll, gegen Hasskriminalität entschieden vorzugehen. Sie skizzierte, inwiefern der vorherige Weg der freiwilligen Selbstverpflichtung durch Twitter, Facebook und Co. nicht zu den gewünschten Ergebnissen geführt habe. Das Gesetz sieht Bußgelder bis zu 50 Millionen Euro bei Nichtlöschung klar strafbarer Inhalte vor. Es ist, laut Niggemann, eine Antwort der Politik auf den gesellschaftlich formulierten Wunsch der stärkeren staatlichen Regulierung und Sanktionierung. Insgesamt zeigten die Vorträge und die anschließende, lebhaft geführte Diskussion, dass zwar ein allgemeiner Konsens darüber besteht, Hasskriminalität im Netz Einhalt zu gebieten ist. Die Wege dahin und die bestmögliche Umsetzung wurden jedoch durchaus kontrovers diskutiert.

Die US-amerikanische Journalistin Dr. Sarah Kendzior, die am 28. Juni 2017 einen Vortrag zu Coping with social media under a post-truth president hielt, zeigte auf, inwiefern sich das Verhältnis von klassischen Medien und Social Media zur Politik geändert hat – teils als Resultat des medialen Hypes um Donald Trump vor seiner Kandidatur, teils aufgrund der Konzentration von (überwiegend weißen, männlichen) JournalistInnen auf ein paar Städte wie Washington, New York und San Francisco. Dadurch, so Kendzior, wurde zum einen der Aufstieg von Donald Trump befördert und gleichzeitig seine Bedeutung für potenzielle WählerInnen in ruralen Regionen falsch eingeschätzt. Kendzior, die lange zu Medienfreiheit in postsozialistischen Staaten Zentralasiens geforscht hat, zeigte auf inwiefern – bei allen augenscheinlichen Unterschieden – ähnliche Strukturen (Aufbau eines potenziell kleptomanischen Familienclans im Amt, Einschüchterungsversuche gegenüber JournalistInnen und KritikerInnen) und Argumentationsmuster (Medien als Feinde des Regimes) zwischen diesen Staaten und der „autokratischen“ Administration unter dem Präsidenten Donald Trump bestehen. Beklemmend und zugleich eindrucksvoll beschrieb sie die zunehmende verbale und physische Gewalt gegen Frauen, die zu politischen Themen Stellung beziehen. In der anschließenden Diskussion, moderiert von Prof. Dr. Greta Olson (ZMI-Sektion 1 / Institut für Anglistik der JLU) wurden weitere Facetten des amerikanischen politischen Systems unter Trump diskutiert, etwa seine Verbindungen zu evangelikalen Gruppierungen oder der Alt-Right Bewegung. Kendzior zeichnete das Bild einer US-amerikanischen Gesellschaft, die sich in einem tiefgreifenden Umbruchprozess befindet und in der viele der konstituierenden Elemente des amerikanischen Selbstverständnisses, wie etwa die Meinungs- und Pressefreiheit, starkem Druck ausgesetzt sind.

Sarah Kendzior hielt zudem auf der internationalen Konferenz Online-Vitriol: Advocacy, Violence, and the Transforming Power of Social Media einen Vortrag zu dem Thema Trump, Trolls, and the Truth: Digital Media in the Era of ,Alternative Facts’. Der Vortrag wurde aufgezeichnet und ist jetzt auch auf dem YouTube Channel des ZMI zu sehen.

Hergenhan, Schutzbach, Drüeke
Jutta Hergenhan (links) moderierte am 4. Juli die Diskussion mit Franziska Schutzbach und Ricarda Drüeke (rechts)

Am 4. Juli 2017 wurde die Veranstaltungsreihe mit Vorträgen zu dem Thema Die Grenze des Sagbaren in Politik und Wissenschaft – Antifeminismus, Sexismus, Homophobie und Rassismus beendet. Franziska Schutzbach (Universität Basel) und Ass. Prof. Ricarda Drüeke (Universität Salzburg) analysierten aus unterschiedlichen Perspektiven antifeministische Diskurse, die zunehmend nicht nur als (rechte) Randerscheinungen auftreten, sondern mehr und mehr eine Verankerung in der „Mitte“ der Gesellschaft finden. Schutzbach skizzierte zudem, inwiefern antifeministische Tendenzen in Umbruchs- und Krisenzeiten im Laufe der Geschichte immer wieder Konjunktur haben. Sie legte die dahinterliegenden Motive und Argumentationslinien am Beispiel der Romanfigur „Heidi“ von Johanna Spyri aus den 1880er Jahren dar. Zudem erläuterte sie, wie in den heutigen Diskursen die Idee der Meinungsfreiheit instrumentalisiert wird, um rassistische, antifeministische und homophobe Positionen zu legitimieren. Ricarda Drüeke analysierte unterschiedliche Kommunikationsräume und die dort verwendeten Strategien, antifeministische und rassistische Positionen zu platzieren. Dabei thematisierte sie nicht nur die neu entstandenen Räume in den Sozialen Medien, sondern auch traditionelle Medien. Drüeke kommt zu dem Schluss, dass hier ein Wissensvorrat geschaffen wird, der dann in Alltagsöffentlichkeiten in Handlungen umgesetzt wird (Hass Postings, Gewaltaufrufe etc.). Der Moderatorin Dr. Jutta Hergenhan (Geschäftsführerin des ZMI) gelang es in der Abschlussdiskussion, die unterschiedlichen Fragestellungen der Vortragsreihe nochmals zusammenzubinden und relevante Forschungsfragen nach Wandlungsprozessen in den gesellschaftlichen Diskursen durch soziale Medien bzw. lediglich deren Sichtbarmachung zu stellen. Insgesamt hat die Vortragsreihe damit verdeutlicht, dass das Spannungsverhältnis zwischen Hetze und Meinungsfreiheit uns in den nächsten Jahren weiterhin beschäftigen wird.

(Tina Olteanu)

Fake oder Fakt? #Bundestagswahl2017 → richtig wählen

Podiumsdiskussion:

Fake oder Fakt? #Bundestagswahl2017 → richtig wählen

Am 24. September 2017 findet die nächste Bundestagswahl statt. Sie fragen sich im Vorfeld, wen Sie wählen sollen und ob Sie überhaupt zur Wahl gehen sollen? Sie sind unsicher, welche Informationsquellen zur Bundestagswahl vertrauenswürdig sind?

 

Die Debatten um „fake news“ seit dem US-Wahlkampf, die Neuauflage des rechten historischen Kampfbegriffs der „Lügenpresse“ und der Einsatz von bots in Wahlkämpfen werfen Fragen auf, die viele WählerInnen verunsichern. Wenn Sie erfahren möchten, was hinter diesen Phänomenen steckt und wie Sie mögliche Irreführungen erkennen können, dann kommen Sie zu unserer Diskussion „Fake oder Fakt? #Bundestagswahl2017 → richtig wählen“. Wir haben ExpertInnen eingeladen, die Wege aufzeigen, sich im Vorfeld der Bundestagswahl verlässlich zu informieren und dadurch eine eigene Meinung zu bilden.

 

Studierende des Instituts für Politikwissenschaft (IfP) der Universität Gießen (JLU) organisieren gemeinsam mit dem Zentrum für Medien und Interaktivität (ZMI) eine Podiumsdiskussion mit anschließender offener Debatte zu diesen Themen. Auf dem Podium spricht die Wahlforscherin Prof. Simone Abendschön (Professur für Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Methoden der Politikwissenschaft, JLU). Tanja Binder M.A., Mitglied im wissenschaftlichen Begleitteam des Wahl-O-Mat, spricht über den Wahl-O-Mat als Orientierungshilfe für persönliche Wahlentscheidungen. Alexander Sander, Geschäftsführer der Digitalen Gesellschaft e.V. spricht über Chancen und Risiken des Internets im Vorfeld von Wahlen. Einleitend spricht Prof. Dorothée de Nève (Professur für Politisches und Soziales System Deutschlands/Vergleich politischer Systeme, JLU). Die Debatte wird von Luisa A. Süß (JLU) moderiert.

 

Die Podiumsdiskussion findet am 11. Juli 2017 in der Alten Universitätsbibliothek, Bismarckstr. 37 statt. Beginn ist 18.00 Uhr, der Eintritt ist frei. Die Veranstaltung ist für alle interessierten Personen geöffnet. Weitere Informationen finden Sie hier.

 

Prof. Dorothée de Nève, stellvertretende Geschäftstführende Direktorin des ZMI und Mitglied der Sektion 1 (Macht - Medium - Gesellschaft), spricht im Interview mit dem Gießener Anzeiger über die Bundestagswahl, Donald Trump und direkte Demokratie. Das Interview können Sie hier nachlesen.

(03.07.2017, Ina Daßbach)

Die Grenze des Sagbaren in der Politik und Wissenschaft - Antifeminismus, Sexismus, Homophobie und Rassismus

Die Grenze des Sagbaren in der Politik und Wissenschaft - Antifeminismus, Sexismus, Homophobie und Rassismus

Diskussion mit Franziska Schutzbach und Prof. Ricarda Drüeke in der Reihe Zwischen Hetze und Meinungsfreiheit


Der zunehmende Anstieg von verbalisierter Menschenverachtung durch die Nutzung digitaler Medien hat die Frage nach dem „Sagbaren“ in demokratischen Gesellschaften neu in eine öffentliche Debatte gebracht. Sie stellt nicht zuletzt auch in der schulischen und universitären Lehre eine große Herausforderung dar. Die dreiteilige Veranstaltungsreihe Zwischen Hetze und Meinungsfreiheit mit Gastvorträgen und Debatten wird von Dr. Tina Olteanu (Vertretungsprofessorin am Institut für Politikwissenschaft) für die ZMI-Sektion 1  im Sommersemester 2017 organisiert. Ziel ist es, das Spannungsverhältnis zwischen dem Recht auf Meinungsfreiheit und dessen Grenzen kritisch zu reflektieren.

Die dritte Veranstaltung in der Reihe widmet sich Diskreditierung genderbezogener Themen in politischen und wissenschaftlichen Debatten. In der Diskussion stellen sich Franziska Schutzbach (Universität Basel) und Prof. Ricarda Drüeke (Universität Salzburg) der Frage, inwiefern sich antifeministische, sexistische, homophobe und rassistische Positionen insbesondere durch das Internet ausbreiten und sich das Sagbare im Mainstream dadurch wandelt. Außerdem werden Potenziale neuer inklusiver feministischer Bewegungen – wie etwa der Women’s March – diskutiert.

Franziska Schutzbach ist Genderforscherin an der Universität Basel und Initiatorin des #SchweizerAufschrei. In ihrem Beitrag wird sie nicht nur über ihre eigenen Erfahrungen als Netzaktivistin berichten, sondern auch das Potential und die Strategien für queer-feministischen Aktivismus in sozialen Medien aufzeigen.

Prof. Ricarda Drüeke, Kommunikationswissenschaftlerin an der Universität Salzburg, thematisiert insbesondere den Wandel in der Erscheinung von Antifeminismus, Sexismus, Homophobie und Rassismus in den klassischen und auch digitalen Medien.

Die Veranstaltung wird von Dr. Jutta Hergenhan (wissenschaftliche Geschäftsführerin des ZMI und Mitglied der Sektion 1) moderiert.

Die Veranstaltung findet am 4. Juli 2017 um 18:00 Uhr c.t. in der Alten Universitätsbibliothek (AUB 1), Bismarckstr. 37, 35390 Gießen statt.

(28.06.2017, Thea Rathmann)

Deutsche Pop Zustände – Eine Geschichte rechter Musik

Deutsche Pop Zustände – Eine Geschichte rechter Musik

Dokumentarfilmvorführung mit anschließender Diskussion


Wie spielen Popkultur und rechte Ideologie zusammen? Trägt Musik dazu bei, dass rechte Ideologien in die Gesellschaft einsickern? Diesen Fragen soll in einer vom ZMI geförderten Kooperationsveranstaltung der Institute für Politikwissenschaft (Prof. Andrea Gawrich) und Musikwissenschaft/-pädagogik (Dr. Ralf van Appen) nachgegangen werden. Das Grußwort hält Prof. Christine Wiezorek (ZMI-Sektion 1: Macht – Medium – Gesellschaft).

Der Dokumentarfilm Deutsche Pop Zustände – Eine Geschichte rechter Musik  zeichnet die Entwicklung nationalistischer Musik in Deutschland seit den späten 1970er Jahren nach. Diese wird anhand einer umfangreichen Sammlung musikalischer Beispiele von Poptheoretikern, Soziologen, Musikern, Label-Vertretern, einem Aussteiger sowie einem Ausstiegsberater aus der rechten Szene analysiert, kommentiert und systematisiert. 2016 war der Film für den Adolf-Grimme-Preis nominiert.

Wissenschaftlich begleitet wurde der Film von Dr. Thorsten Hindrichs von der Universität Mainz. Im Anschluss an die Filmvorführung kann mit ihm über das Gesehene und darüber hinaus diskutiert werden.  Thorsten Hindrichs studierte Musikwissenschaft, Romanische Philologie (Italienisch) und Sonderpädagogik in Köln, Perugia und Mainz. Seit 2012 verantwortet er das Forschungsprojekt „Musik und Jugendkulturen“.

Die Veranstaltung findet am Montag, 3. Juli 2017 um 18 Uhr im Musiksaal der Universität Gießen (Phil II, D019) statt. Es handelt sich um eine universitätsöffentliche Veranstaltung!

Den Trailer zum Film können Sie hier anschauen.

Coping with social media under a post-truth president

Coping with social media under a post-truth president

Vortrag von Dr. Sarah Kendzior in der Reihe Zwischen Hetze und Meinungsfreiheit

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Im Februar verbreitete Präsident Donald J. Trump über Twitter, dass die liberalen Medien die „Feinde des amerikanischen Volkes“ seien. Seit dem Wahlkampf in den USA haben Social Media-Diskurse an beeindruckendem politischem Einfluss gewonnen. Soziale Medien werden als wirksames Medium für politisch motivierte verbale Gewaltattacken und Verbreitungen von falschen Fakten genutzt. Welche Narrative werden dadurch erzeugt und welchen Einfluss hat dies auf die Meinungsbildung?

Der Vortrag von Dr. Sarah Kendzior, freie Journalistin aus St. Louis (Missouri), befasst sich mit dem schwierigen Verhältnis von Medien und Politik im US-amerikanischen Kontext nach der Wahl von Donald Trump. In ihrem Vortrag wird sie auf Trumps Strategien zur Delegitimierung der freien Presse eingehen. Außerdem wird sie von ihren eigenen Erfahrungen und Reaktionen auf Hassbotschaften im Netz berichten.

Prof. Greta Olson wird das Gespräch führen. Sie ist Mitglied der ZMI-Sektion 1 (Macht – Medium – Gesellschaft), ist Professorin für English and American Literature and Cultural Studies an der JLU. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Konferenz Online Vitriol statt. Diese wurde von Dr. Sara Polak (Leiden University) organisiert, die Gastwissenschaftlerin am International Graduate Centre for the Study of Culture (GCSC) und der ZMI-Sektion 1 ist.

Der zunehmende Anstieg von verbalisierter Menschenverachtung durch die Nutzung digitaler Medien hat die Frage nach dem „Sagbaren“ in demokratischen Gesellschaften neu in eine öffentliche Debatte gebracht. Sie stellt nicht zuletzt auch in der schulischen und universitären Lehre eine große Herausforderung dar. Die dreiteilige Veranstaltungsreihe Zwischen Hetze und Meinungsfreiheit mit Gastvorträgen und Debatten wird von Dr. Tina Olteanu (Vertretungsprofessorin am Institut für Politikwissenschaft) für die ZMI-Sektion 1 im Sommersemester 2017 organisiert. Ziel ist es, das Spannungsverhältnis zwischen dem Recht auf Meinungsfreiheit und dessen Grenzen kritisch zu reflektieren.

Die Veranstaltung findet am Mittwoch, 28. Juni um 18:00 Uhr c.t. in der Alten Universitätsbibliothek (AUB 1), Bismarckstr. 37 in Gießen statt. Alle Interessierten sind herzlich willkommen!

(20.06.2017, Katharina Monaco)

Das ZMI freut sich anzukündigen: Dr. Jutta Hergenhan übernimmt die wissenschaftliche Geschäftsführung des ZMI

Das ZMI freut sich anzukündigen: Dr. Jutta Hergenhan übernimmt die wissenschaftliche Geschäftsführung des ZMI

Foto: Jan Kulke, PhotoArt Berlin
Ab dem 1. Juni 2017 übernimmt Dr. Jutta Hergenhan die wissenschaftliche Geschäftsführung des ZMI und tritt damit die Nachfolge von Sabine Heymann, M.A. an.

Die Politikwissenschaftlerin mit den Schwerpunkten Frankreich- und Geschlechterforschung ist seit September 2012 an der Justus-Liebig-Universität tätig. Sie war bislang Projektkoordinatorin des vom Fachbereich 03 initiierten interdisziplinären Forschungsverbund Antidemokratische Haltungen. Seit 2016 ist Jutta Hergenhan als Mitglied des Direktoriums und der Sektion 1 (Macht – Medium – Gesellschaft) an zahlreichen wissenschaftlichen Aktivitäten des Zentrums beteiligt. Als wissenschaftliche Mitarbeiterin des Pilotprojekts Einstellungen – Medien – Engagement – Lehren (EMEL) nahm sie unter der Leitung von Prof. Dorothée de Nève an der Untersuchung von politischen Einstellungen, gesellschaftspolitischem Engagement und Mediennutzung von Gießener Lehramtsstudierenden teil. 

Jutta Hergenhan studierte Politikwissenschaft an der Freien Universität Berlin, dem Institut d’Études Politiques in Paris und der Universität Mannheim. An der Freien Universität Berlin promovierte sie zum Verhältnis von Sprache, Politik und Geschlechterordnung am Beispiel Frankreichs und der französischen Sprache. Von 1996 bis 2001 war sie als europapolitische Referentin für französische PolitikerInnen wie Jacques Delors und Elisabeth Guigou tätig sowie als parlamentarische Assistentin in der französischen Nationalversammlung.Von 2012 bis 2015 war sie die Geschäftsführerin der Arbeitsstelle Gender Studies sowie wissenschaftliche Mitarbeiterin und dezentrale Frauenbeauftragte des Instituts für Politikwissenschaft der JLU. 

Zu ihren neueren Publikationen zählt der Sammelband „Gender and Family in European Economic Policy: Developments in the New Millenium“, den sie im Januar 2017 gemeinsam mit Prof. Diana Auth und Prof. Barbara Holland-Cunz bei Palgrave Macmillan/Springer International herausgab.

Ihre internationale Ausrichtung und vor allem ihr Schwerpunkt auf Frankreich werden sicherlich auch in ihre neue Funktion als Wissenschaftliche Geschäftsführerin des ZMI einfließen. Das Team des ZMI heißt die neue wissenschaftliche Geschäftsführerin herzlich willkommen und freut sich auf die weitere gute Zusammenarbeit!

(01.06.2017, Katharina Monaco)

Veranstaltungsreihe Zwischen Hetze und Meinungsfreiheit

Veranstaltungsreihe Zwischen Hetze und Meinungsfreiheit

Der zunehmende Anstieg von Hasskommentaren, verbalisierter Menschenverachtung – anonym/nicht anonym, online/offline, öffentlich/privat – hat die Frage nach dem „Sagbaren“ in demokratischen Gesellschaften neu in eine öffentliche Debatte gebracht und stellt auch in der schulischen und universitären Lehre eine große Herausforderung dar. Die dreiteilige Veranstaltungsreihe mit Gastvorträgen und Debatten Zwischen Hetze und Meinungsfreiheit wird von Dr. Tina Olteanu (Vertretungsprofessorin am Institut für Politikwissenschaft) für die ZMI-Sektion 1 (Macht – Medium – Gesellschaft) im Sommersemester 2017 organisiert. Ziel ist es, das Spannungsverhältnis zwischen dem Recht auf Meinungsfreiheit und dessen Grenzen kritisch zu reflektieren.

 

9. Mai 2017: Rechtliche Grenze der Meinungsfreiheit: Hasskriminalität, Satire und Blasphemie

Mit PD Dr. Alexander Thiele (Institut für Allgemeine Staatslehre, Universität Göttingen) und Sandra Niggemann, Mitarbeiterin der Task-Force des Justizministeriums, Referat V B 2 BMJV. Moderation: Dr. Tina Olteanu (Institut für Politikwissenschaft der JLU).

 

28. Juni 2017: Coping with social media under a post-truth president

Mit Dr. Sarah Kendzior, Aktivistin und freier Journalistin aus St. Louis (Missouri).

Moderation: Prof. Greta Olson (ZMI/Institut für Anglistik, JLU).

 

4. Juli 2017: Die Grenze des Sagbaren in der Politik und Wissenschaft – Antifeminismus, Sexismus, Homophobie und Rassismus

Mit Franziska Schutzbach, Genderforscherin an der Universität Basel, Netzaktivistin und Initiatorin des #SchweizerAufschrei und Dr. Ricarda Drüeke, Kommunikationswissenschaftlerin der Universität Salzburg.

Moderation: Dr. Jutta Hergenhan (ZMI/Institut für Politikwissenschaft, JLU)

 

Die Veranstaltungen finden jeweils um 18:00 Uhr c.t. in der Alten Universitätsbibliothek (AUB 1), Bismarckstr. 37, 35390 Gießen statt.

(11.04.2017, Ann-Marie Riesner)

Dorothée de Nève, Jutta Hergenhan und Tina Olteanu mit Vorträgen auf der European Conference on Politics and Gender in Lausanne

Dorothée de Nève, Jutta Hergenhan und Tina Olteanu mit Vorträgen auf der European Conference on Politics and Gender in Lausanne

Vom 8. bis 10. Juni 2017 findet in Lausanne zum fünften Mal die European Conference on Politics and Gender statt. Prof. Dorothée de Nève (Stellv. Direktorin des ZMI) wird gemeinsam mit Dr. Jutta Hergenhan (Wissenschaftliche Geschäftsführerin des ZMI) einen Vortrag zu Teacher’s Attitude and Gender Habitus in the Classroom halten. Die Ergebnisse des am ZMI angesiedelten Forschungsprojekts EMEL werden in diesem Zusammenhang vorgestellt. Jutta Hergenhan wird auf der Konferenz darüber hinaus zu Gender Policies and Right-Wing Populism vortragen. Dr. Tina Olteanu (Sektion 1 Macht - Medium - Gesellschaft) wird in Lausanne gemeinsam mit Andrada Nimu (Bukarest) ein Panel zu The Polarization of LGBTIQ* issues in the Post-Socialist Region and Beyond? organisieren und zusammen mit Michael Hunklinger (Universität Wien) einen Vortrag zu Homonationalism in Austria and Germany halten.

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Drei Fragen an Dorothée de Nève

Drei Fragen an Dorothée de Nève

Interview mit der stellvertretenden Geschäftsführenden Direktorin des ZMI jetzt auf YouTube

Sie wollten immer schon wissen, was wir hier im ZMI eigentlich machen und warum? Im neuen ZMI-Interview „Drei Fragen an…“ haben Sie die Möglichkeit Antworten auf diese Frage zu erhalten. Die stellvertretende Geschäftsführende Direktorin Prof. Dorothée de Nève spricht über die anspruchsvolle Aufgabe, Interdisziplinarität in der Arbeit zu leben und wie dies in einem interdisziplinär aufgestellten Forschungszentrum wie dem ZMI funktionieren kann. Im Gespräch mit Ann-Marie Riesner stellt Dorothée de Nève dar, welche Bedeutung  es für sie als Politikwissenschaftlerin hat, ihre Forschung am ZMI anzusiedeln und geht dabei auch auf die besondere Beziehung zwischen Politik und Medien ein. Nicht zuletzt hebt sie die Verantwortung des ZMI hervor, mediale Kompetenzen an Bürgerinnen und Bürger zu vermitteln, damit diese ihre Interessen und Rechte in der Mediengesellschaft wahrnehmen können.

Dorothée de Nève ist seit 2015 Professorin am Institut für Politikwissenschaft und hat die Professur Politisches und Soziales System Deutschlands/Vergleich politischer Systeme inne. Seitdem unterhält sie enge Beziehungen zum ZMI. Seit Juni 2015 ist sie Sprecherin der Sektion 1 (Macht – Medium – Gesellschaft), in der sie ihre vielseitigen Erfahrungen und Ideen in zahlreichen Veranstaltungen verwirklicht hat. Mit ihrer Wahl zur stellvertretenden Geschäftsführenden Direktorin im Juni 2016 wurde die sozialwissenschaftliche Perspektive in der ZMI-Leitung gestärkt.

Das Video zum Interview ist jetzt auf dem YouTube-Kanal des ZMI zu sehen.

(23.05.2017, Katharina Monaco)

100 Tage Trump – Die Bilanz der Bilanz

100 Tage Trump – Die Bilanz der Bilanz



 

Wie bilanziert man die ersten 100 Tage der Präsidentschaft von Donald Trump und ist dies die Aufgabe der Universität? Unbedingt! Dieser Auffassung waren zumindest die DiskutantInnen der von dem Zentrum für Medien und Interaktivität (ZMI) und dem Institut für Politikwissenschaft (JLU) veranstalteten Podiumsdiskussion 100 Tage Trump am 28. April 2017. Die Podiumsdiskussion in der Aula des Universitätshauptgebäudes war sehr gut besucht und bot einen guten Anschluss an die viel gelobten Veranstaltungen zur US‑Wahlnacht und zum Brexit, die ebenfalls in Zusammenarbeit des ZMI und des Instituts für Politikwissenschaft organisiert wurden. So begrüßte  Prof. Dr. Christine Wiezorek (Studiendekanin des Fachbereichs für Sozial- und Kulturwissenschaften) die ZuhörerInnen und DiskutantInnen und betonte die Wichtigkeit der wissenschaftlichen Begleitung tagespolitischer Ereignisse. Sie ging auf die Aufgabe der Wissenschaft, sich öffentlich zu positionieren und sich eine Haltung anzueignen ein und erklärte ihre Freude über die so zahlreich erschienenen ZuhörerInnen.

Moderiert wurde die Diskussion von Prof. Abendschön (Professur für Methoden der Politikwissenschaft, JLU), die zu Beginn die drei einleitenden Fragen stellte: Wie fällt die Bilanz der ersten 100 Tage von Donald Trumps Amtszeit aus? Wie beurteilen die DiskutantInnen den Ausblick auf die weitere Amtszeit? Was haben wir innen- sowie außenpolitisch von Donald Trump zu erwarten? Eingeladen um diese Fragen zu diskutieren waren ProfessorInnen aus Politikwissenschaft, Sozialwissenschaft und Japanologie sowie ein Vertreter der Presse.

Andreas Schwarzkopf (Frankfurter Rundschau) sprach aus der Rolle des kritisch-analytischen Journalisten und ging als solcher auf das gespannte Verhältnis Trumps zu den Medien ein. Im Besonderen thematisierte er die Verunglimpfung der Medien als ‚Lügenpresse‘, die Nutzung von fake news im Wahlkampf und die Ausgrenzung der freien Presse von Berichterstattungen im Weißen Haus. In diesem Zusammenhang betonte er jedoch auch den Willen der Medien, kritisch zu bleiben und die gesteigerten Auflagen führender amerikanischer Zeitungen wie der New York Times oder der Washington Post. Außerdem ging er auf Trumps, in seinen Augen „Katastrophenbilanz“ ein und nannte als Beispiele die gescheiterte Steuerreform und die Abschaffung von Obamacare. Im weiteren Verlauf spannte er den Bogen zu dem globalen Phänomen des Aufstrebens von Rechtspopulisten und lenkte den Blick auf die Frage, ob Trump Symptom oder Wirkung dieses Phänomens sei. Andreas Schwarzkopf identifizierte den Sieg Trumps als Niederlage der etablierten Parteien, die seiner Ansicht nach keine ausreichenden Antworten auf die drängenden Fragen unserer Zeit gefunden haben. Abschließend spannte er den Bogen zu dem militärischen Schutz, den die USA für Europa und Deutschland lange boten und argumentierte hier, dass die EU zukünftig bereit und in der Lage sein müsse, sich militärisch selbst zu verteidigen, da man sich nun nicht mehr zurücklehnen und auf die Hilfe der USA vertrauen könne.

Prof. Verena Blechinger-Talcott (Professur für Japanologie, Freie Universität Berlin) ging auf das Verhältnis der USA zu den Ländern Asiens ein und betonte hier die großen Unsicherheiten, die sich aus Trumps unklarem politischem Kurs ergäben. So sei die japanische Regierung sehr besorgt über die Äußerungen Trumps im Wahlkampf und erst seit einem Staatsbesuch nach der Wahl beruhige sich die Lage etwas. Die Situation sei jedoch auch für die Regierung der USA problematisch, da es dort keinen Experten für Asienpolitik gäbe und Südkorea und Japan die beiden entscheidenden Bündnispartner der USA in Asien seien. Im Gegensatz dazu stehen jedoch die Wichtigkeit Asiens in handels- und sicherheitspolitischen Fragen und die Möglichkeiten die sich dort für Trump böten, Asien als Bühne für sich zu nutzen. Als Ausblick betonte Prof. Blechinger-Talcott die immer wichtiger werdende Rolle Chinas in der Weltpolitik.

Prof. Helmut Breitmeier (Professur für internationale Beziehungen, JLU) ging ebenfalls auf das Fehlen außenpolitischer Konzepte und Strategien der Regierung Trump ein und bezeichnete die USA in diesem Zusammenhang als „Weltmacht im Abstieg“, da die Probleme der Vorgängerregierung geblieben und lediglich durch neue Probleme ergänzt worden sein. Als zukünftig relevante politische Probleme identifizierte er unter anderem den Umweltschutz und die Armutsbekämpfung. Auch Prof. Breitmeier argumentierte für ein neues europäisches Sicherheitskonzept, da man sich in Europa zu lange allein auf die Hilfe der USA verlassen habe.

Prof. Dr. Claus Leggewie (Inhaber der Ludwig Börne-Professur, ZMI/JLU) beschrieb Trumps ideologische Grundlagen als faschistoid und autoritär. Er ging auf die Gefahren für die amerikanische Demokratie und die Normen und Werte des Westens ein und erklärte in diesem Zusammenhang die Bedeutung des Widerstands der Zivilgesellschaft. Weiterhin ordnete er Trumps Handlungen in verschiedene Typen ein: Als Erstes beschrieb er ‚Trump the American‘ als äußerst liberalen, sozialkonservativen und religiösen Politiker. Es folgte ‚Trump the European‘ mit Elementen des europäischen Faschismus und dessen völkisch-autoritärem Denken. Danach beschrieb er ‚Trump the Anti-European‘ als Demonstrationseffekt auf einen Paradigmenwechsel von „links-liberaler Modernität zu einem völkisch-autoritären Nationalismus“. Als letzten Typ zeichnete er ‚Trump als Quasi-Europäer‘, der die Medialisierung der Politik im Stile eines Silvio Berlosconi einerseits wie ein Unterhaltungskünstler ausreizte, andererseits aber auch Politik und Medien zueinander in Opposition stellte. Prof. Leggewie argumentierte, der Sieg Trumps sei nicht nur über soziale Fragen, sondern auch über einen tief verwurzelten Hass auf kulturelle Diversität möglich geworden. Europa, so forderte er, solle Trump nicht nur belächeln, sondern eigene Antworten auf die Fragen der Gegenwart finden und so zum Hort der kulturell-westlichen Werte in der Welt werden.

Prof. Greta Olson (Professur für English and American Literature and Cultural Studies, JLU) ging auf den Widerstand der Justiz im Fall des Einreiseverbots für Menschen aus sieben Ländern mit überwiegend muslimischer Bevölkerung ein und lobte in diesem Zusammenhang die „robuste amerikanische Verfassung“. Außerdem beschrieb sie die starke Zunahme von Kriminalität gegenüber MuslimInnen und der Benachteiligung von Frauen, Queers und schwarze AmerikanerInnen. Als positive Effekte bezeichnete sie die politisierende Wirkung  einer so kontroversen Regierung und Demonstrationen wie den Womens March.

Prof. Dorothée de Nève (Professur für Politisches und Soziales System Deutschlands/ Vergleich politischer Systeme, Stellvertretende Direktorin ZMI, JLU) ging auf die Bezüge der politischen Ereignisse in den USA zu europäischer und deutscher Politik ein.  Besonders die Tendenzen zur vorschreitenden Spaltung der Gesellschaft sein hier zu thematisieren. Prof. de Nève beschrieb eine zunehmende Tendenz zum Antiamerikanismus, der quer durch alle politischen Lager zu beobachten sei. Außerdem wie sie auch auf die Formen des Widerstands gegen Trumps Regierung hin, die teils auch in Europa aufgenommen werden würden. Im weiteren Verlauf ging sie auf die Bedeutung von Verhaltenskonsolidierung der BürgerInnen als Ergänzung zu stabilen politischen Verfassungen ein. Hier seien demokratische Grundhaltungen und „Anstand“ bei politischen Eliten, wie bei den BürgerInnen von essentieller Bedeutung. Andernfalls drohe das demokratische politische System schnell Risse zu bekommen, welche auch das menschliche Miteinander angreifen könnten. Zusätzlich ging Prof. de Nève auf die gesellschaftliche Anschlussmöglichkeit der politischen Agenda von Trump in Deutschland ein. So sei die Zustimmung für eine bestimmte Agenda größer als die Zustimmungsraten für bestimmte Parteien. Abschließend ging sie auf die politischen Prozesse ein, die ein Emporkommen von Donald Trump überhaupt erst möglich machen, und dass man diese genau untersuchen müsse um dies zukünftig zu verhindern.

In der anschließenden Diskussion mit dem Publikum wurden vor allem Thematiken wie die Legitimationskrise der westlichen Demokratien und die Möglichkeiten und Risiken der direkten Demokratie angesprochen. Außerdem wurden Fragen nach den potentiellen Gründen für die Wahl Donald Trumps aufgeworfen und Bezüge zu den in Europa anstehenden Wahlen erfragt.

Den Videomitschnitt der gesamten Veranstaltung finden Sie hier. Das ZMI möchte diese Gelegenheit nochmals nutzen um sich für die freundliche Unterstützung des Hochschulrechenzentrums der JLU herzlich zu bedankten.

Über die Veranstaltung wurde außerdem durch die Gießener Allgemeine (den Bericht finden Sie hier) und durch den Gießener Anzeiger (den Bericht finden Sie hier) berichtet.

(Ina Daßbach, 11.05.2017)