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Karl Georg Büchner

Georg Büchner (1813-1837): Dramatiker, Autor von Gedichten und Prosa, Mediziner, Naturwissenschaftler, Revolutionär

Nur knapp ein Jahr lebte Büchner, zwanzigjährig, in Gießen, doch dieses Jahr sollte zu der Phase in seinem Leben werden, in der er seine politischen Überzeugungen am pointiertesten formulierte und in der er diese Überzeugungen am konsequentesten in politisches Handeln umsetzte. Gießen war in jener Zeit ein Zentrum der oberhessischen Oppositionsbewegung und Büchner schloss sich nach wenigen Monaten den konspirativen Kreisen im Kampf gegen Unfreiheit und Staatswillkür an. Seine politischen Ziele sind kompromisslos: Er will die Republik als Staatsform freier und gleichberechtigter Individuen und eine radikale Veränderung der sozialen Verhältnisse. Mit seiner Gründung der geheimen „Gesellschaft der Menschenrechte“ und seinem Entwurf des Hessischen Landboten ging er in die Geschichte des Vormärz und der Demokratiebewegung Hessens ein. Nach diesem bewegten Jahr, nun schon wieder in Darmstadt und auf der Flucht vor dem Arm der Staatsgewalt, schrieb er sein erstes Drama „Danton’s Tod“. (Quelle: https://www.uni-giessen.de/ueber-uns/veranstaltungen/rueckblicke/buechner/intro/intro2)

Obwohl Georg Büchner bereits mit 23 Jahren starb und nur ein schmales Werk hinterlassen konnte, gilt er als einer der bedeutendsten Autoren des Vormärz und als Begründer der modernen europäischen Literatur. Seine Dramen Dantons Tod, Leonce und Lena und Woyzeck werden bis heute als bahnbrechend angesehen.

Prof. Heiner Goebbels beschrieb 2018 in seiner Antrittsvorlesung zur Georg Büchner-Professur, wie für seine künstlerische Entwicklung vom Theatermusiker zum Komponisten und Regisseur von Musiktheater vor allem die frühe Arbeit an zwei dieser Büchner-Dramen eine wegweisende Rolle spielten: Woyzeck - zusammen mit den Regisseuren Manfred Karge und Matthias Langhoff am Bochumer Schauspielhaus, 1980 - und Dantons Tod zusammen mit der Regisseurin Ruth Berghaus am Hamburger Thalia Theater, 1990.

Inspiriert von den intermedialen Strategien Büchners im Literarischen, Auditiven, Visuellen und Theatralen, versteht sich die Georg Büchner-Professur als künstlerischer Forschungsauftrag zu Fragen des Medienwechsels, an den Prof. Heiner Goebbels mit seinen multimedialen Installationen und Performances, mit szenischen Konzerten, genreübergreifenden Hörstücken, Orchester- und Ensemble-Kompositionen, mit internationalen Vorträgen und Veröffentlichungen, und mit Lehrangeboten zu Büchners Woyzeck (SoSe 2019) und Zeitgenössischem Musiktheater (SoSe 2020) arbeitet.

Georg Büchner studierte im Wintersemester 1833/34 und Sommersemester 1834 Medizin an der Universität Gießen.