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3R-Forschung

 

   

Initiative Transparente Tierversuche - 3R-Forschung

 

  

3R-Forschung

Das 3R-Prinzip umfasst das Replacement, die Reduction und das Refinement (Vermeiden, Verringern und Verbessern). Im Jahr 1959 veröffentlichten Russell und Burch ihr Buch „The Principles of Humane Experimental Technique“, in dem sie das 3R-Prinzip vorstellten. Dieses ist bis heute wichtigster Leitfaden in Bezug auf Tierexperimente und wurde durch die EU-Direktive 63/2010 in geltendes Recht umgewandelt.

Das 3-R Prinzip beschreibt, dass Tierversuche nach Möglichkeit durch Alternativverfahren ersetzt werden sollten (Replacement). Sollte es keine Alternativmethoden zur Beantwortung einer spezifischen Forschungsfrage geben, so muss die Zahl der im Versuch eingesetzten Tiere so gering wie möglich gehalten werden (Reduction). Diese geringe Zahl von Tieren soll im Versuch eine so geringe Belastung wie möglich erfahren (Refinement). Dazu können beispielsweise optimierte Haltungsbedingungen oder eine Verfeinerung von Methoden führen.

 

Abbildung 1:Die Beagle vor ihrem täglichen Gassi-Gang.

Quelle: ICAR 3R Zentrum, Gießen, Prof. Stephanie Krämer

 

Tiere im Einsatz der Lehre für Studierende der Tiermedizin

Die Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) und insbesondere die Professur für Tierschutz setzt sich für das Wohl der Tiere ein. Solange noch nicht vollständig auf Tierversuche verzichtet werden kann, muss der Verantwortung, die der Mensch für alle Tiere in seiner Obhut hat, in besonderer Weise Rechnung getragen werden. Dies schließt auch Tiere ein, die in der Lehre eingesetzt werden. Beispielsweise lernen Studierende der Veterinärmedizin mit Beaglen die richtige Durchführung von Untersuchungsgängen am Hund. Die Beagle der JLU leben in einer modernen Tierhaltung, werden von mehreren Tierpflegenden umsorgt, haben Paten und gehen jeden Tag Gassi – fast wie normale Familienhunde. Nach einer Zeit von ca. zwei Jahren am Campus werden sie dann vermittelt und finden so ein neues Zuhause. Aktuell wird an der JLU untersucht, ob Medical Training die Tiere optimal auf ihre Aufgabe in der Lehre vorbereitet. Medical Training ist eine besondere Art des Tiertrainings, die ursprünglich aus dem Zootiertraining kommt. Dabei wird nur mit Lob und Belohnungen und niemals mit Strafe gearbeitet. Zum Beispiel lernen die Tiere, sich ohne die beim Tierarzt übliche Fixierung und ohne Stress von Studierenden abhören zu lassen. Weder im Training im Rahmen der Studie noch in der Lehre mit Studierenden werden invasive Eingriffe wie Blutentnahmen durchgeführt.

 

Abbildung 2: Der Hund lernt einen Targetstab zu berühren.

Quelle: ICAR 3R Zentrum, Gießen, Prof. Stephanie Krämer

 

Abbildung 3: Durch Medical Training hat der Hund gelernt, dass er ohne Fixierung abgehört
werden kann. Der Targetstab im Bild dient dabei als Kooperationssignal. Solange der Beagle mit der
Schnauze den Stab berührt, darf er abgehört werden. So kann der Hund zu jeder Zeit eine
Pause einfordern, wenn er sie benötigt.

Quelle: ICAR 3R Zentrum, Gießen, Prof. Stephanie Krämer


Abbildung 4: Der Hund lernt, sich ohne Fixierung abhören zu lassen.

Quelle: ICAR 3R Zentrum, Gießen, Prof. Stephanie Krämer



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