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Kaki-Preis für Milad Ghanbarpour

Auszeichnung für hervorragende Masterarbeit in Theoretischer Physik

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Kaki-Preisträger Milad Ghanbarpour (l.) mit Prof. Dr. Lorenz von Smekal (r.), Geschäftsführender Direktor des Instituts für Theoretische Physik der JLU, bei der Preisübergabe. Foto: Dr. Torsten Henning
Im Rahmen des physikalischen Kolloquiums im Fachbereich 07 ist zum fünften Mal der Kaki-Preis für herausragende Studienleistungen und eine hervorragende Masterarbeit in theoretischer Physik verliehen worden. In diesem Jahr wurde M.Sc. Milad Ghanbarpour vom Institut für Theoretische Physik der JLU für seine herausragenden Leistungen im Masterstudiengang und insbesondere für seine Masterarbeit zum Thema „Holomorphic Gradient Flow and Lefschetz Thimbles in strongly correlated fermionic systems“ ausgezeichnet.
 
Der Kaki-Preis geht auf eine großzügige Spende von Prof. Dr. Kaori Kaki von der Shizuoka Universität in Japan an das Institut für Theoretische Physik zurück. Prof. Kaki hat in den 1990er-Jahren einige Zeit als Nachwuchswissenschaftlerin am Institut für Theoretische Physik der JLU in der Gruppe von Prof. Dr. Ulrich Mosel verbracht. Es war ihr Wunsch, diese Spende zur Förderung junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in der Theoretischen Kern- und Hadronenphysik an der JLU einzusetzen. Im Jahr 2018 wurde der Preis zum ersten Mal auch auf die Theoretische Festkörperphysik ausgedehnt und steht damit seither allen Absolventinnen und Absolventen eines Jahrgangs im Masterstudiengang Physik am Institut für Theoretische Physik offen. Der Preis umfasst eine Urkunde und eine Geldprämie in Höhe von 500 Euro aus dem Stiftungsvermögen.
 
Unter der Betreuung von Prof. Dr. Lorenz von Smekal hat Milad Ghanbarpour innovative numerische Methoden weiterentwickelt und benutzt, um mit dem nicht-relativistischen Fermigas bei starker Wechselwirkung ein stark korreliertes System von Fermionen wie dem Elektron zu simulieren, was aufgrund des sogenannten Fermionen-Vorzeichenproblems mit den heute üblichen Monte-Carlo-Methoden ansonsten nicht möglich gewesen wäre. Fortschritt in dieser Richtung ist sowohl für Simulationen stark korrelierter Festkörpersysteme und Quantengase bei extrem tiefen Temperaturen und Dichten als auch von Materie bei so extrem hohen, wie sie im Inneren von Neutronensternen vorherrschen, von großer Bedeutung. Materie unter solch extremen Bedingungen wird experimentell mit relativistischen Schwerionenkollisionen etwa von Gold- oder Bleikernen untersucht. Derartige Experimente werden am CERN in Genf oder an der GSI in Darmstadt durchgeführt und sind auch für das internationale Großforschungszentrum GSI-FAIR geplant. Neuartige Simulationsmethoden wie die von Ghanbarpour untersuchte werden hier dringend benötigt, um die Brücke von diesen Experimenten zur zugrunde liegenden Theorie der starken Wechselwirkung, der Quantenchromodynamik schlagen und deren fundamentale Eigenschaften damit besser verstehen zu können.
 
Milad Ghanbarpour wird seine Forschung in der Arbeitsgruppe von Prof. von Smekal im Rahmen seiner Promotion am Institut für Theoretische Physik der JLU fortsetzen. Finanziell wird er dabei im Rahmen der Kooperation der JLU mit dem GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt unterstützt.