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Artikelaktionen

Expertinnen und Experten

Eine Auswahl aus dem breiten Forschungsspektrum der JLU

JLU-Expertin des Monats Dezember

 

Kunsthistorikerin Prof. Dr. Sigrid Ruby über Kunst und Landleben:


Prof. Dr. Sigrid Ruby
Prof. Dr. Sigrid Ruby. Foto: Rolf K. Wegst
„Künstlerische Darstellungen des Landlebens vermitteln seit jeher die Annahme, das Ländliche sei geschichtslos, mache kaum Veränderungen durch und konserviere etwas Ursprüngliches und Authentisches. Dagegen muss davon ausgegangen werden, dass die Künstler – die üblicherweise aus der städtischen Gesellschaft und nicht aus bäuerlichen Kreisen stammten – einen kolonialen Blick einnahmen und ihre Bilder weniger die Realität als eine historische Klischeevorstellung wiedergeben. Dazu passt die Tatsache, dass die akademische Kunstgeschichte sich traditionell in Abgrenzung zur Volkskunde/ Europäischen Ethnologie versteht und so genannte 'Volkskunst' ignoriert.“


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Unsere Expertin , Professorin für Kunstgeschichte an der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU), steht den Medien gern für Anfragen zur Verfügung:
 
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JLU-Experte des Monats November

 

Theolologe Prof. Dr. Roderich Barth über Religion und Emotion:


Prof. Roderich Barth
Prof. Dr. Roderich Barth. Foto: Alexandra aus dem Spring
„Verletzte religiöse Gefühle, Angst vor fremden Religionen, Nächstenliebe: Die Macht der Emotionen spielt bei religiösen Positionierungen eine wichtige Rolle. Gerade die monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam mit ihrem universalen Wahrheitsanspruch bieten einerseits Potential für Konflikte – gerade in einer pluralistischen Gesellschaft –, aber gleichzeitig auch Mittel zur Begrenzung von Kriegen und Terror. In einem Verbundprojekt der Universitäten Frankfurt und Gießen untersuchen wir den Umgang der Religionen mit religiöser Vielfalt und Differenz. Im Zentrum steht die Frage, ob Dialogfähigkeit und Toleranz zwischen den Religionen notwendig mit der Relativierung ihrer je eigenen Einsichten und Symbole verbunden sein müssen. Dabei konzentriere ich mich auf die emotionale Dimension: Lässt sich die beispielsweise die Demut – die Selbstbehauptung und Selbstrelativierung in sich vereint – als Muster einer zugleich religiösen wie pluralismusfähigen Positionierung beschreiben?“

 

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Unser Experte , Professor für Systematische Theologie und Partner im LOEWE-Verbundprojekt „Religiöse Positionierung: Modalitäten und Konstellationen in jüdischen, christlichen und islamischen Kontexten“ der Universitäten Frankfurt und Gießen, steht den Medien gern für Anfragen zur Verfügung:
 
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JLU-Experte des Monats Oktober


Sportpsychologe Prof. Dr. Mathias Hegele über eine neue Klasse von Bewegungen:


Prof. Mathias Hegele
Prof. Dr. Mathias Hegele. Foto: privat
„Moderne Technologien verändern den Umgang der Menschen mit ihrer Umwelt. Elektronische Werkzeuge – wie die Computermaus, minimalinvasive chirurgische Eingriffe oder ferngesteuerte Drohnen – eröffnen uns neue Handlungsmöglichkeiten, stellen aber auch hochkomplexe Anforderungen an die menschliche Bewegungssteuerung. Im Gegensatz zu klassischen Werkzeugen wie Hammer oder Schraubenzieher steht bei elektronischen Werkzeugen die Körperbewegung in keinem direkten Zusammenhang mit der Werkzeugbewegung; sie wird räumlich getrennt und mechanisch entkoppelt. In unserer Arbeitsgruppe „Experimentelle Sensomotorik“ untersuchen wir, wie Menschen den Umgang mit solchen Werkzeugen lernen, wie Alter diese Lernprozesse beeinflusst und welche Konsequenzen Werkzeugnutzung für Wahrnehmung und Denken hat.“

 

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Unser Experte , Professor für Sportpsychologie und Motorisches Lernen, steht den Medien gern für Anfragen zur Verfügung:
 
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JLU-Experte des Monats September

 

Chirurg Dr. med. Karl-Heinz Wagner über neue Methoden beim Wundverschluss an der behaarten Kopfhaut:


Dr. Karl-Heinz Wagner
Dr. Karl-Heinz Wagner. Foto: Joachim Pantel
„Patientinnen und Patienten mit Tumoren an der Kopfhaut leiden auch nach erfolgter Operation häufig unter einem ästhetisch funktionellen Problem: Der Operationsdefekt kann zwar durch eine Vollhauttransplantationen verschlossen werden, dieser Technik haftet aber das Manko einer stellenweise großflächigen Haarlosigkeit an. In der Klinik für Dermatologie und Allergologie konnten wir zwei Methoden einführen, die dies verhindern: Am Oberkopf gelingt der Verschluss von Gewebedefekten nach Tumorentfernung mittels eines Skalp-Extenders. Ebenso kann man narbige Haarverluste mit dieser Technik einwandfrei behandeln. Unter Skalp-Extender versteht man eine mit Titanhaken versehene Silikonplatte, welche die sehr wenig elastische Kopfhaut dehnen kann. An den mehr seitlichen Stellen des Kopfes verwenden wir dafür einen so genannten Osmose-Expander, der die Haut ballonförmig ausdehnt. Beide Methoden sorgen dafür, dass die behaarte Kopfhaut weitgehend unsichtbar wieder verschlossen werden kann.“


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Unser Experte , Facharzt für Chirurgie an der Klinik für Dermatologie und Allergologie, steht den Medien gern für Anfragen zur Verfügung.
 
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JLU-Experte des Monats August


Kultursoziologe Prof. Dr. Jörn Ahrens über Angst in der Gesellschaft:

 

Prof. Dr. Jörn Ahrens„Die Serie an Amokläufen und Terroranschlägen der jüngsten Zeit hat das Gefühl der Angst in der Gesellschaft enorm angefacht: Wo ist der öffentliche Raum sicher? Kann man es riskieren, ins Café zu gehen oder zum Sport? Angst ist zwar eine individuell immer abrufbare Empfindung, die Gesellschaft aber zielt überwiegend auf ihre Vermeidung ab. Wir ordnen uns Regeln und Konventionen unter, weil sie Sicherheit und Stabilität versprechen. Das Versprechen der modernen Gesellschaft ist weitestgehende Angstfreiheit im Alltag. In einer Situation, in der unser Empfinden der Alltagssicherheit durchkreuzt wird, kommt es zu Erfahrungen gesellschaftlicher Destabilisierung und der Krise."

 

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Unser Experte , Professor für Kultursoziologie mit Schwerpunkt Transformation von Kulturen, steht den Medien gern für Anfragen zur Verfügung:

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JLU-Experte des Monats Juli


Insektenbiotechnologe Prof. Dr. Marc F. Schetelig über den Kampf gegen invasive Schädlinge:

 

Prof. Dr. Marc F. Schetelig. Foto: privat„Himbeeren, Brombeeren, Kirschen, Erdbeeren, Weintrauben: Was im Sommer besonders lecker ist, wird immer häufiger zum Opfer eines aus Japan und Südkorea eingewanderten Schädlings. Die Kirschessigfliege, äußerlich kaum von heimischen Fruchtfliegen zu unterscheiden, kann innerhalb von wenigen Tagen ganze Ernten vernichten. Anders als andere Arten begnügt sie sich nicht mit einem Ei pro Frucht, sondern legt beispielsweise zehn bis 15 Eier in eine einzige Heidelbeere. Die Kirschessigfliege kommt erst seit rund fünf Jahren in Deutschland vor; seitdem sind die Bestände drastisch angestiegen. Insektizide sind machtlos, wir suchen derzeit nach anderen Mitteln zur Eindämmung der Plage. Dazu zählt – ähnlich wie bei Mücken – der Versuch, durch Sterilisation die Vermehrung zu begrenzen.“

 

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Unser Experte , Professur für Insektenbiotechnologie im Pflanzenschutz, steht den Medien gern für Anfragen zur Verfügung:
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JLU-Expertin des Monats Juni


Wirtschaftswissenschaftlerin Prof. Dr. Corinna Ewelt-Knauer über Ethik am Arbeitsplatz:
 
Prof. Dr. Corinna Ewelt-Knauer. Foto: Joachim Pantel„Viele Firmen haben mittlerweile komplexe Regelwerke für ethisches Verhalten ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter festgelegt. Leider erleben wir im Unternehmensalltag jedoch nur allzu häufig, dass diese Regeln bürokratische Papiertiger sind. In unseren Experimenten untersuchen wir, wie wir diesen gesellschaftlich und wirtschaftlich wichtigen Regelwerken tatsächlich Leben einhauchen können. So zeigt sich, dass offenbar insbesondere das Arbeitsumfeld von Mitarbeitern entscheidend ist: Neben dem Vorbild der Vorgesetzten spielt beispielsweise auch die Gestaltung von Anreizsystemen eine wichtige Rolle.“


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Unsere Expertin , Professur für Financial Accounting, steht den Medien gern für Anfragen zur Verfügung:
 
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JLU-Experte des Monats Mai

 

Veterinärmediziner Prof. Dr. Axel Wehrend über das Abortrisiko bei Rindern:


Prof. Dr. Axel Wehrend - Foto: privatLange war unklar, warum in manchen Rinderherden das Risiko von Fehlgeburten höher ist als in anderen. Kürzlich konnten wir in einer Studie einen wichtigen Faktor benennen: Die Nutzung von separaten Geburtsboxen erhöht das Risiko eines Aborts signifikant. Dieses für uns zunächst überraschende Ergebnis lässt sich nur mit mangelnder Hygiene erklären. Zu vermuten ist, dass die Geburtsbox – zumal wenn sie als Krankenbox zweckentfremdet wird – eine wichtige Infektionsquelle darstellt. Eine fachgerechte Reinigung und Desinfektion nach einer Kälbergeburt ist deshalb dringend anzuraten.

 

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Unser Experte , Klinik für Gynäkologie, Geburtshilfe und Andrologie am Fachbereich Veterinärmedizin, steht den Medien gern für Anfragen zur Verfügung:

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JLU-Experte des Monats März

 

Psychologe Prof. Dr. Dr. Jürgen Hennig über seelische Hygiene:


Prof. Dr. Dr. Jürgen Hennig - Foto: Zabel„Ganz selbstverständlich putzen wir uns am Ende des Tages die Zähne. Unsere Mundhygiene ist uns wichtig und wir nehmen uns dafür Zeit. Doch wie viel Zeit nehmen wir uns für unsere Psychohygiene – sprich für unser seelisches Wohlbefinden? Dankbarkeit ist nach verschiedenen Ergebnissen der Positiven Psychologie nachweislich eine der Charakterdimensionen, die am höchsten mit Lebenszufriedenheit in Beziehung steht. Am Ende des Tages kurz zu reflektieren, wofür wir dankbar sind, kann unser Wohlbefinden und unsere Ausgeglichenheit steigern. Charaktertugenden erwirbt beziehungsweise verstärkt man – das wusste schon Aristoteles – durch Üben.”

 

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Unser Experte , Professur für Differentielle und Biologische Psychologie, steht den Medien gern für Anfragen zur Verfügung:

Telefon: 0641 99-9-26150

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JLU-Experte des Monats Februar

 

Migrationsrechtler Prof. Dr. Jürgen Bast über „Obergrenzen“ und das europäische Asylrecht:


Prof. Dr. Jürgen Bast - Foto: privat„In der aufgeheizten medialen Diskussion um die Begrenzung der Flüchtlingszahlen wird ein Aspekt häufig übersehen: Ein individuelles Recht auf Asyl, das im Zweifelsfall gerichtlich eingeklagt werden kann, wird längst durch die europäische Rechtsordnung gewährleistet. Eine Änderung des deutschen Grundrechts auf Asyl hätte deshalb keinen greifbaren Effekt: Weder ließen sich auf diesem Weg ‚Obergrenzen‘ für die Zahl der Flüchtlinge einziehen, noch könnten Asylsuchende ohne ein Verfahren an den deutschen Grenzen abgewiesen werden.”

 

 

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Unser Experte , Professur für Öffentliches Recht und Europarecht,steht den Medien gern für Anfragen zur Verfügung:

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JLU-Experte des Monats Januar

 

Altphilologe Prof. Dr. Peter von Möllendorff über die originale Aussprache von Latein und Altgriechisch:


Prof. Dr. Peter von Möllendorff - Foto: Katrin Dolle„Wer Latein und Altgriechisch in der Schule gelernt hat, weiß, wie schwer man sich mit dem lauten Lesen dieser Schriftsprachen tut. Wir wissen durch sprachgeschichtliche Untersuchungen, dass in der Antike ganz anders ausgesprochen wurde, als wir das heute tun. Die Rekonstruktion der originalen Aussprache wirft Fragen auf, die vor allem ihre praktische Umsetzung betreffen: Laute, Akzente und Tonhöhen, Prosarhythmus, Versmetrik, Formen emphatischen Lesens müssen bedacht werden. Antike Menschen lasen laut: Dies nachzuvollziehen heißt, antike Kultur besser zu verstehen. Unsere Forschungsergebnisse setzen wir in digitale Lerninstrumente um, die wir unterdessen an den hessischen Schulen – bei Lehrern wie Schülern – etablieren.”

 

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JLU-Experte des Monats Dezember

 

Wirtschaftswissenschaftler Dr. Johannes Paha über Compliance in Unternehmen:


Dr. Johannes Paha - Foto: Halbich„Preis- und Mengenabsprachen zwischen Unternehmen sowie Gebiets- und Kundenaufteilungen gab es bereits in der Antike, und schon damals schädigten sie die Kunden der beteiligten Unternehmen. Heute steht 'Compliance' für Regeln, mit denen sich Unternehmen selbst korrektes Verhalten verordnen. Aber wie sollten diese Maßnahmen optimal ausgestaltet sein? Welche Maßnahmen wirken wirklich? Diese Fragen untersuchen wir theoretisch, empirisch und im Gedankenaustausch nicht nur mit Kollegen aus Rechtswissenschaft und Psychologie, sondern auch mit Unternehmen in der Praxis. Wir haben festgestellt, dass gerade bei der frühzeitigen Erkennung von Risikosituationen noch Nachholbedarf besteht, und entwickeln Ansätze, wie Unternehmen Fehlverhalten ihrer Mitarbeiter bereits im Ansatz entdecken und verhindern können.”


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Unser Experte , Professur für VWL – Industrieökonomie, Wettbewerbspolitik und Regulierung an der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU), steht den Medien gern für Anfragen zur Verfügung:
 
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JLU-Experte des Monats November

 

Physiker Prof. Dr. Alfred Müller über Gießener Experimente am DESY in Hamburg:


Prof. Dr. Alfred Müller - Foto: Siegfried IrmlerAn Deutschlands größtem Beschleunigerzentrum, dem Deutschen Elektronensynchrotron DESY in Hamburg, konnten wir erstmals beobachten, wie eins von vier Elektronen die drei anderen aus der Hülle eines einfach geladenen Kohlenstoffatoms hinauskatapultiert. Diese Entdeckung kann dabei helfen, Experimente mit dem intensiven Licht von Röntgenlasern besser zu verstehen. Die Lichtenergie sorgt dafür, dass ein Elektron von der untersten auf die nächsthöhere Atomschale springt. Nach kurzer Zeit fällt es aber wieder zurück und kann damit ein anderes Elektron aus der oberen Schale freisetzen. Wir konnten belegen, dass in 0,1 Prozent der Fälle sogar alle drei übrigen Elektronen der oberen Schale des Kohlenstoffatoms hinausgeschleudert werden. Übrig bleibt auf diese Weise ein vierfach geladenes Atom. Dieser Prozess könnte das Auftreten mehrfach geladener Atome im fast materielosen Raum zwischen den Sternen erklären.


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Unser Experte , Institut für Atom- und Molekülphysik an der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU), steht den Medien gern für Anfragen zur Verfügung:
 
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JLU-Experte des Monats Oktober

 

Biologe Prof. Dr. Volkmar Wolters über den Boden als nicht erneuerbare Ressource:


Prof. Dr. Volkmar Wolters - Foto: JLU-Pressestelle / Charlotte Brückner-Ihl„In einem Quadratmeter Gartenboden leben so viele Tierarten wie Pflanzenarten auf einem Hektar Regenwald. Diese erstaunliche Lebensgemeinschaft ist eine leistungsstarke Truppe: Sie erhält etwa die Bodenfruchtbarkeit und baut Schadstoffe ab. Den wenigsten ist bewusst, dass der Boden – ähnlich wie das Erdöl – eine nicht erneuerbare Ressource ist. Dennoch zerstören Menschen weiterhin ungehemmt seine Struktur durch tiefes Pflügen, versiegeln seine Poren durch Baumaßnahmen und vergiften seine Lebensgemeinschaften durch Pestizide. Mit unseren Forschungen konnten wir vielfach zeigen, welchen enormen Einfluss der Landbau auf die Bodenorganismen hat. Dabei konzentrieren wir uns auf die agrarischen Systeme Europas, führen aber auch Studien zum Beispiel mit philippinischen Reisböden durch.“


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Unser Experte , Professor für Tierökologie an der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU), steht den Medien gern für Anfragen zur Verfügung:
 
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JLU-Expertin des Monats September

 

Theologin Prof. Dr. Ute E. Eisen über Frauen im frühen Christentum


Prof. Dr. Ute Eisen - Foto: privatFrauen in kirchlichen Leitungspositionen im frühen Christentum: Im Neuen Testament und in anderen frühchristlichen Quellen lassen sich zahlreiche Belege dafür finden, dass Frauen ebenso wie Männer das Evangelium verkündigten, lehrten und liturgisch tätig waren. Dies gilt insbesondere für die Frühzeit, bis sich mit zunehmender Etablierung christlicher Kirchen solche Gruppen mehrheitlich durchsetzten, die Frauen aus Leitungspositionen verdrängen wollten. Dies ging soweit, dass in späteren Bibelfassungen aus weiblichen Autoritäten Männer gemacht wurden – wie etwa im Fall der Apostelin Junia, die im 13. Jahrhundert zu einem Junias umgewandelt wurde.“


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Unsere Expertin , Institut für Evangelische Theologie der Justus-Liebig-Universität steht den Medien gern für Anfragen zur Verfügung:
 
Telefon: 0641 99-27131
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JLU-Experte des Monats August

 

Veterinärmediziner Prof. Dr. Michael Lierz über künstliche Besamung bei Papageien:


Prof. Dr. Michael Lierz - Foto: privat„Rund 13 Prozent aller Vogelarten weltweit sind gefährdet bis stark bedroht. Um den Fortbestand der Arten zu sichern, spielen Nachzuchtprogramme eine wichtige Rolle. Unsere Arbeitsgruppe konnte kürzlich Erfolge mit neuen Methoden der assistierten Reproduktion – also der künstlichen Besamung – bei Papageien erzielen. Dabei stellten wir fest, dass die Qualität des Spermas von Art zu Art unterschiedlich ist. So zeigen Edelpapageien eine deutlich höhere Spermiendichte als zum Beispiel Aras. Grund könnte sein, dass Edelpapageien-Weibchen sich mit mehreren Männchen paaren und die Spermien damit einem stärkeren Konkurrenzdruck ausgesetzt sind. Dagegen können sich die Männchen der monogamen Aras auch mit geringerer Spermienkonzentration fortpflanzen.“   


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Unser Experte , Leiter der Klinik für Vögel, Reptilien, Amphibien und Fische, steht den Medien gern für Anfragen zur Verfügung:
 
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JLU-Experte des Monats Juli

 

Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Jens Adolphsen zum Entwurf des neuen Anti-Doping-Gesetzes:


Prof. Dr. Jens Adolphsen - Foto: Rolf K. Wegst„Der Staat macht Ernst im Anti-Doping-Kampf: Nach langem Ringen steht ein Gesetzesentwurf, der erstmals eine Strafbarkeit dopender Sportler einführen soll. Die größte Neuerung ist das Verbot des so genannten Selbstdopings, da bislang durch das Arzneimittelgesetz lediglich der Besitz der Mittel unter Strafe gestellt war. In dem Gesetzesentwurf geht es ausdrücklich um ein weitgehend neues Rechtsgut: Die Integrität des Sports. Das ist angesichts der gesellschaftspolitischen Bedeutung des Sports mutig und richtig.“

 

 

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Unser Experte , Professur für Bürgerliches Recht, nationales und internationales Zivilverfahrensrecht und Sportrecht, steht den Medien gern für Anfragen zur Verfügung:

Telefon: 0641 99-21210
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JLU-Experte des Monats Juni

 

Lebensmittelchemiker Prof. Dr. Gerd Hamscher über Gefahren durch Tierarzneimittelrückstände:

 

Prof. Dr. Gerd Hamscher - Foto: Pauline HamscherTierarzneimittel finden sich mittlerweile in vielen Bereichen unserer Umwelt. Nicht nur in Fleisch, Eiern und Milchprodukten behandelter Tiere lassen sich Rückstände nachweisen. Über Gülle und deren Einsatz in der Landwirtschaft gelangen überraschend stabile aktive Wirkstoffe in die Böden und können teilweise in das Grundwasser und in pflanzliche Lebensmittel verlagert werden. Besonders problematisch ist das bei Antibiotika, deren unsachgemäße Verwendung die Zunahme antibiotikaresistenter Keime fördern kann – eines der gravierendsten Gesundheitsprobleme weltweit.

 

 

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Unser Experte , Institut für Lebensmittelchemie und Lebensmittelbiotechnologie der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU), steht den Medien gern für Anfragen zur Verfügung:

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JLU-Expertin des Monats Mai

 

Ernährungswissenschaftlerin Dr. Juliane Yildiz über die Ernährung der Zukunft:

 

Dr. Juliane Yildiz - Foto: Katrin Swoboda„Für die nachhaltige Ernährung der Zukunft gibt es keine einfachen Rezepte. Mehr pflanzliche Kost? Ja! Aber nicht alle sollten Veganer werden, damit die geschlossenen landwirtschaftlichen Kreisläufe erhalten bleiben. Weniger Fleisch? Ja! Aber welches Fleisch und wie viel davon? Mehr regionale Produkte? Ja! Dabei sollten vergessene, aber perfekt an mitteleuropäische Winter angepasste Gemüse- und Getreidesorten wie etwa Pastinaken im Speiseplan nach oben rücken. Vor allem die Versorgung ärmerer Bevölkerungsschichten mit nachhaltigen und gleichzeitig bezahlbaren Nahrungsmitteln kann problematisch sein. Bio-Fleisch ist für Menschen mit knappem Budget keine Lösung – saisonales Gemüse aber schon.“

 

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Unsere Expertin , Institut für Ernährungswissenschaft der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU), steht den Medien gern für Anfragen zur Verfügung:

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JLU-Expertin des Monats April

 

Psychologin Dr. Katja Dörschner über die Geheimnisse der Wahrnehmung:

 

Dr. Katja Dörschner - Foto: Bilkent University / Burak Tokcan „Beim Autofahren Hindernisse vermeiden, Gegenstände gezielt greifen, die richtige Abendgarderobe aussuchen: In vielen Lebensbereichen kommt es auf die geeignete und schnelle Verarbeitung visueller Reize an. Ganz automatisch nehmen wir die Farbe, Form und Oberflächenbeschaffenheit von Objekten wahr. Dabei ist noch weitgehende ungeklärt, wie das menschliche Hirn aus rein visuellen Informationen diese Eigenschaften berechnen kann. In unserer Forschungsgruppe untersuchen wir, welche Bildinformationen und neuronalen Prozesse dabei eine Rolle spielen.“

 

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Unsere Expertin , Abteilung Allgemeine Psychologie der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU), steht den Medien gern für Anfragen zur Verfügung:

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JLU-Experte des Monats März

 

Chemiker Prof. Dr. Bernd Smarsly über Kohlenstoffe als „Schwarzes Gold“:


Prof. Dr. Bernd Smarsly - Foto: Franz E. Möller„Rußartige, poröse Kohlenstoffe wie Steinkohle oder Aktivkohlen werden häufig mit ‚Dreck‘ assoziiert, auch weil sie keine chemisch reinen Verbindungen sind. Ich dagegen bezeichne sie gern als ‚Schwarzes Gold‘, denn solche Kohlenstoff-Materialien sind sehr vielseitig anwendbar: beispielsweise bei der Reinigung von Gasen oder Wasser, als Trägermaterial für Katalysatoren und insbesondere als Elektrodenmaterial in Lithium-Akkus, die etwa in Handys oder Tablets Verwendung finden. Wir haben eine Auswertungsmethode mithilfe von Röntgenstreuung entwickelt, um die molekulare Struktur solcher Kohlenstoffe aufzuklären, und arbeiten daran, diese Kohlenstoffe für Batterie-Anwendungen zu optimieren.“


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JLU-Experte des Monats Februar

 

Mathematiker Prof. Dr. Ralf Köhl über Symmetrien in Kunst, Natur und Wissenschaft:


Prof. Dr. Ralf Köhl - Foto: JLU-Pressestelle / Sara Strüßmann„Symmetrien spielen in der Mathematik, der Kunst und der Natur eine zentrale Rolle. Um eine ebene Fläche auszupflastern, eignen sich gleichseitige Dreiecke, Quadrate und regelmäßige Sechsecke (wie bei Bienenwaben), aber keine weiteren regelmäßigen Vielecke. Lässt man jedoch andere Formen und Dimensionen zu, existiert eine Fülle solcher Parkettierungen, wie man sie etwa aus Bildern von M.C. Escher kennt. In der Mathematik und der Physik sind darüber hinaus sogenannte kontinuierliche Symmetrien besonders wichtig. Selbst diese komplizierten mathematischen Objekte können vom Standpunkt der oben beschriebenen diskreten Symmetrien aus untersucht werden.“

 

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JLU-Expertin des Monats Januar

 

Kunsthistorikerin Prof. Dr. Claudia Hattendorff über Napoleon und das Verhältnis von Politik und Kunst:

 

„NapoleProf. Dr. Claudia Hattendorff - Foto: Oliver Heimannon Bonaparte wurde von Zeitgenossen und Nachwelt in unzähligen Varianten bildlich dargestellt: in Ölgemälden, Skulpturen, populären Druckgraphiken und kritischen Karikaturen. Die Darstellungen konstruierten die Erinnerung an Napoleon und trugen zu einem politischen und nationalen Bewusstsein bei, das sich an der historischen Gestalt orientierte. Eine Beschäftigung mit der Bildproduktion zu Napoleon lässt weitreichende Schlussfolgerungen zum Verhältnis von Politik, Bildern allgemein und Kunst im Speziellen am Beginn der Moderne zu: Wir greifen hier die Anfänge, dass die Politik statt auf hohe Kunst zunehmend auf populäre Bildmedien setzte.“

 

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2014:

JLU-Expertin des Monats Dezember

 

Politikwissenschaftlerin Dr. Jutta Träger über Qualifizierungsmaßnahmen für Arbeitslose:


Dr. Jutta Träger - Foto: privat

Ob Qualifizierungsmaßnahmen, die Arbeitslosen den Einstieg in den Beruf erleichtern sollen, tatsächlich wirksam sind, war lange unklar. Am Beispiel der JobAkademie des JobCenters Gießen (Bundesagentur für Arbeit) konnten wir jetzt belegen: Die Maßnahme führt vor allem bei jungen und gering qualifizierten Personen zu Verhaltensänderungen, die eine Arbeitsaufnahme fördern. Am Grundproblem der strukturellen Massenarbeitslosigkeit ändert das allerdings wenig. Besorgniserregend ist, dass so genannte ‚Personen mit Vermittlungshemmnissen‘ selbst in Zeiten des konjunkturellen Aufschwungs kaum Aussicht auf Rückkehr in den Arbeitsmarkt haben."

 

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JLU-Experte des Monats November

 

Germanist Hon.-Prof. Dr. Sascha Feuchert über die Entmystifizierung von „Mein Kampf“:


Hon.-Prof. Dr. Sascha Feuchert - Foto: Franz E. Möller

„Es gibt keinen Zweifel, dass Adolf Hitlers Buch ‚Mein Kampf‘ einer der abscheulichsten Texte ist, die jemals in deutscher Sprache erschienen sind. Trotzdem ist die vom Institut für Zeitgeschichte geplante wissenschaftlich kommentierte deutsche Ausgabe überfällig. Wer das ‚Dritte Reich‘ wirklich verstehen will, muss seine Ursprünge untersuchen; Tabus sind da fehl am Platz. Wir sollten ‚Mein Kampf‘ endlich entmystifizieren, denn der Text selbst hat keinerlei Macht, seine Leser mit der Nazi-Ideologie anzustecken – genauso wenig wie Hitlers seit Jahren frei verfügbare Reden. Die Angst, mit der die Deutschen Hitlers Buch immer noch betrachten, ist irrational.“

 

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JLU-Experte des Monats Oktober

 

Umweltwissenschaftler Prof. Dr. Lutz Breuer über den Wasserverbrauch von Lebensmitteln:

 

Prof. Dr. Lutz Breuer - Foto: Karin Nellinger „Weltweit werden in der Landwirtschaft riesige Mengen an Wasser zur Produktion von Lebensmitteln eingesetzt – insgesamt 80 Prozent des globalen Bedarfs. Mit Hilfe des ‚Wasserfußabdrucks‘ erfassen wir, welche Ressourcen wo genutzt werden, und berechnen den Wasserverbrauch einzelner landwirtschaftlicher Produkte. Immer wieder zeigt sich: Fleisch ist das durstigste Lebensmittel. Zur Herstellung eines einzigen Hamburgers werden rund 2.500 Liter Wasser benötigt. Zum Vergleich: Ein Apfel benötigt 70 Liter, ein Glas Milch 200 Liter.“

 

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www.landschafftressourcen.de

JLU-Experte des Monats September


Bildungssoziologe Prof. Dr. Thomas Brüsemeister zu überraschenden Effekten von Schulinspektionen:


Prof. Dr. Thomas Brüsemeister - Foto: privatAlle Schulen werden regelmäßig von Schulinspekteuren inspiziert – mittlerweile auch in Deutschland ein Standarderlebnis. Jetzt zeigen neue Methoden der Educational Governance-Forschung: Wenn Inspekteure kommen, klären Schulleitung, Lehrkräfte, Schulträger und Schulaufsicht ihre eigenen Rollen und Aufgaben für sich, teilweise aber auch in Relation zueinander, all dies in einem überraschenden Ausmaß. Darin können vielfältige Funktionen für die Schulentwicklung stecken – vielleicht mehr und andere, als die Politik je beabsichtigte

 

 

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JLU-Expertin des Monats August


Slavistin Prof. Dr. Monika Wingender über Sprachenpolitik als Konfliktherd im östlichen Europa:

 

Prof. Dr. Monika Wingender - Foto: privat„Das östliche Europa mit seinen multilingualen Staaten wird immer wieder von Konflikten erschüttert; jüngstes Beispiel ist die Ukraine-Krise. Nach dem Zerfall der Sowjetunion 1991 wurde das ehemals dominante Russische in den neuen Nachfolgestaaten zu einer Minderheitensprache. Instrumente zum Schutz der Minderheitensprachen wie die Sprachencharta des Europarates sind im Westen ein sinnvolles Instrument, schaffen aber im östlichen Europa nicht selten eine verkehrte Welt: So benötigen meist die neuen Staatssprachen Schutz und Ausbau, nicht aber die vermeintliche Minderheitensprache Russisch, die zugleich zu den Weltsprachen gehört.“

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Unsere Expertin , Geschäftsführende Direktorin des Gießener Zentrums Östliches Europa (GiZo), steht den Medien gern für Anfragen zur Verfügung:

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JLU-Experte des Monats Juli

 

Unfallchirurg und Orthopäde Prof. Dr. Christian Heiß über die Knochenersatzmaterialien der Zukunft:

 

Prof. Dr. Christian Heiß - Foto: Foto Scharfscheer„Als wolle man ein Metallstück in lockerem Tuffstein verankern: So ähnlich fühlen sich Unfallchirurgen und Orthopäden immer häufiger bei der Operation instabiler, poröser Knochen älterer Patienten. Um neue und bessere Knochenersatzmaterialien für eine immer ältere Gesellschaft zu entwickeln, haben sich im soeben verlängerten Sonderforschungsbereich/Transregio 79 Mediziner und Materialwissenschaftler der Universitäten Gießen, Heidelberg und Dresden zusammengetan. Die neuen Materialien sollen das poröse Knochengewebe älterer oder chronisch kranker Patienten stabilisieren und die Regeneration des Knochens besser fördern.“

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Unser Experte , Sprecher und Vorstandsmitglied des SFB/TRR 79 (Werkstoffe für die Hartgeweberegeneration) der Justus-Liebig-Universität Gießen und Stv. Klinikdirektor / Ltd. Oberarzt der Klinik und Poliklinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie des Universitätsklinikums Gießen und Marburg, steht den Medien gern für Anfragen zur Verfügung:

Telefon: 0641 985-44668 (Transregio-Büro)
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JLU-Experte des Monats Juni

 

Theaterwissenschaftler Prof. Dr. Gerald Siegmund über das Theater als Erinnerungsort:

 

Prof. Dr. Gerald Siegmund - Foto: Bettina Stöß„Zeitgenössische Bühnenproduktionen geben dem Theater eine Gedächtnisfunktion. Während im dramatischen Theater die Illusion von Kontinuität verhindern soll, dass der Zuschauer in eigene Träumereien und Phantasien abschweift, kann mittlerweile – wie etwa bei den Produktionen von Rimini Protokoll – von Kontinuität und Abgeschlossenheit keine Rede mehr sein. Indem sich verschiedene Zeiten und Orte vermischen und beim Zuschauer die eigenen Gedanken und Erfahrungen hinzukommen, wird das Theater – ähnlich wie ein Museum – zu einem Ort der lebendigen Erinnerung.“


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Unser Experte , Institut für Angewandte Theaterwissenschaft der Justus-Liebig-Universität Gießen, steht den Medien gern für Anfragen zur Verfügung:

Telefon: 0641 99-31220
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JLU-Experte des Monats Mai

 

Agrarwissenschaftler Prof. Dr. Rod Snowdon über die ungewisse Zukunft von Kulturpflanzen:

 

Prof. Dr. Rod Snowdon - Foto: K. Taylor

„Kultivierte Pflanzen liefern Nahrung und Kleidung, Energie und Schutz. Ihre stetige Verbesserung durch Züchtung ermöglicht Qualitäts- und Ertragssteigerungen, die eine ausreichende und gesunde Ernährung der Weltbevölkerung sicherstellen können. Uns beschäftigt derzeit die Frage, wie das auch auf schrumpfenden Agrarflächen, mit reduziertem Chemikalieneinsatz und bei allen Unsicherheiten des Klimawandels noch gelingt.”

 

 

 

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Telefon: 0641 99-37420
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JLU-Experte des Monats April

 

Agrarwissenschaftler Prof. Dr. Rainer Kühl über Kaufentscheidungen von Verbrauchern:

 

Prof. Kühl„Verbraucher sind die größte ökonomisch relevante Gruppe unserer Volkswirtschaft. Sollen sie eigenverantwortlich und ohne Bevormundung am Marktgeschehen teilnehmen, müssen Verbraucher sich ausreichend informieren. Entscheidend dafür sind glaubwürdige und angemessene Informationen. Aus ökonomischer Sicht bieten sich Werbung, Garantieerklärungen oder Qualitätssiegel dafür an. Produzenten guter Qualität hätten ohne solche Indikatoren das Nachsehen. Verbraucher geben nur dann viel Geld aus, wenn verlässliche Indikatoren auf eine hohe Qualität hindeuten."

 

 

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Unser Experte Prof. Dr. Rainer Kühl, Institut für Betriebslehre der Agrar- und Ernährungswirtschaft, steht den Medien gern für Anfragen zur Verfügung:

Telefon: 0641 99-37270
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JLU-Experte des Monats März

 

Geograph Prof. Dr. Christian Diller über Gründe der Wohnungsnot in deutschen Städten:


Prof. Christian Diller - Foto: Elena Wiezorek„Demographische Entwicklungen, der spürbare Rückzug des Staates aus dem sozialen Wohnungsbau, günstige Immobilienanlagemöglichkeiten und nicht zuletzt eine Wiederbelebung der Innenstädte durch die Politik haben dazu geführt, dass bezahlbare Wohnungen in Großstädten und Universitätsstädten so knapp sind wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Direkte Folge ist eine stärkere räumliche Trennung unterschiedlicher sozialer Schichten je nach Stadtviertel, aber auch eine Polarisierung der öffentlichen Diskussion – bis hin zu völlig überzogenen ‚Gentrifizierungs‘-Hysterien.“

 

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Unser Experte Prof. Dr. Christian Diller, Institut für Geographie, steht den Medien gern für Anfragen zur Verfügung:

Telefon: 0641 99-36240

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JLU-Experte des Monats Februar

 

Physiker Prof. Dr. Kai-Thomas Brinkmann über Antimaterie-Forschung in Hessen:


Prof. Dr. Kai-Thomas Brinkmann

„Auch mehr als 80 Jahre nach ihrer Entdeckung hat die Forschung an und mit Antimaterie nichts von ihrer Faszination eingebüßt. Die weitgehend erfolglose Suche nach Antimaterie im Weltall fordert unser Verständnis der Entwicklung des Universums heraus. Beschleuniger-gestützte Experimente in der subatomaren Physik studieren diese Materie-Antimaterie-Symmetrie oder benutzen Antiteilchen als Sonde für die Untersuchung neuer elementarer Zustände von Materie. Solche Experimente mit Antiprotonen bilden eine der Säulen der zukünftigen Forschung an der Facility for Antiproton and Ion Research, FAIR, in Darmstadt, von der wir uns völlig neue Erkenntnisse versprechen.“

 

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Unser Experte Prof. Dr. Kai-Thomas Brinkmann, II. Physikalisches Institut, steht den Medien gern für Anfragen zur Verfügung:

Telefon: 0641 99-33260

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JLU-Experte des Monats Januar

 

Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Ludwig Stecher über Lernen außerhalb der Schule:


Prof. Dr. Ludwig Stecher

„Kinder und Jugendliche lernen zunehmend auch außerhalb des Schulunterrichts. Dieser Bildungsbereich („Extended Education“) umfasst unterschiedlichste Angebote wie Musikschulen, Sportvereine oder auch VHS-Kurse. Unsere Forschungen beschäftigen sich mit der pädagogischen Qualität dieser Angebote und den mit ihnen verbundenen Lernerfolgen. Wir konnten zeigen, dass qualitativ hochwertige außerschulische Anregungen zu einer positiven Entwicklung sowohl der sozialen Kompetenzen als auch der Schulleistungen beitragen können.“

 

 

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Unser Experte Prof. Dr. Ludwig Stecher, Professur für Empirische Bildungsforschung, steht den Medien gern für Anfragen zur Verfügung:

Telefon: 0641 99-24070

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2013:

JLU-Expertin des Monats Dezember

 

Wirtschaftswissenschaftlerin Prof. Dr. Barbara Weißenberger über neue Wege zur Mitarbeitermotivation:

 

Prof. Dr. Barbara Weißenberger

„Viele Unternehmen setzen immer noch vor allem auf ‚harte‘ Ziel- oder Prozessvorgaben, um ihre Mitarbeiter zu motivieren. Unsere Forschung zeigt aber: Nährboden für Höchstleistungen sind vor allem die ‚weichen‘ Steuerungsinstrumente wie personenbezogene und kulturelle Maßnahmen. Unternehmen müssten also mehr als bisher ein kulturelles Umfeld schaffen, das vor allem auf den inneren Antrieb jedes Einzelnen setzt. Teambasierte Entlohnungskonzepte statt individueller Boni sind dabei genauso bedeutsame Hebel wie das aktive Vorleben eines gemeinsamen Leitbilds.“

 

 

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Unsere Expertin Prof. Dr. Barbara Weißenberger, Professur für BWL IV – Controlling und integrierte Rechnungslegung, steht den Medien gern für Anfragen zur Verfügung:

Telefon: 0641 99-22261

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JLU-Experte des Monats November

 

Rechtsmediziner Prof. Dr. Reinhard Dettmeyer über forensische Arbeit mit lebenden Menschen:

 

Prof. Dr. Reinhard Dettmeyer

„Jeder Krimizuschauer glaubt zu wissen: Rechtsmediziner schneiden von morgens bis abends Leichen auf. Tatsächlich beschäftigen wir uns ebenfalls sehr häufig mit lebenden Menschen, die vermeintlich oder tatsächlich Opfer von Gewalt wurden. Wir beurteilen Verletzungen bei häuslicher Gewalt oder bei Kindesmisshandlung, und wir können erkennen, ob sich jemand selbst verletzt hat, um eine Straftat vorzutäuschen. Wichtig für unsere Arbeit ist nicht nur die Art der Verletzungen, sondern auch die Verletzungsintensität bis hin zur Lebensbedrohlichkeit: So kann ein einfaches Würgen als Körperverletzung gewertet werden, ein intensives Würgen aber als versuchter Totschlag oder gar versuchter Mord.“

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Unser Experte Prof. Dr. Dr. Reinhard Dettmeyer, Direktor des Instituts für Rechtsmedizin, steht den Medien gern für Anfragen zur Verfügung:

Telefon: 0641 99-41410
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JLU-Experte des Monats Oktober

 

Botaniker Prof. Dr. Volker Wissemann über verborgene Schätze der Universitäten:

Prof. Dr. Volker Wissemann

„Von getrockneten Kräutern über wertvolle Münzen und antike Tonkrüge bis hin zu mathematischen Modellen: Universitäre Sammlungen – dazu gehört in Gießen auch der Botanische Garten – bergen ganz besondere Schätze. Und sie sind unschlagbar, wenn wir unseren Studierenden Wissen vermitteln wollen. Pflanzen selbständig großziehen, antike Scherben betasten, mittelalterliche Dokumente mit eigenen Augen sehen – das ist Lernen und Forschen mit allen Sinnen. An der Universität Gießen sind wir gerade dabei, die bestehenden Sammlungen noch besser zur Geltung zu bringen.“

 

 

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Unser Experte Prof. Dr. Volker Wissemann, Wissenschaftlicher Leiter des Botanischen Gartens Gießen, steht den Medien gern für Anfragen zur Verfügung:

Telefon: 0641 99-35170

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JLU-Experte des Monats September

 

Historiker Prof. Dr. Horst Carl über Gewaltgemeinschaften:


Prof. Dr. Horst Carl

„Befriedete Gesellschaften sind historisch gesehen eine Ausnahme. Kultur- und epochenübergreifend lässt sich immer wieder feststellen, dass Gewalt gerade von Gruppen (häufig junger Männer) ausgeübt wird. Weshalb dies so ist, welchen Regeln und Zwecken kollektive Gewaltausübung folgt, welche Funktion Emotionen und extreme Gewaltausübung spielen, untersucht historische Gewaltforschung – und bringt in Gießen Söldner, Räuberbanden, adelige Fehdegemeinschaften oder politische Kampfverbände unter der gemeinsamen Fragestellung zusammen, wie solche Gewaltgemeinschaften sich bilden, wie sie funktionieren und wie sie dann auch wieder zerfallen.“

 

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Unser Experte Prof. Dr. Horst Carl, Professur für Geschichte der Frühen Neuzeit, steht den Medien gern für Anfragen zur Verfügung:

Telefon: 0641 99-28190

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JLU-Experte des Monats August

 

Verwaltungsrechtler Prof. Dr. Franz Reimer über den „Wassercent“:


Prof. Dr. Franz Reimer

„In den meisten Bundesländern muss die Wasserentnahme aus öffentlichen Gewässern (etwa durch Wasserversorger, Kraftwerksbetreiber oder auch Landwirte) mit dem so genannten ‚Wassercent‘ bezahlt werden. Hessen verzichtet derzeit darauf – aus guten Gründen. Zwar behaupten Befürworter, mit diesem Entgelt werde ein sorgsamerer Umgang mit der Ressource Wasser gefördert. Dies ist jedoch eine oberflächliche Sicht der Dinge, denn der ‚Wassercent‘ bleibt nicht ohne Nebenwirkungen: Das Umweltgut Wasser wird zu einem finanzpolitischen Instrument und läuft Gefahr, kommerzialisiert zu werden."

 

 

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Unser Experte Prof. Dr. Franz Reimer, Professur für Öffentliches Recht und Rechtstheorie, steht den Medien gern für Anfragen zur Verfügung: :

Telefon: 0641 99-21181

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JLU-Expertin des Monats Juli

 

Prof. Dr. Katja Fiehler, Professorin für Psychologie, zu Echo-Ortung bei Blinden:

 

Prof. Dr. Katja Fiehler

„Zu ihrer Orientierung nutzen einige blinde Menschen die Technik der Echo-Ortung – ähnlich wie Fledermäuse. Mithilfe von Klicklauten erzeugen sie Schallwellen, die von Objekten reflektiert werden und Information über die Umgebung liefern. Wir haben mit Experimenten im Kernspintomographen herausgefunden, dass diese Klickgeräusche im Gehirn von Blinden nicht nur Aktivitäten in der Hörrinde, sondern auch in der Sehrinde erzeugen. Diese Hirnregion ist bei sehenden Menschen an der Verarbeitung visueller Informationen beteiligt. Offenbar versetzt die Echo-Ortung Blinde in die Lage, sich ein ‚Bild‘ ihrer Umgebung zu machen."

 

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Unsere Expertin Prof. Dr. Katja Fiehler vom Team „Wahrnehmung und Handlung“ der Abteilung Allgemeine Psychologie der Justus-Liebig-Universität Gießen, steht den Medien gern für Anfragen zur Verfügung:

Telefon: 0641 99-26144

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JLU-Experte des Monats Juni

 

Finanzwissenschaftler Prof. Dr. Wolfgang Scherf über Steuergerechtigkeit:

 

Prof. Dr. Wolfgang Scherf

„Steuererhöhungen sind scheinbar erforderlich, um die Lasten der Finanz- und Wirtschaftskrise gerecht zu verteilen. Wer dabei vor allem an den Spitzensteuersatz denkt, hat das Problem freilich nicht verstanden. Eklatante Ungerechtigkeiten resultieren aus der ungleichen Besteuerung der Einkommen. Zinsen und Dividenden werden geringer belastet als Mieten und Arbeitseinkommen. Tarifanpassungen lösen das Problem nicht, sondern verschärfen die Gerechtigkeitslücke zwischen den Einkommensarten.“

 

Neugierig geworden?

Unser Experte Prof. Dr. Wolfgang Scherf, Professur für Öffentliche Finanzen, steht den Medien gern für Anfragen zur Verfügung:

Telefon:

0641 99-22080

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JLU-Experte des Monats Mai

 

Prof. Dr. Norbert Neuß, Erziehungswissenschaftler, über frühkindliche Bildung:

 

Prof. Dr. Norbert Neuß

„Die Qualität frühkindlicher Bildung ist der erste wichtige Baustein einer Bildungsbiographie. Von ihr hängen die späteren Chancen für Bildung und Wohlstand ab; sie ist damit eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und Herausforderung. Jeder Euro, der jetzt in das öffentliche frühpädagogische Bildungswesen investiert wird, vermindert spätere Folgekosten und erhöht die Chancen der Kinder.“

 

 

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Unser Experte Prof. Dr. Norbert Neuß, Professur für Pädagogik der Kindheit, steht den Medien gern für Anfragen zur Verfügung:

Telefon: 0641 99-24120
Homepage der Professur
www.dr-neuss.de

JLU-Experte des Monats April


Prof. Dr. Eike-Christian Hornig, Politikwissenschaftler, über neue Wege in der Demokratie:


Prof. Dr. Eike-Christian Hornig

„Zwischen Bürgerprotest, Parteiengezänk und Eurokrise: Die repräsentative Demokratie steht vor großen Herausforderungen. Die Politikwissenschaft sucht nach Lösungen, um die Wähler stärker an Entscheidungen zu beteiligen und Institutionen zu reformieren. So könnten verpflichtende Referenden den Reformstau und Politikblockaden auf Bundesebene beheben.“

 

 

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Unser Experte Prof. Dr. Eike-Christian Hornig, Institut für Politikwissenschaft der JLU, steht den Medien gern für Anfragen zur Verfügung:

Telefon: 0641 99-23079
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JLU-Expertin des Monats März


Prof. Dr. Susanne Göpferich, Anglistin und Direktorin des Zentrums für fremdsprachliche und berufsfeldorientierte Kompetenzen (ZfbK), über neue Wege zum besseren Schreiben:

 

Prof. Dr. Susanne Göpferich

„Sachverhalte präzise, knapp und verständlich beschreiben zu können ist eine Kernkompetenz in Studium und Beruf. Wir haben erkannt, dass Übersetzungsübungen diese Fähigkeiten nicht nur in der Fremdsprache, sondern auch in der Muttersprache fördern. Das nutzen wir für die Entwicklung effektiver Kursangebote zum Schreiben im Studium.“

 

 

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Unsere Expertin Prof. Dr. Susanne Göpferich, Leiterin der Forschungsgruppe PORTT (Process-Oriented Research into Translation & Text Composition), steht den Medien gern für Anfragen zur Verfügung:

Telefon: 0641 98442-120
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JLU-Experte des Monats Februar

 

Prof. Dr. Michael Düren, Professor für Physik, zu einer möglichen Lösung des globalen Energieproblems:

 

Prof. Dr. Michael Düren


"Nach der globalen Vernetzung von Informationsquellen durch das INTERNET ist der nächste Schritt die Vernetzung der weltweiten Energiequellen durch ein Gleichstromnetz a la DESERTEC. Die Energie der Winde auf dem Meer und der Sonne in den Wüsten wird so die lokale Stromerzeugung nachhaltig ergänzen."

 

 

 

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Unsere Experte Prof. Dr. Michael Düren, II. Physikalisches Institut der Justus-Liebig-Universität Gießen, steht den Medien gern für Anfragen zur Verfügung:

Telefon: 0641 99-33220

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JLU-Expertin des Monats Januar


Prof. Dr. Prof. Dr. Cora Dietl, Professorin für Germanistik, zum Märtyrertum im Theater des 16. Jahrhunderts

Prof. Dr. Cora Dietl

„Dass der friedliche Widerstand eines Märtyrers, welcher für seine religiöse Überzeugung geduldig den Tod erträgt, in audiovisuellen Medien besonders effektiv als ‚Erfolgsmodell‘ propagiert werden kann, war bereits im 16. Jahrhundert ein bekanntes und diskutiertes Phänomen. In dieser Zeit finden wir besonders viele Märtyrerdramen in lutherisch geprägten Regionen, während sie in katholischen Gegenden eher zurückhaltend gehandhabt wurden und in reformierten Regionen fast gar nicht existierten.“

 

 

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Unsere Expertin Prof. Dr. Cora Dietl, Institut für Germanistik der Justus-Liebig-Universität Gießen

steht den Medien gern für Anfragen zur Verfügung:

Telefon: 0641 99- 29080

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2012:

 

JLU-Experte des Monats Dezember


Prof. Dr. Markus Fuchs, Professor für Physische Geographie, zu langfristigen Klimaveränderungen:

 

Prof. Markus Fuchs

„Um den aktuellen Klima- und Umweltwandel einschätzen zu können, müssen wir wissen, wie die Klimabedingungen vor langer Zeit aussahen. Unser Ziel ist es, mit Hilfe von beispielsweise Eisbohrkernen oder auch Sedimentablagerungen bis weit in die klimatische Vergangenheit zu schauen. So können wir unter anderem die Umweltbedingungen der in der Altsteinzeit lebenden Menschen rekonstruieren.“

 

 

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Unser Experte, Prof. Dr. Markus Fuchs, Institut für Geographie der Justus-Liebig-Universität Gießen,

steht den Medien gern für Anfragen zur Verfügung:

Telefon: 0641 99- 36205

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JLU-Experte des Monats November


Prof. Dr. Martin Kersting, Professor für Psychologische Diagnostik, zu Personalauswahlverfahren:

 

Prof. Dr. Martin Kersting

„Fast alle Arbeitgeber suchen den gleichen Bewerbertypus, den ominösen ‚high potential‘: jung, dynamisch, auslandserfahren, mit einschlägigem Abschluss und versiert im Selbstmarketing. Für das Auswahlprinzip ‚Schmidt sucht Schmidtchen‘ sind unstrukturierte Vorstellungsgespräche ausreichend. In Zeiten des Personalmangels ist es aber fatal, Talente links liegen zu lassen. Auch ältere Menschen oder solche mit einem anderem kulturellen Hintergrund haben Potenziale; um diese zu entdecken, bedarf es verbesserter Auswahlverfahren.“

 

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Unser Experte Prof. Dr. Martin Kersting, Abteilung für Psychologische Diagnostik der Justus-Liebig-Universität Gießen, steht den Medien gern für Anfragen zur Verfügung:

Telefon: 0641 99- 26280
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JLU-Experte des Monats Oktober

 

Prof. Dr. Eckart Voland, Professor für Biophilosophie, zur Evolution der Religion:

 

Prof. Eckart Voland„Der evolutionäre Blick auf Religion generiert neue Aspekte und auch neue Fronten im ewigen Streit zwischen Wissen und Glauben, Religion und Aufklärung. Atheisten müssen vielleicht ein bisschen mehr als bisher akzeptieren lernen, dass Glauben aufgrund evolutionärer Prädispositionen 'funktionieren' kann, und Religionsverwalter müssen mit der möglicherweise kränkenden Einsicht fertig werden, dass Religion ein durch und durch irdisches Phänomen mit profanen Nutzenfunktionen ist.“

 

 

 

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Unser Experte Prof. Dr. Eckart Voland,Professur für Biophilosophie am Zentrum für Philosophie und Grundlagen der Wissenschaft der JLU, steht den Medien gern für Anfragen zur Verfügung


Telefon: 0641 99-15500

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JLU-Experte des Monats September

 

Chemiker Prof. Dr. Peter Schreiner zu den Möglichkeiten des Beamens:

 

Prof. Dr. Peter Schreiner"Mit dem Tunneleffekt bei chemischen Reaktionen konnte kürzlich erstmals nachgewiesen werden, dass das Beamen von Materie vielleicht nicht gänzlich undenkbar ist. Ganz gegen jede Erwartung ist bei einer chemischen Reaktion ein Teilchen anstelle "über" den Berg einfach "durch" den Berg gewandert – und hat damit ein eigentlich unüberwindliches Hindernis überwunden. Einer der seltenen ‚Heureka‘-Momente der Wissenschaft."

 

 

 

 

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Unser Experte Prof. Dr. Peter Schreiner, Institut für Organische Chemie, steht den Medien gern für Anfragen zur Verfügung

Telefon: 0641 99-34300

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JLU-Experte des Monats August

 

Veterinärmediziner Prof. Dr. Dr. h.c. Martin Kramer zur Diagnostik von Schädelverletzungen bei Katzen und Hunden:

 

Prof. Dr. Dr. h.c. Martin Kramer

"In unseren Untersuchungen konnten wir feststellen, dass bei Schädelverletzungen von Hunden und Katzen die Computertomographie das Mittel der Wahl ist. So können Frakturen bei konventionellen Röntgenbildern oft nicht diagnostiziert werden, während sie mit computertomographischen Mitteln eindeutig darstellbar sind."

 

 

 

 

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Unser Experte Prof. Dr. Dr. h.c. Martin Kramer, Klinik für Kleintiere (Chirurgie) des Fachbereichs Veterinärmedizin, steht den Medien gern für Anfragen zur Verfügung:

Telefon: 0641 99-38500

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JLU-Experte des Monats Juli

 

Prof. Dr. Volker Roelcke, Institut für Geschichte der Medizin, zur Rolle der Ärzte im Nationalsozialismus:

 

 

Prof. Dr. Volker Roelcke - Foto: JLU-Pressestelle / Sara Strüßmann"Die Initiative für die gravierendsten medizinischen Menschenrechtsverletzungen während der Zeit des Nationalsozialismus - Menschenversuche, die Tötung von psychisch Kranken und Behinderten, Zwangssterilisationen - ging, soweit wir das heute wissen, nicht von politischen Instanzen, sondern von den Medizinern selbst aus. Diese Verbrechen waren auch nicht die Taten einzelner isolierter Ärzte, sondern sie geschahen unter Mitbeteiligung führender Repräsentanten der

 

verfassten Ärzteschaft sowie von renommierten medizinischen Forschungseinrichtungen."


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Unser Experte Prof. Dr. Volker Roelcke vom Institut für Geschichte der Medizin steht den Medien gern für Anfragen zur Verfügung:

Telefon: 0641 99-47700
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JLU-Expertin des Monats Juni


Musikwissenschaftlerin Prof. Dr. Claudia Bullerjahn zur Wirkung von Musik in Computerspielen:

 

Prof. Dr. Claudia Bullerjahn

„Das aktuelle Musikleben findet zunehmend im Computerspiel statt: Computerspielmusik bildet zusammen mit Filmmusik nicht nur die aktuelle ‚klassische Musik‘, sondern Computerspiele sind auch das neue ‚MTV‘ zur Präsentation aktueller populärer Songs.“

 

 

Neugierig geworden?

Unsere Expertin Prof. Dr. Claudia Bullerjahn vom Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik steht den Medien gern für Anfragen zur Verfügung:

Telefon: 0641 99-25101
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JLU-Experte des Monats Mai


Ökologe Prof. Dr. Christoph Müller, Ph.D., zum Thema Klimawandel:

 

Prof. Dr. Christoph Müller

„Das bis Ende April sehr kalte Frühjahr hat bei vielen möglicherweise die Hoffnung geweckt, dass der Klimawandel doch nicht im befürchteten Ausmaß stattfindet. Tatsächlich wird es ungewöhnliche Kälteperioden im Frühjahr und Sommer auch in 100 Jahren noch geben. Trotzdem lassen Langzeitbeobachtungen nur einen Schluss zu: Das Klima wird sich ohne Gegenmaßnahmen – wie etwa die Speicherung von Kohlendioxid im Boden – immer weiter erwärmen, ungeachtet kurzfristiger Wetterphänomene.“

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Unser Experte Prof. Dr. Christoph Müller vom Institut für Pflanzenökologie und der Klimafolgenforschungsstation in Linden steht den Medien gern für Anfragen zur Verfügung:

Telefon: 0641 99-35300
Homepage des Instituts
Homepage der Umweltbeobachtungs- und Klimafolgenforschungsstation Linden

 

Seit Mai 2012 stellen wir Ihnen jeweils zum Monatsbeginn einen Wissenschaftler oder eine Wissenschaftlerin der JLU kurz vor – mit einer zentralen Aussage aus dem jeweiligen Forschungsgebiet. Sollten wir damit Ihre Neugier geweckt haben, steht Ihnen unser Experte bzw. unsere Expertin gern für weitere Fragen zur Verfügung.