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Wenn man Bilder doppelt sieht

Seniorenvorlesung des Fachbereichs Medizin erläutert die vielfältigen Ursachen des Doppeltsehens und dessen Behandlung – Ab sofort online abrufbar

Nr. 106 • 3. September 2021

Doppeltsehen ist das Thema der Seniorenvorlesung des Fachbereichs Medizin der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) im September. Dieses Symptom, bei dem der Laie vielleicht zunächst an zu viel Alkoholgenuss denkt, kann Ausdruck vielfältiger Erkrankungen sein, und das in praktisch jedem Lebensalter. Wie Doppeltsehen sich für den Betroffenen anfühlt, demonstriert der Referent Prof. Dr. Michael Gräf sehr anschaulich mit Hilfe eines Bildes, auf dem die Gießener Augenklinik im Baugerüst zu sehen ist: Abhängig von der Art der Seheinschränkung sind Klinik und Gerüst zur einen oder anderen Seite völlig verzerrt.

Prof. Michael Gräf studierte Humanmedizin in Würzburg, war danach als Truppenarzt und anschließend für ein Jahr in der Inneren Medizin tätig. Seit 1986 arbeitet er an der Gießener Augenklinik, wo er sich 1997 habilitierte und seit 2004 den Professorentitel trägt. Einen Ruf nach Hamburg im Jahr 2005 lehnte er ab, um seine klinische Tätigkeit und seine Forschung in Gießen fortsetzen zu können – daraus sind über 150 Publikationen entstanden. Aktuell ist Gräf leitender Oberarzt für Schielbehandlung und Neuroophthalmologie in der Gießener Augenklinik.

In seinem Vortrag über das Doppeltsehen geht Gräf ausführlich auf die vielfältigen Ursachen dieser Störung ein: Fast immer liegt ein Schielen zugrunde. Während Kinder, die schielen, nur sehr selten Doppeltsehen angeben, kommt es bei später auftretendem Schielen zu Doppeltsehen. Ursachen im Erwachsenenalter können Traumata, Tumoren, Muskelschwäche oder Autoimmunerkrankungen wie Hashimoto Thyreoiditis sein. Im Alter kann Bindegewebsschwäche zu Doppeltsehen führen. Prädisponierend sind Kurzsichtigkeit und ein höheres Alter, Frauen sind besonders häufig betroffen.

Plötzlich auftretendes Doppeltsehen ist meist durch akute Durchblutungsstörungen verursacht und bedarf – wie ein Schlaganfall – der sofortigen Abklärung und Behandlung. Die diagnostischen Maßnahmen zur Abklärung von Doppeltsehen sind vielfältig und reichen von ausführlicher Anamnese über subjektive und objektive Messungen bis hin zu hochspezialisierten Untersuchungen wie dem MRT.

Die therapeutischen Möglichkeiten beim Doppeltsehen reichen vom Verschließen eines Auges (Okklusion) über die Korrektur von Fehlsichtigkeit und Prismenbehandlungen bis hin zu operativen Eingriffen. Mit anschaulichen OP-Videos schließt Gräf seinen Vortrag ab.

Organisiert werden die Seniorenvorlesungen von Prof. Dr. Bettina Kemkes-Matthes, Fachärztin für Innere Medizin. Der Vortrag zum Doppeltsehen ist – wie die vorhergehenden auch – abrufbar über www.med.uni-giessen/senioren.

  • Termin

Seniorenvorlesung für den Monat September 2021 ab sofort online:
www.med.uni-giessen.de/senioren

Auch die letzten neun Vorträge aus dem Wintersemester 2020/21 und dem Sommersemester 2021 zu den Themen „Vorhofflimmern“, „Neue Tumortherapien“, „Altern“, „Herz und Seele“, „Rückenschmerz“, „Lungenhochdruck“, „Thrombophilie“, „Künstliche Intelligenz“ und „Tuberkulose“ sind auf der Homepage weiterhin verfügbar.

  • Kontakt

 

Presse, Kommunikation und Marketing • Justus-Liebig-Universität Gießen • Telefon: 0641 99-12041

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