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Therapie für Kinder mit Typ-1-Diabetes

Studie: Frühzeitiger Einsatz einer Insulinpumpe verbessert die Behandlungsergebnisse

Nr. 21 • 24. Februar 2021

Wird bei Kindern und Jugendlichen ein Typ-1-Diabetes diagnostiziert, stellt sich die Frage nach der Therapieform: Neben der Insulininjektion mit Spritze oder Pen gibt es auch die Möglichkeit, eine Insulinpumpe einzusetzen. Doch wann sollte man eine solche Pumpe nutzen? Dass es vorteilhaft ist, eine Insulinpumpentherapie möglichst früh zu beginnen, belegt nun eine Multicenter-Studie, an der der Kinder- und Jugendmediziner PD Dr. Clemens Kamrath von der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) als Erstautor beteiligt ist. Die Studie ist in der Fachzeitschrift „The Lancet Child & Adolescent Health“ veröffentlicht worden.

„Bei Kindern und Jugendlichen, die rasch nach der Diagnose ihres Typ-1-Diabetes mit einer Insulinpumpe therapiert werden, kommt es seltener zu lebensbedrohlichen Stoffwechselentgleisungen und weniger Krankhausaufenthalten als bei einem verzögerten Pumpeneinsatz“, erläutert Kamrath. „Auch der Langzeitblutzuckerwert HbA1c ist günstiger bei Kindern, die frühzeitig eine Insulinpumpe erhalten.“ Darüber hinaus wurden bei einer frühzeitigen Insulinpumpentherapie positive Effekte auf Blutdruck- und Cholesterinwerte festgestellt. Der Body-Mass-Index war bei beiden Gruppen annähernd gleich, eine Gewichtszunahme war mit dem frühen Einsatz der Insulinpumpe also nicht verbunden.

Untersucht hatten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Deutschland und Österreich mehr als 8.000 junge Patientinnen und Patienten mit neu diagnostiziertem Typ-1-Diabetes. Dazu analysierten sie Daten des Diabetesregisters DPV, welches von Studienautor Prof. Dr. Reinhard Holl an der Universität Ulm geleitet wird.

Typ-1-Diabetes ist die häufigste Stoffwechselerkrankung im Kindes- und Jugendalter, allein in Deutschland leiden rund 32.000 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren daran. Bei dieser chronischen Stoffwechselerkrankung produzieren die Zellen der Bauchspeicheldrüse kein Insulin mehr. Eine Insulinpumpe ahmt die Arbeitsweise einer Bauchspeicheldrüse nach und gibt über einen kleinen Schlauch und eine Nadel, die am Bauch unter der Haut steckt, in regelmäßigen Zeitabständen automatisiert Insulin in den Körper ab. „So kann die Insulinzufuhr insbesondere bei jungen Kindern besser und komfortabler gesteuert werden als mit mehrfach täglichen Injektionen, die häufig mit einer Hemmschwelle verbunden sind“, so Kamrath.

  • Publikation

Clemens Kamrath, Sascha R. Tittel, Thomas M. Kapellen, Thekla von dem Berge, Bettina Heidtmann, Katrin Nagl et al.: Early versus delayed insulin pump therapy in children with newly diagnosed type 1 diabetes: results from the multicentre, prospective diabetes follow-up DPV registry. Lancet Child Adolesc Health, 2021 Jan;5(1):17-25. DOI: 10.1016/S2352-4642(20)30339-4

  • Weitere Informationen

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33253630/

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