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„Wie die Neue Rechte die deutsche Sprache instrumentalisiert“

20 Jahre Zentrum für Medien und Interaktivität an der Universität Gießen: Online-Lesung und Gespräch mit ZMI-Gründungsmitglied Prof. Dr. Henning Lobin, Direktor des Leibniz-Instituts für Deutsche Sprache in Mannheim, am 9. Juni 2021

Nr. 67 • 2. Juni 2021

Das Zentrum für Medien und Interaktivität (ZMI) freut sich, im Jahr seines 20-jährigen Bestehens eines seiner Gründungsmitglieder an der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) begrüßen zu dürfen: Der renommierte Sprachwissenschaftler Prof. Dr. Henning Lobin, Direktor des Leibniz-Instituts für Deutsche Sprache in Mannheim, stellt am 9. Juni 2021 sein neues Buch „Sprachkampf: Wie die Neue Rechte die deutsche Sprache instrumentalisiert“ vor.

Prof. Dr. Katrin Lehnen, Geschäftsführende Direktorin des ZMI, und Dr. Jutta Hergenhan, wissenschaftliche Geschäftsführerin, werden die Lesung moderieren und mit Prof. Lobin über aktuelle sprachpolitische Kontroversen und ihre Instrumentalisierung in der Politik sprechen. Die Veranstaltung beginnt am Mittwoch, den 9. Juni 2021, um 18 Uhr und findet online (Webex) statt.

Gendersternchen? Deutsch ins Grundgesetz? Deutsch als Arbeitssprache in der EU? Öffentliche Debatten um sprachpolitische Positionen treten immer häufiger und hitziger auf und erfahren große mediale Aufmerksamkeit. In seinem Buch „Sprachkampf: Wie die Neue Rechte die deutsche Sprache instrumentalisiert“, das im März 2021 im Dudenverlag erschienen ist, beleuchtet Henning Lobin aktuelle Auseinandersetzungen um Sprache. Er zeigt auf, wie die Neue Rechte das Thema Sprache politisch einsetzt und nationalidentitär zu besetzen versucht. Lobin arbeitet in dem Buch die historischen Hintergründe heutiger Sprachdebatten auf und analysiert die Vorgehensweise des Vereins Deutsche Sprache, der Diskussionen zu sprachlichen Themen seit vielen Jahren merklich beeinflusst. Neben der Darstellung dieses „neuen Sprachkampfs“ ist es das erklärte Ziel des Autors, für alle diese Themen Vorschläge zu entwickeln, „die weder ins eine noch ins andere Extrem verfallen“.

Prof. Dr. Henning Lobin ist seit 2018 Direktor des Leibniz-Instituts für Deutsche Sprache in Mannheim und Professor für Germanistische Linguistik an der Universität Mannheim. Von 1999 bis 2018 war er Professor an der JLU und neben Prof. Dr. Claus Leggewie Mitbegründer des ZMI im Jahr 2001. Von 2007 bis 2016 war er Geschäftsführender Direktor des ZMI. Zu Lobins Forschungsschwerpunkten gehören Sprachpolitik, Politolinguistik, multimediale und wissenschaftliche Kommunikation, Computer- und Korpuslinguistik und Texttechnologie. Zudem beschäftigt sich der Sprachwissenschaftler auch mit der Digitalisierung von Kulturtechniken der Schrift. Er veröffentlicht seit 2014 regelmäßig sprachpolitische Analysen auf seinem Blog „Die Engelbart-Galaxis“.

ZMI
Das Zentrum für Medien und Interaktivität (ZMI) ist ein interdisziplinäres Forschungszentrum der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU). Seit seiner Gründung im Jahr 2001 setzen sich die beteiligten Forscherinnen und Forscher mit medienbezogenen Fragen der individuellen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, rechtlichen, politischen und künstlerischen Gestaltung und Wirkung von Medien auseinander. Gegenstände der Forschung sind u. a. Digitalisierungsprozesse in Wissenschaft, Bildung, Politik, Wirtschaft und Kultur und ein verändertes Verständnis von Interaktivität und Partizipation.

  • Termin

Online-Lesung am 9. Juni 2021, Beginn: 18 Uhr
Veranstaltungsdaten: Webex-Link
Event-Nummer: 121 897 1283
Event-Passwort: zmi9 (9649 über Telefone)

Ausblick
Zu seinem 20-jährigen Jubiläum plant das ZMI eine digitale Themenwoche vom 1. bis 5. November 2021, in der sich die sechs Sektionen des ZMI vorstellen und das Programm gestalten werden. Geplant ist eine abwechslungsreiche Woche mit Vorträgen, Lesungen, Podiumsdiskussionen, Filmvorführungen.

  • Weitere Informationen

www.uni-giessen.de/fbz/zmi/zmi-news/Ankuendigung%20lesung%20lobin

  • Kontakt

Zentrum für Medien und Interaktivität der JLU Gießen



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