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Medizin und der Holocaust: Prof. Volker Roelcke Mitglied der neuen „Lancet“-Kommission

Gießener Medizinhistoriker einer von drei Vorsitzenden – Kommission erarbeitet Bericht zu den Auswirkungen auf die heutige Medizin und Medizinethik sowie Lehrmaterial und Curricula

Nr. 10 • 27. Januar 2021

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Prof. Dr. Volker Roelcke. Foto: Uli Mayer
Prof. Dr. Volker Roelcke vom Institut für Geschichte der Medizin der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) ist Mitglied neu gegründeten „Lancet Commission on Medicine and the Holocaust: Historical Evidence, Implications for Today, Teaching for Tomorrow“. Dies hat die renommierte medizinische Fachzeitschrift „The Lancet“ am heutigen internationalen Holocaust-Gedenktag bekanntgegeben. Prof. Roelcke ist einer von drei Vorsitzenden der 20-köpfigen Kommission, neben Prof. Sabine Hildebrandt (Harvard Medical School, Boston, USA) und Prof. Shmuel Reis (Hebrew University, Jerusalem, Israel). In seiner Forschung beschäftigt er sich unter anderem mit der Medizin im Nationalsozialismus und ihren Auswirkungen auf die Medizin und die Bioethik nach 1945.

„Die Medizin während der Nazizeit und der Shoah (Holocaust) ist keine Angelegenheit der fernen Vergangenheit. Historische Belege dokumentieren, dass das Denken, die Werte und die Aktivitäten von Angehörigen der Gesundheitsberufe und biomedizinischen Forscherinnen und Forschern in diesem Kontext extreme Manifestationen potenzieller Probleme darstellten, die der Medizin im Allgemeinen innewohnen“, heißt es in „The Lancet“.

Die neue Kommission hat die Aufgabe, innerhalb eines Zeitrahmens von etwa zwei Jahren einen umfassenden Bericht zum Kenntnisstand im Themenfeld „Medizin und der Holocaust“ sowie zu den Implikationen für die Medizin und Medizinethik heute zu erarbeiten. Zudem formuliert sie Empfehlungen für die Verankerung des Themas in Aus- und Weiterbildung von Ärztinnen und Ärzten sowie den Angehörigen weiterer medizinischer Berufsgruppen und entwickelt Lehrformate, darunter Video-Lehrmaterial, sowie Curricula. Die Kommissionsarbeit mündet in einen Abschlussbericht („Report“) der als Sonderheft des Lancet publiziert wird.

„Das Institut für Geschichte der Medizin der Justus-Liebig-Universität Gießen ist mit seiner Expertise im Themenfeld Medizin im Nationalsozialismus sowie deren Implikationen für die Medizinethik nun an äußerst prominenter Stelle in der internationalen medizinischen Fachwelt sichtbar“, so JLU-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee. „Für die kritische Auseinandersetzung mit unserer Vergangenheit gerade in Bezug auf den Holocaust haben wir auch als JLU Gießen eine Verantwortung und ich freue mich sehr darüber, dass Prof. Roelcke hier einen wichtigen Beitrag leistet.“

Mit PD Dr. Michael Knipper ist noch ein weiterer Mitarbeiter des Instituts für Geschichte der Medizin in einer „Lancet“-Kommission tätig: Dr. Knipper ist Mitglied der „Lancet Commission on Migration and Health“, die im Dezember 2018 einen Bericht vorgelegt hat und als „Lancet Migration: Global collaboration to advance migration and health“ verstetigt worden ist.

  • Weitere Informationen

https://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(21)00157-4/fulltext


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