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Musica non grata – Diffamiert, zensiert, benutzt

Die zweiteilige Reihe „Musik+ - Salon-Abende in der Uni-Aula“ widmet sich dem spannungsreichen Verhältnis von Totalitarismus und künstlerischem Schaffen

Nr. 118 • 7. Juni 2019Flyer Musik plus
Musica non grata: Die Veranstaltungsreihe „Musik+“ der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) widmet sich in diesem Jahr der Situation von Kulturschaffenden in totalitären Systemen. Der Präsident der JLU und der Universitätsmusikdirektor Stefan Ottersbach laden herzlich zu den „Salon-Abenden in der Uni-Aula“ am 13. und 27. Juni 2019 ein, die sich mit Künstlerinnen und Künstlern im Visier der Sowjet-Machthaber bzw. der Nationalsozialisten beschäftigen. Die Organisatoren haben den 30. Jahrestag des Mauerfalls zum Anlass genommen, um auf diffamierte, zensierte und benutzte Kunst in totalitären Systemen aufmerksam zu machen.

„Die Auseinandersetzung mit diesem Thema ist angesichts der autoritären und nationalistischen Tendenzen weltweit hochaktuell“, begründet der JLU-Präsident die Entscheidung für das neue Veranstaltungsformat. Stefan Ottersbach ergänzt: „Totalitäre Systeme verbreiten durch Kontrollen und Denunziationen ein Klima der Angst, dem sich Kulturschaffende kaum entziehen können. Das Kulturleben wird so zum Kampfplatz ideologischer Indoktrination.“
 
Totalitäre Herrschaftssysteme – darunter insbesondere der Nationalsozialismus und der Stalinismus bzw. der sowjetische Sozialismus – haben die Kulturgeschichte des 20. Jahrhunderts tiefgreifend mitgeprägt. Die Schatten der Vergangenheit zeigen sich bis heute: So haben die totalitären Ideologien die Rezeptionsgeschichte vieler Musikwerke bis hin zu stilistischen Musikrichtungen beeinflusst.

Der erste Salon-Abend am 13. Juni 2019 beschäftigt sich mit Kulturschaffenden, die im Visier der Sowjet-Machthaber standen. Neben Werken von Nikolaj Roslawez, Dmitri Schostakowitsch, Nikolaj Medtner und Wsewolod Saderazki werden Lyrik und Prosa in einen inhaltlichen Zusammenhang gestellt. Es musiziert die russische Pianistin Anna Zassimova. Sprecher der Tondokumente ist Heiner Schultz.

Unter der Überschrift „Ghetto Terezín/Theresienstadt – Kulturleben im Angesicht des Holocaust“ widmet sich der zweite Salon-Abend am 27. Juni 2019 um 19:30 Uhr dem kulturellen Leben im Sammellager der Nationalsozialisten in der tschechischen Stadt Terezín. Nach einer thematischen Einführung durch Dr. Markus Roth von der Arbeitsstelle Holocaustliteratur der JLU kommen in Zeitzeugen-Videos und schriftlichen Zeugnissen Lagerinsassen zu Wort. Musikalisch stehen Lieder von Viktor Ullmann, Ilse Weber, Gideon Klein und Pavel Haas auf dem Programm. Interpretinnen sind Sybille Plocher (Gesang) und Tatjana Dravenau (Klavier). Sprecher der Tondokumente ist Heiner Schultz.

Der Veranstaltungsort ist die Aula im Hauptgebäude der Justus-Liebig-Universität Gießen (Ludwigstraße 23). Der Eintritt ist frei.

  • Termin

„Kulturschaffende im Visier der Sowjet-Machthaber“:
Donnerstag, 13. Juni 2019, 19:30 Uhr, Aula der JLU, Ludwigstraße 23, Gießen
„Ghetto Therezín/Theresienstadt – Kulturleben im Angesicht des Holocaust“:
Donnerstag, 27. Juni 2019, 19:30 Uhr, Aula der JLU, Ludwigstraße 23, Gießen

  • Weitere Informationen

https://www.uni-giessen.de/ueber-uns/p-veranstaltungen/musikplus

  • Kontakt

, Universitätsmusikdirektor
Telefon: 0179 109 6711


Presse, Kommunikation und Marketing • Justus-Liebig-Universität Gießen • Telefon: 0641 99-12041

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