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Qualitätspakt Lehre: Keine Förderung für Mittelhessen

 
Gemeinsame Wissenschaftskonferenz lehnt Verbundantrag ab – Dennoch auch in Zukunft enge Abstimmung der drei mittelhessischen Hochschulen

Nr. 124 • 17. Mai 2011


Der Verbundantrag der Philipps-Universität Marburg, der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) und der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) auf Fördermittel aus dem Qualitätspakt Lehre wurde abgelehnt. „Wir sind sehr enttäuscht, dass unser Konzept zur Verbesserung von Studium und Lehre keinen Anklang gefunden hat“, erklärte Prof. Dr. Harald Lachnit, Vizepräsident der Philipps-Universität.

„Obwohl wir in dieser Förderlinie des Bundes und der Länder nicht erfolgreich waren, kann man bereits die Antragstellung als wichtigen Schritt in Richtung einer Qualitätsverbesserung der Lehre auffassen“, sagte JLU-Vizepräsidentin Prof. Dr. Eva Burwitz-Melzer. „Der gemeinsame Verbundantrag zeigt den starken Willen der drei Hochschulen, sich in Fragen der Lehre und Studienorganisation künftig enger abzustimmen.“ Vizepräsident Prof. Dr. Harald Danne von der THM fügt hinzu, dass man versuchen werde, die notwendigen Schritte zur Verbesserung der Lehre auch unter erschwerten Bedingungen umzusetzen, die durch die in den kommenden Jahren wachsende Zahl von Studienanfängern mit ganz unterschiedlichen Bildungsbiographien entstehen.

Unter Marburger Federführung hatte eine Lenkungsgruppe mit Vertretern der drei mittelhessischen Hochschulen den hochschultypübergreifenden Verbundantrag konzipiert, der die Sicherung der verschiedenen Übergänge in der akademischen Ausbildung – von der Schule in die Hochschule, während des Studiums und von der Hochschule in den Beruf – in den Mittelpunkt stellt.

Für den Qualitätspakt Lehre stellt der Bund im Zeitraum von 2011 bis 2020 insgesamt rund zwei Milliarden Euro zur Verfügung – ein in der Geschichte der deutschen Hochschulpolitik beispielloses Engagement für die Hochschullehre. Für die erste Bewilligungsrunde waren insgesamt 204 Anträge von 194 Hochschulen aus allen Regionen Deutschlands eingereicht worden. Die Ergebnisse der ersten Bewilligungsrunde präsentierten am heutigen Dienstag, 17. Mai 2011, Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner, Vorsitzender der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK), und seine Stellvertreterin Prof. Dr. Annette Schavan, Bundesministerin für Bildung und Forschung, auf einer Pressekonferenz in Berlin.

Herausgegeben von der Pressestelle der Universität Gießen, Telefon 0641 99-12041