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1989 in Zentraleuropa – die Wende als transnationales Diskurs- und Medienereignis

 
Tagung und Podiumsgespräch an der Justus-Liebig-Universität Gießen vom 18.-19. Juni 2009

Nr. 132  • 10. Juni 2009

„20 Jahre Mauerfall“ - die Wende von 1989 ist im Jubiläumsjahr 2009 überall präsent. Während sich aber die meisten Veranstaltungen zum 20. Jahrestag um die Ereignisse in der DDR und die deutsch-deutsche Wiedervereinigungsgeschichte drehen, beschreitet diese Tagung einen anderen Weg. Bei der Tagung „1989 in Zentraleuropa – die Wende als transnationales Diskurs- und Medienereignis“ werden Historiker, Journalisten und Zeitzeugen aus Deutschland und Ostmitteleuropa am 18. und 19. Juni 2009 in Gießen über die Wende als grenzüberschreitendes Phänomen diskutieren. Es gab nicht nur ein, sondern viele „1989“ in Ostmitteleuropa, mit jeweils unterschiedlichen Vorgeschichten und Verlaufsformen. Gleichzeitig war die Wende ein Medienereignis –  nicht nur als Medienthema, sondern auch als Medienprodukt.

Lange bevor die Berliner Mauer fiel, wirkten sich die Entwicklungen im benachbarten Ostblock auf die Diskurse innerhalb der DDR aus. Die Bürgerrechtler bezogen Inspiration und Ermutigung aus der Tschechoslowakei des Prager Frühlings, aus dem Polen der Solidarność und der Sowjetunion der Perestrojka-Jahre. Die von den Obrigkeiten misstrauisch beobachteten Kontakte der DDR-Bürger in die Nachbarländer waren wichtiger Bestandteil transnationaler und nationaler Kommunikationsprozesse, welche zum Systemwechsel beitrugen.

Von solchen Vor- und Verflechtungsgeschichten wird auch am 18. Juni um 18 Uhr anlässlich eines vom Hessischen Rundfunk moderierten Podiumsgespräches „Der Wendeprozess oder der lange Weg zur Freiheit“ die Rede sein. Diskutiert wird über unterschiedliche historische Erfahrungen, Wahrnehmungsformen und Erinnerungskulturen rund um „1989“. Nicht zuletzt wird hier zu fragen sein, wie wir und unsere Nachbarn heute – im Zeichen einer globalen Krise und nach dem Abklingen der EU-Beitrittseuphorie – von den Ereignissen sprechen, die als Initialzündung des europäischen Einigungsprozesses in Zentraleuropa gelten.

All dies sind Leitfragen und Diskussionsanregungen an einer Schnittstelle der Ostmitteleuropa- und der Kommunikationsforschung, die „unser“ 1989 in einen breiteren Kontext stellen. Ermöglicht wird ein solcher Ansatz durch eine enge regionale Wissenschaftskooperation zwischen dem Historischen Institut sowie dem Zentrum für Medien und Interaktivität der JLU, dem Gießener Zentrum Östliches Europa und dem Marburger Herder-Institut.

  • Veranstalter:

Justus-Liebig-Universität Gießen (Prof. Dr. Frank Bösch, Historisches Institut)
Herder-Institut Marburg (Prof. Dr. Peter Haslinger)
Gießener Zentrum Östliches Europa (GIZO) an der JLU
Graduiertenkolleg „Transnationale Medienereignisse“ an der JLU
Zentrum für Medien und Interaktivität (ZMI) an der JLU

  • Termin:

18. Juni 2009, 14 Uhr bis 19. Juni 2009, 16 Uhr, Senatssaal, Unihauptgebäude, Ludwigstr. 23, 35390 Gießen
Podiumsgespräch: 18. Juni, 18 Uhr in der Aula der Universität Gießen

  • Weitere Informationen:

www.herder-institut.de 

  • Kontakt:

Prof. Dr. Thomas Daiber, Institut für Slavistik
Karl-Gloeckner-Strasse 21 G, 35394 Giessen
Tel. 0641 99-31184

Dr. Anna Veronika Wendland
Herder-Institut Marburg
Tel. 06421 184 121