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Schmuckstücke des Botanischen Garten offiziell eingeweiht

JLU feiert mit Ehrengästen die neuen Gewächshäuser – Orientierung an historischer Bebauung

Nr. 137 • 16. September 2022

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Architektonisches Schmuckstück: Die neue Gewächshausanlage im Botanischen Garten mit dem Victoria-Haus (vorn) und dem am historischen Vorbild orientierten Palmenhaus im Hintergrund. Foto: Katrina Friese
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Die Hessische Wissenschaftsministerin Angela Dorn bei der Einweihungsfeier. Foto: Katrina Friese
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Offizielle Schlüsselübergabe: Angela Dorn, Prof. Dr. Joybrato Mukherjee und Prof. Dr. Volker Wissemann (von links). Foto: Katrina Friese

Jetzt ist es endlich offiziell: Schon seit dem Frühjahr sind die Gewächshäuser im Botanischen Garten der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) ein Besuchermagnet. Gleich drei Gebäude sind dort in den vergangenen fünf Jahren zeitgleich entstanden: Neben dem weithin sichtbaren Palmenhaus mit seiner imposanten Kuppel komplettieren die beiden Warmhäuser – das Ernst-Küster-Haus und das kreisrunde Victoria-Haus – das Ensemble, das am Freitagnachmittag mit zahlreichen Ehrengästen feierlich eingeweiht wurde. Der Stolz auf die Neubauten, die bewusst an die ursprünglichen historischen Anlagen erinnern, war allen Beteiligten anzumerken.

„Seit über 400 Jahren dient der Botanische Garten der Justus-Liebig-Universität der Forschung und der Ausbildung von Studierenden. Ich freue mich, dass es mit der neuen Gewächshausanlage gelungen ist, sowohl eine am Charakter des Historischen orientierten als auch moderne Gestaltung zu schaffen, und gleichzeitig die Möglichkeiten für Lehre und Forschung grundlegend zu erweitern und ganzjährig nutzbar qualitativ zu verbessern. Im Hinblick auf den Klimawandel werden Botanische Gärten auch in Zukunft einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt leisten und hier in Gießen kann mit den neuen Gebäuden die praktische Lehre im wahrsten Sinne des Wortes neu erblühen“, sagte die hessische Wissenschaftsministerin Angela Dorn.

„Sehr lange haben wir darauf gewartet, die neuen Schmuckstücke unseres Botanischen Gartens der Öffentlichkeit zu präsentieren“, betonte JLU-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee. „Wir sind stolz auf die Gewächshäuser, die architektonisch außergewöhnlich gelungen sind und gleichzeitig eine enorme Bedeutung für die Lehre in unseren lebenswissenschaftlichen Fachbereichen haben. Unser Botanischer Garten war auch vorher schon ein besonderes Kleinod mitten in der Innenstadt, aber seit diesem Jahr lohnt sich der Besuch noch mehr.“  

 „Der Botanische Garten ist eine Oase der Naherholung mitten in der Innenstadt und erfreut sich sehr hoher Beliebtheit in der Bevölkerung. Er spiegelt die Verflochtenheit von Stadt- und Universitätsgeschichte in den zurückliegenden Jahrhunderten und ist eines der anschaulichsten Bindeglieder zwischen Universität und Stadtgesellschaft. Die neuen Gewächshäuser werden seine Attraktivität ganz sicher noch steigern“, sagte Frank-Tilo Becher, Oberbürgermeister der Universitätsstadt Gießen.

Prof. Dr. Volker Wissemann, wissenschaftlicher Leiter des Botanischen Gartens, ergänzte: „Diese Gewächshäuser sind nicht einfach eine modische Location und auch keine peppige Hülle für die Vielfalt der botanischen Sammlung an der JLU, sondern hochspezialisierte Orte von Forschung, Lehre und Wissenstransfer über unsere (Über-)Lebensgrundlagen. Die Bemühungen um die Kenntnis und potentielle Nutzung pflanzlicher Diversität sind zentral für die Zukunft unseres Planeten. Daher sind die Gewächshäuser im Botanischen Garten auch Ausdruck des gesellschaftlichen Verantwortungsbewusstseins der JLU, seit 1609.“

Petra Zellner, Vertreterin des Direktors des Landesbetriebs Bau und Immobilien Hessen (LBIH), sagte: „Der Botanische Garten ist mehr als ein Garten – er ist ein Kulturdenkmal. Deshalb haben die Kolleginnen und Kollegen unseres Landesbetriebs die neuen Gewächshausbauten nicht nur in enger Abstimmung mit der Universität, sondern auch mit zahlreichen Genehmigungsbehörden geplant und umgesetzt. Es macht mich stolz, dass dieser lebendige Ort mitten in der Stadt durch die Gewächshausanlagen noch einmal deutlich aufgewertet wurde.“

Die Baumaßnahme, die im Jahr 2017 mit dem Abriss der alten Anlagen begann, kostete acht Millionen Euro. 4,8 Millionen davon stammen aus den Mitteln des Bund-Länder-Programms Hochschulpakt 2020; die JLU hat sich mit rund 3,2 Millionen Euro beteiligt. Die vordringlich für die Lehre notwendige alte Gewächshausfläche musste aufgrund ihres Bauzustands und eingeschränkter Nutzbarkeit dringend erneuert werden. In den Neubauten mit einer Gesamtnutzfläche von 833 Quadratmetern können auch im Wintersemester Veranstaltungen der Fachbereiche durchgeführt werden.

  • Palmenhaus

Das Palmenhaus, das kälteempfindlichen Kübelpflanzen als Winterquartier dient, hat wesentliche Elemente des historischen Baus aufgenommen. Zu nennen sind in diesem Zusammenhang die massiven Pfeiler, die Dreiteiligkeit der Anlage und eine Kuppelausformung des Mittelteils. Das angrenzende Außenbecken und historische Wand konnten im Rahmen der Baumaßnahme erhalten werden. Auch die Stadtgesellschaft profitiert vom Palmenhaus, nicht nur dank seiner imposanten Architektur: So ist die „Grüne Schule“ des Botanischen Gartens, die Veranstaltungen insbesondere für Kinder und Jugendliche anbietet, dort zu finden.

  • Ernst-Küster-Haus

Das Warmhaus (Innentemperatur von rund 18° C bei bis zu -15° C Außentemperatur) dient der Aufnahme von tropischen Pflanzen wie zum Beispiel Kakteen, Sukkulenten und Palmen. Hier können unterschiedliche klimatische Bedingungen realisiert werden, was im erheblichen Maß der Qualität der Lehre zugutekommen wird. Das Gewächshaus enthält keine Bodenplatte, die Wege wurden naturnah gestaltet.

  • Victoria-Haus

Auch das runde Victoria-Haus ist ein Warmhaus und wird hauptsächlich durch das große Wasserbecken in seiner Mitte geprägt. Dort leben die große Victoria-Seerose und weitere Wasserpflanzen. Mit dem Umzug der Seerose in ein eigenes Gewächshaus wurden zum einen zusätzliche Lehrflächen geschaffen als auch die besonderen Anforderungen an das Gewächshaus (Größe des Beckens, Klima, etc.) optimiert.

Die Anfänge des Botanischen Gartens der Justus-Liebig-Universität Gießen lassen sich auf das Jahr 1609 zurückführen, was ihn zum ältesten botanischen Universitätsgarten Deutschlands macht. Der Botanische Garten ist ein Kulturdenkmal und steht unter Denkmalschutz. Er ist noch bis 20. Oktober 2022 täglich bis 16 Uhr geöffnet.

  • Weitere Informationen

www.uni-giessen.de/botanischer-garten

 

 

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