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JLU-Wissenschaftlerin Prof. Dr. Marietta Auer wird Direktorin am Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte

Gemeinsame Berufung mit der Max-Planck-Gesellschaft: Justus-Liebig-Universität Gießen erweitert ihr Netzwerk mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen

Nr. 139 • 3. September 2020

Gemeinsame Pressemitteilung des Max-Planck-Instituts für europäische Rechtsgeschichte in Frankfurt am Main und der Justus-Liebig-Universität Gießen

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Das neue Direktorium des MPI für europäische Rechtsgeschichte (v.l. Professor Stefan Vogenauer, Prof. Dr. Marietta Auer, Prof. Dr. Thomas Duve). Foto: Christiane Birr
Nach einem gemeinsamen Berufungsverfahren des Max-Planck-Instituts für europäische Rechtsgeschichte (MPIeR) in Frankfurt am Main und der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) hat die Rechtswissenschaftlerin Prof. Dr. Marietta Auer am 1. September 2020 ihre neue Tätigkeit aufgenommen. Prof. Auer wurde zur Direktorin am Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte ernannt und hat gleichzeitig die JLU-Professur für Privatrecht sowie internationale und interdisziplinäre Grundlagen des Rechts inne. Gemäß der zwischen JLU und MPG geschlossenen Kooperationsvereinbarung, in der die wissenschaftliche Zusammenarbeit geregelt wird, bleibt Prof. Auer auch zukünftig der JLU eng verbunden – zum Beispiel durch regelmäßige Lehrveranstaltungen am Fachbereich Rechtswissenschaft.

Mit der Berufung von Prof. Dr. Marietta Auer wird zusätzlich zu den bestehenden Abteilungen „Europäische und vergleichende Rechtsgeschichte“ (Abteilung I) und „Historische Normativitätsregime“ (Abteilung II) eine dritte Abteilung am MPIeR mit einem Schwerpunkt auf der Rechtstheorie eingerichtet. Dabei ist eine enge Kooperation mit der JLU geplant, unter anderem in Form wissenschaftlichen Erfahrungsaustauschs, gemeinsamer Forschungsvorhaben und der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses.

„Ich habe immer schon Privatrechtswissenschaft aus einer theoretischen Richtung betrieben, und zwar aus Interesse an der modernen Gesellschaft, zu der das Privatrecht der Schlüssel ist: Wir definieren uns als Private. Autonomie, Privatheit, Individuum, Person: Für diese Begriffe interessiere ich mich. Dafür eine institutionelle Bastion zu schaffen, ist schon eine tolle Herausforderung“, beschreibt Prof. Auer ihre künftige Arbeit. „Ich bin davon überzeugt, dass beide Institutionen – auch dank der räumlichen Nähe zwischen Frankfurt und Gießen – davon profitieren werden.“

JLU-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee wertete die gemeinsame Berufung als großen Gewinn für seine Universität: „Ich freue mich sehr darüber, dass eine so profilierte und international hochangesehene Wissenschaftlerin wie Prof. Marietta Auer uns auch in Zukunft erhalten bleibt. Gleichzeitig erweitern wir durch die Zusammenarbeit mit dem Max-Planck-Institut unser wissenschaftliches Netzwerk mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen.“

Der Geschäftsführende Direktor des Max-Planck-Instituts für europäische Rechtsgeschichte, Prof. Dr. Thomas Duve, hob das intellektuelle Potential der Kooperation hervor: „Forschung zu den Grundlagen des Rechts wird gerade angesichts von Globalisierung und Digitalisierung immer wichtiger. Eine multidisziplinäre Rechtstheorie, wie Marietta Auer sie nicht zuletzt im Dialog mit der Geschichte und historischer Rechtstheorie entwirft, lebt von ihrer Verankerung in einem grundlagenorientierten Fachbereich und ihrer Integration in ein internationales Umfeld. Für die Max-Planck-Gesellschaft und das Institut ist die Berufung ein Glücksfall“.

Marietta Auer wurde 1972 geboren, hat ihre juristischen Examina in München absolviert, wurde dort promoviert und habilitierte sich in München, beides unter Betreuung von Claus Wilhelm Canaris. Sie hat zwei längere Aufenthalte an der Harvard Law School absolviert, im Jahr 2000 erwarb sie dort den LLM (Master of Laws), im Jahr 2012 den SJD (Doctor of Science of Law). Zusätzlich hatte sie in München ein Studium der Philosophie und Soziologie abgeschlossen. Nach ihrer Habilitation im Jahr 2012 erhielt sie einen Ruf an die JLU, wo sie bislang die Professur für Bürgerliches Recht und Rechtsphilosophie innehatte. Von 2016 bis 2019 war sie Dekanin des Fachbereichs Rechtswissenschaft. Ihre Forschungen konzentrieren sich auf das Bürgerliche Recht und die Rechtstheorie.

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https://www.rg.mpg.de/

  • Kontakt

Presse, Kommunikation und Marketing • Justus-Liebig-Universität Gießen • Telefon: 0641 99-12041