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Deutsches Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) gegründet

 
Bekämpfung aufkommender biologischer Bedrohungen durch Infektionserreger Forschungsschwerpunkt am DZIF-Standort Gießen-Marburg-Langen

Nr. 143 • 29. Juni 2012

Das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung wurde am 27. Juni 2012 als eingetragener Verein DZIF e.V. gegründet. Dem DZIF gehören 32 führende Forschungseinrichtungen in Deutschland an. In Mittelhessen bilden die Justus-Liebig-Universität Gießen, die Philipps-Universität Marburg, die Technische Hochschule Mittelhessen und das Paul-Ehrlich-Institut Langen den gemeinsamen DZIF-Standort Gießen-Marburg-Langen. Dieser wird von Prof. Dr. Trinad Chakraborty, Dekan des Fachbereichs Medizin und Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie koordiniert. Stellvertretender Koordinator ist Prof. Dr. Stephan Becker, Direktor des Instituts für Virologie der Philipps-Universität Marburg. Für das Paul-Ehrlich-Institut koordiniert Prof. Dr. Klaus Cichutek, der Präsident des Instituts, und für die Technische Hochschule Mittelhessen Prof. Dr. Peter Czermak, geschäftsführender Direktor des Instituts für Bioverfahrenstechnik und Pharmazeutische Technologie (IBPT).

Infektionskrankheiten sind weltweit eine der häufigsten Todesursachen. Krankheitserreger, die plötzlich und unvorhersehbar auftreten, sind die Schwerpunkte der Forscher in Gießen, Marburg und Langen. Antibiotikaresistenz bei Bakterien ist ein weiterer Schwerpunkt der Forscher in Gießen. „Impfstoffe und Antibiotika ermöglichen die Kontrolle schwerer, oft tödlicher Infektionskrankheiten oder halten diese zumindest in Schach. Neue Infektionskrankheiten, für die es noch keine Impfung oder Antibiotika gibt, stellen für die medizinische Forschung deshalb eine dramatische Herausforderung dar“, so Prof. Trinad Chakraborty.

Dieser Herausforderung will sich der DZIF-Standort Gießen-Marburg-Langen stellen. Schwerpunkt der Forschungsarbeiten ist die Entwicklung von Strategien zur Bekämpfung neuer oder verändert auftretender Infektionskrankheiten. Das bedeutet, dass bei Ausbrüchen neuer Infektionserreger schnell und effektiv gehandelt werden kann. Außerdem soll die Umsetzung von Forschungsergebnissen in die Praxis schneller werden.

Neuartige Präventions- und Therapieansätze müssen bis zur Zulassung nach den Anforderungen der Arzneimittelgesetzgebung und wissenschaftlichen Standards entwickelt werden. "Die Expertise des Paul-Ehrlich-Instituts im Bereich der regulatorischen Forschung macht es möglich, durch geeignete Maßnahmen schon während der frühen Phase der Arzneimittelentwicklung die Sicherheit, Qualität und Wirksamkeit zu berücksichtigen“, sagt Prof. Klaus Cichutek. So besteht am Standort Langen die Möglichkeit, Daten aus Zulassungsverfahren zu analysieren, um kritische Faktoren für eine zügige Zulassung zu identifizieren.

Zusätzlich wird die Ausbildung junger Wissenschaftler und Ärzte in einer DZIF-Akademie vorangetrieben. Auch hieran ist der Standort Gießen-Marburg-Langen beteiligt. Die DZIF-Akademie ermöglicht zum Beispiel jungen Ärzten, sich für ein Jahr ausschließlich der Forschung zu widmen, um dann in die Klinik zurückzukehren.

Das DZIF ist eines von sechs Deutschen Zentren für Gesundheitsforschung (DZG), die von der Bundesregierung gefördert werden. Ziel dieser Fördermaßnahme ist die Prävention, Diagnose und Therapie der wichtigsten Volkskrankheiten. Durch eine rasche Umsetzung von Forschungsergebnissen in die klinische Anwendung soll die Bekämpfung zum Beispiel von Diabetes, Krebs oder eben Infektionserkrankungen entscheidend verbessert werden.

  • Kontakt

Prof. Dr. Trinad Chakraborty
Direktor des Zentrums für Medizinische Mikrobiologie und Virologie der JLU
Schubertstr. 81, 35392 Gießen
Telefon: 0641 99-48000/1 oder 0641 99-41250/1

 

Pressestelle der Justus-Liebig-Universität Gießen, Telefon 0641 99-12041