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„Die perfekte Welle“

Digitale Seniorenvorlesung des Fachbereichs Medizin für den Monat November zum Thema „Knie“ – Vorträge weiterhin online abrufbar

Nr. 146 • 28. Oktober 2021

„Die perfekte Welle“ steht im Mittelpunkt der digitalen Seniorenvorlesung des Fachbereichs Medizin der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) für den Monat November. Mit „perfekter Welle“ ist das Gleiten der Kniescheibe (Patella) bei der Beugung des Knies über die gelenknahen Strukturen des Schienbeins (Tibia) gemeint. Kniespezialist PD Dr. Ulrich Thormann, stellvertretender Direktor des Zentrums für Unfallchirurgie am UKGM in Gießen, beschreibt in seinem Vortrag sehr anschaulich und – unterlegt von Videosequenzen – die Funktion der Patella sowie Unfallmechanismen, die zu einer instabilen Patella führen können.

Die Patella ist ein flacher Knochen, der in die Sehne des vierköpfigen Oberschenkelmuskels (Musculus quadriceps) integriert ist. Sie ist das größte Sesambein des menschlichen Körpers und schützt und stabilisiert das Kniegelenk. Durch Unfälle, aber auch durch angeborene Veränderungen kann es zur „instabilen Patella“ kommen – mit der Folge, dass eine problemlose Funktion des Kniegelenkes nicht mehr gewährleistet ist.

Dr. Thormann geht auf OP-Techniken ein, mit deren Hilfe eine instabile Patella – und damit das gesamte Knie – wieder stabilisiert werden kann. Hauptursache für unfallbedingte Probleme der Patella sind akute Verrenkungen bzw. Ausrenkungen (Luxationen), die zumeist durch einen Sturz bzw. das Verdrehen des Beines ausgelöst werden. Die Inzidenz, so der Spezialist, liegt in der Gesamtbevölkerung bei ca. sechs pro 100.000 Fällen pro Jahr. Nach der zweiten Luxation bestehe ein 50-prozentiges Risiko für eine chronische Instabilität des Knies, häufigste Ursache sei eine Schädigung des innenliegenden Haltebandes. Neben Unfällen können aber auch erblich bedingte Veränderungen Patella Luxationen begünstigen: beispielsweise eine sogenannte Trochleadysplasie (Mangelentwicklung der V-förmigen Kniescheibengleitrinne), aber auch ein Kniescheibenhochstand oder eine X-Bein-Stellung. „Bei all diesen Veränderungen ist eine ,perfekte Welle‘ anatomisch nicht möglich“, sagt Dr. Thormann.

In seinem Vortrag geht der Mediziner auch darauf ein, dass es in der Vergangenheit ganz unterschiedliche OP-Techniken zur Versorgung von Patientinnen und Patienten mit instabiler Patella gegeben habe – ein Zeichen dafür, dass die optimale Methode noch nicht gefunden worden sei. Heute werde eine instabile Patella operativ meist mit einer Spendersehne aus dem eigenen Körper stabilisiert, bei angeborener Trochleadysplasie könne eine Trochleaplastik genutzt werden. Beides seien anspruchsvolle und komplizierte Eingriffe, die Dr. Thormann mit Hilfe von Bildmaterial anschaulich erklärt.

PD DR. Thormann ist Kniespezialist am Universitätsklinikum Gießen und Marburg (UKGM) am Standort Gießen. Er absolvierte sein Medizinstudium in Aachen, wo er auch promovierte, und war im Anschluss von 2006 bis 2008 am Bundeswehrkrankenhaus in Koblenz beschäftigt. Seit 2008 arbeitet er am UKGM in Gießen und ist aktuell stellvertretender Direktor des Zentrums für Unfallchirurgie.

„Auch diesmal stehen medizinische Probleme im Mittelpunkt der Seniorenvorlesung, die uns alle betreffen können. Die Zuhörerinnen und Zuhörer erwartet erneut ein ebenso lehrreicher wie spannender Vortrag“, verspricht Prof. Dr. Bettina Kemkes-Matthes, Fachärztin für Innere Medizin (JLU), die die Seniorenvorlesungen organisiert. Der aktuelle Beitrag  ist – wie die vorhergehenden Vorträge auch – abrufbar über www.med.uni-giessen/senioren.


  • Termin

Seniorenvorlesung für den Monat November 2021 ab sofort online:
www.med.uni-giessen.de/senioren
Auch die Vorträge aus den vergangenen beiden Semestern sind auf der Homepage weiterhin verfügbar.


  • Weitere Informationen

www.med.uni-giessen.de/senioren


  • Kontakt

 

Presse, Kommunikation und Marketing • Justus-Liebig-Universität Gießen • Telefon: 0641 99-12041




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