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Einmaleffekte bestimmen positives Jahresergebnis der Universität Gießen

 
Bilanz noch zufriedenstellend – Knappe Grundfinanzierung durch das Land bei erfolgreicher Einwerbung von Forschungsprojektmitteln

Nr. 149 • 17. Juli 2013

Das Jahresergebnis 2012 der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) fiel mit 5,3 Millionen Euro um 2,9 Millionen Euro höher aus als im Vorjahr (2011: 2,4 Millionen Euro). Zu diesem positiven Ergebnis haben im Wesentlichen Einmaleffekte beigetragen. Neben der Auflösung von Rückstellungen (1,9 Millionen Euro) konnten in größerem Ausmaß Erträge aus der Abrechnung beendeter Drittmittelprojekte im Umfang von 3,7 Millionen Euro zugunsten von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern verbucht werden.

Die JLU erzielte im Jahr 2012 Gesamterträge in Höhe von 349,1 Millionen Euro, 12,6 Millionen mehr als 2011. Davon entfielen 223,1 Millionen Euro auf die Grundfinanzierung des Landes. Die besondere Leistungskraft der JLU zeigt sich darin, dass sie auf dieser Grundlage eigene Einnahmen von 84,3 Millionen Euro erzielen konnte, d.h. in Höhe von etwa 38 Prozent der Grundfinanzierung: hierzu zählen unter anderem Forschungsfördermittel (Drittmittel und Mittel aus dem Landesexzellenzprogramm LOEWE) in Höhe von 64,2 Millionen Euro sowie weitere eigene Erträge in Höhe von 20,1 Millionen Euro. Darüber hinaus erhielt die Universität zweckgebundene Sonder- und Projektmittel des Landes, zu denen insbesondere die Mittel zur Qualitätssicherung der Lehre, Mittel aus dem Hochschulpakt 2020 für den Aufbau zusätzlicher Studienplätze, Mittel aus dem Innovations- und Strukturentwicklungsbudget sowie Bezüge für emeritierte Wissenschaftler in Höhe von 41,8 Millionen Euro  zählen: dies entspricht einer Steigerung um 9,9 Millionen Euro im Vergleich zu 2011, die im Wesentlichen auf höheren Mittelzuweisungen des Hochschulpaktes 2020 beruhen.

Fazit: Der schleichenden Erosion der Grundfinanzierung des Landes (ihr Anteil an den Gesamterträgen der JLU sank von 67 Prozent in 2010 auf 64 Prozent in 2012) steht erneut eine erfolgreiche Einwerbung von Projektmitteln für Forschung und Lehre sowie weiteren Erträgen gegenüber. Die vom Land gewährten Sondermittel sind für nachhaltige strukturbildende Maßnahmen kaum geeignet und führen nicht aus dem Dilemma der Unterfinanzierung des Grundhaushaltes der Universität heraus – eine Situation, die charakteristisch für die Finanzsituation nahezu aller Hochschulen geworden ist. Die Universität Gießen ist sich daher mit den großen deutschen Wissenschaftsorganisationen, insbesondere dem Wissenschaftsrat (WR) und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG),  in dem Ziel einig, die Grundfinanzierung der Universitäten als dem Herzstück des deutschen Wissenschaftssystems nachhaltig zu stärken. Die Konferenz der Hessischen Universitätspräsidien (KHU) hat dies in ihren im Januar 2013 vorgestellten Wahlprüfsteinen ebenfalls angemahnt. Ohne eine signifikante Stärkung der Grundfinanzierung, unter anderem durch einen vollen Ausgleich der Mehrkosten durch Tarifsteigerungen und der Preissteigerungen für Energie und Gebäudebewirtschaftung, wird auf Dauer die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit der JLU – der zweitgrößten Hochschule des Landes Hessen – gefährdet.

Das positive Jahresergebnis 2012 wird der sogenannten Gewinnrücklage zugeführt. Diese erhöht sich damit von 39,6 Millionen Euro auf 44,8 Millionen Euro. Die JLU hat, wie die Entwicklung der freien Rücklagen zeigt, damit ihre Strategiefähigkeit sowie der Risikovorsorge im Wesentlichen halten können. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass der Rücklage  Verpflichtungen zur Erfüllung von Ausstattungszusagen aufgrund von Berufungszusagen im Umfang von etwa 20 Millionen Euro gegenüberstehen, für die in den nächsten Jahren finanzielle Vorsorge zu treffen ist. Zu berücksichtigen ist ferner, dass Rücklagen nicht zur Finanzierung von Daueraufgaben herangezogen werden, etwa für den Ausgleich für Tarifsteigerungen oder sonstige inflationsbedingte Kostensteigerungen; dies wird im Übrigen auch durch das Hessische Haushaltsgesetz ausgeschlossen.

Der von den Wirtschaftsprüfern erneut uneingeschränkt testierte Jahresabschluss wurde inzwischen vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst genehmigt.

Pressestelle der Justus-Liebig-Universität Gießen, Telefon 0641 99-12041