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„Henno“ – Vorübungen im Lachen

 
Theatergruppe am Institut für Germanistik führt eine frühneuzeitliche Komödie von Johannes Reuchlin auf

Nr. 158 • 10. Juni 2011     

Zu Beginn des Sommers bringt die Theatergruppe am Institut für Germanistik der Justus-Liebig-Universität Gießen unter Leitung von Prof. Dr. Cora Dietl ein erfrischend lustiges Schuldrama von Johannes Reuchlin auf die Bühne. Das unter dem Titel Scaenica Progymnasmata („Vorübungen in Schauspielform“) bekannte Theaterstück, in der Literaturgeschichte oft auch nach dem Namen einer der Hauptfiguren Henno genannt, ist 1497 von dem humanistischen Gelehrten Johannes Reuchlin als die erste humanistische Komödie im deutschsprachigen Raum geschrieben worden. Es avancierte sofort zur Musterkomödie für den Lateinunterricht an Universitäten und Schulen und wurde bald ins Frühneuhochdeutsche übersetzt, u. a. von Hans Sachs.

Die Handlung dreht sich um das liebe Geld, um die Korruption des Rechtswesens und um das Motiv der Bauernschläue. Diese verhilft dem armen, aber verschmitzten Knecht Dromo nicht nur zu einem Batzen Geld, sondern auch zur Hand der Tochter seines Herrn, des Bauern Henno. Dabei gelingt es Dromo, nicht nur seinen Herrn und seine Frau Elsa zu überlisten, sondern auch den Tuchhändler und „bösen Wucherer“ Danista sowie die karikierend dargestellten Vertreter der höheren Künste, insbesondere den hintertriebenen Advokaten Petrucius. Kreischende Frauen, hochnäsige Akademiker und die wütenden Streithähne Henno und Danista sorgen für Amüsement und Spannung, die sich schließlich in einem klassischen Happyend auflöst.

Die unschuldig-komische Handlung durchbrechen Chorlieder, die immer wieder auf die Verantwortung der Dichtung verweisen, Missstände in der Gesellschaft aufzudecken. Deutlich wird dabei, dass das Publikum nicht nur über einzelne korrupte Individuen lachen soll, sondern dass es hier eigentlich um die große Politik  im Gewande einer Bauernkomödie geht.

Das Arrangement der Aufführung versetzt die Akteure und die Zuschauer historisch in die Zeit des Frühhumanismus: Auf einer Terenz-Bühne, die eine Bühnenwand mit drei Toren vorsieht (gleichsam die transportable Variante der Scena eines Amphitheaters), treten abwechselnd Schauspieler und Chor auf. Die Imagination der Zuschauer ist gefragt, um sich den jeweils anzitierten Handlungsort vorzustellen.  

Der Aufführung liegt die Übersetzung des Reuchlinschen Textes durch Harry Schnur (1970) zugrunde; allein der Chor (vertreten durch den Chor des Gießener International Graduate Centre for the Study of Culture) wird auf Latein singen.

 

  • Aufführungstermine:

•    22. Juni 2011, 20.00 Uhr    Schloss Hungen (Das Programm des Abends beginnt bereits um 19 Uhr mit einem Vortrag von Prof. Dr. Christine Reinle über das Leben im Spätmittelalter und in der frühen Neuzeit)

•    28. Juni 2011, 19.30 Uhr    Gießen, Botanischer Garten

•    2. Juli 2011, 16.00 Uhr     Grünberg, Marktplatz (vor dem Rathaus)


Der Eintritt zur Aufführung in Grünberg ist frei; in Hungen und Gießen beträgt er 3 Euro (in Hungen ermäßigt: kostenlos). Ticketverkauf jeweils an der Abendkasse und (für Gießen) im Literarischen Zentrum Gießen.

Vertreterinnen und Vertreter der Medien sind auch herzlich zur Generalprobe eingeladen: am 20. Juni 2011 um 11 Uhr im Phil I, Otto-Behaghel-Straße 10, Gießen, im „Innenhof“ zwischen Haus B, Haus G und dem GCSC-Gebäude (hinter der cUBar).

 

  • Die Veranstaltung wird unterstützt durch:

•    Freundeskreis Schloss Hungen e.V.

•    Museum im Spital Grünberg

•    Freundeskreis Museum Grünberg e.V.

•    Grünberger Werbegemeinschaft GWG

•    Literarisches Zentrum Gießen

•    Stadttheater Gießen.

 

Weitere Informationen: 

www.uni-giessen.de/~g91159/theaterprojekte.htm

 

 

  • Kontakt :

Prof. Dr. Cora Dietl

Institut für Germanistik

Justus-Liebig-Universität Gießen

Otto-Behaghel-Straße 10

35394 Gießen

Telefon: 0641 99-29080

 

 Herausgegeben von der Pressestelle der Universität Gießen, Telefon 0641 99-12041