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„Getto-Chronik“ digital: Das letzte Jahr

 
Zur feierlichen Eröffnung des virtuellen Erinnerungsortes und zum Auftakt der Sendereihe in hr2-kultur liest Ulrich Matthes in der Aula der Justus-Liebig-Universität Gießen aus der „Chronik des Gettos Lodz/ Litzmannstadt“

Nr. 172 • 17. Juni 2011

Das Getto Lodz/Litzmannstadt war eines der größten im Herrschaftsbereich der Nationalsozialisten. Es galt als „Krepierwinkel Europas“. Zwischen 1939 und 1944 pferchten die Nationalsozialisten hier nahezu 200.000 Juden zusammen. Das erschütterndste Dokument des Gettos ist die so genannte „Getto-Chronik“. Auf rund 2.000 Seiten trugen Inhaftierte täglich die wichtigsten Ereignisse aus dem Leben und Sterben zu einer Chronik zusammen, die Einblick in den Alltag und die komplexen und stets bedrohlichen Lebensbedingungen vor Ort gibt.

Die „Getto-Chronik“ ist 2007 in fünf Bänden im Wallstein Verlag erschienen. Jetzt wird mit dem multimedialen Informationsportal „Die Chronik des Gettos Lodz/ Litzmannstadt – Das letzte Jahr“ im Internet der virtuelle Erinnerungsort eröffnet. In der multimedialen Aufarbeitung der stringent konzipierten Online-Plattform werden die letzten zwölf Monate dieses wichtigen zeitgeschichtlichen Dokuments online verfügbar gemacht. Dabei wurde das Erfolgsrezept der Printedition der „Getto-Chronik“ beibehalten und um neue digitale Möglichkeiten ergänzt: Behutsam und dennoch eindrücklich konnten die akribischen editionsphilologischen Arbeiten und Forschungsergebnisse um neue Bild- und Tondimensionen erweitert werden. Auch das Thema Interaktivität wird großgeschrieben. Die Integration von Social-Bookmark-Diensten und weiteren Interaktionsmöglichkeiten eröffnet neue Räume der Aneignung des Themas. Das Online-Portal ist am Zentrum für Medien und Interaktivität (ZMI) der Universität Gießen im Rahmen des LOEWE-Schwerpunkts „Kulturtechniken und ihre Medialisierung“ entstanden.

Bei der feierlichen Eröffnung des virtuellen Erinnerungsortes in der Aula der Justus-Liebig-Universität Gießen am Freitag, 24. Juni 2011 um 19.30 Uhr wird der Schauspieler Ulrich Matthes Passagen aus der „Getto-Chronik“ lesen. Die Lesung sowie die gesamte Veranstaltung werden vom Hessischen Rundfunk (HR) aufgezeichnet und am 31. Juli 2011 ausgestrahlt. Die Sendung ist Auftakt einer Sendereihe des Hessischen Rundfunks. Ab August 2011 wird in hr2-kultur ein Jahr lang täglich ein Chronik-Eintrag gelesen.

Ergänzt wird die Eröffnungsveranstaltung durch Vorträge von Sascha Feuchert und Markus Roth zur Geschichte der „Getto-Chronik“ und ihrer Autoren. In einer Podiumsdiskussion wird das Projekt einer digitalen Edition der "Getto-Chronik" vorgestellt: moderiert von Henning Lobin (Geschäftsführender Direktor des ZMI und Sprecher des LOEWE-Schwerpunkts), nehmen Hans Sarkowicz (Hessischer Rundfunk), sowie die beiden Projektleiter der Digitalisierung der Getto-Chronik, Peter Haslinger (Herder-Institut Marburg) und Uwe Wirth (JLU Gießen) teil.

Die Veranstaltung schließt mit einem Empfang gegen 21.30 Uhr, bei der Gelegenheit besteht, den virtuellen Erinnerungsort „Die Chronik des Gettos Lodz/ Litzmannstadt – Das letzte Jahr“ zu erkunden.

  • Weitere Informationen:

http://www.getto-chronik.de/

  • Termin:

Freitag, 24. Juni 2011, 19.30 Uhr, Aula, Ludwigstraße 23, 35390 Gießen

  • Kontakt:

Prof. Dr. Henning Lobin / Prof. Dr. Uwe Wirth
Zentrum für Medien und Interaktivität
Ludwigstraße 34, 35390 Gießen
Telefon: 0641 99-16350

 

Herausgegeben von der Pressestelle der Justus-Liebig-Universität, Telefon 0641 99-12041