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Bund fördert Forschung an stressresistenteren Pflanzenwurzeln und neuartigen Maiszüchtungen

 
Staatssekretär Braun überreicht Zuwendungsbescheide an Gießener Agrarwissenschaftler Prof. Kogel und Prof. Frisch

Nr. 173 • 17. Juni 2011

Stressresistentere Pflanzenwurzeln und optimierte Maiszüchtungen: Das sind die Ziele von zwei aktuellen agrarwissenschaftlichen Projekten an der JLU, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert werden. 540.000 Euro erhält die Professur für Phytopathologie (Prof. Dr. Karl-Heinz Kogel) für das Projekt „Cereal Root“, bei dem es um Resistenzmechanismen von Wurzeln geht. Weitere 285.000 Euro gehen an die Professur für Biometrie und Populationsgenetik (Prof. Dr. Matthias Frisch) für die Arbeit an optimierten Maiszüchtungen im Rahmen des Projekts „AMAIZING“.

Dr. Helge Braun, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung, wird die Zuwendungsbescheide am 22. Juni 2011 um 15.30 Uhr in Gießen übergeben. Die Übergabe findet im IFZ, Hörsaal B301, Heinrich-Buff-Ring 26-32 statt.

Beide Projekte sollen im Verbund mit Kooperationspartnern realisiert werden. Bei „Cereal Root“, das im Rahmen der Nationalen Forschungsstrategie BioÖkonomiestrategie 2030 mit insgesamt 1,54 Millionen Euro gefördert wird, liegt die Federführung bei Prof. Kogel. Partner sind die Christian-Albrechts-Universität Kiel, die Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg sowie die beiden mittelständischen Saatgutunternehmen Nordsaat Saatzucht GmbH und Saatzucht Josef Breun GmbH & Co. KG. Eine enge Kooperation mit dem amerikanischen Boyce-Thompson-Institute for Plant Research der Cornell University, Ithaca, ist ein wichtiger Pfeiler des Projektes. Das Projekt „Amaizing“ umfasst insgesamt ein Budget von 2,45 Millionen Euro Partner der Professur für Biometrie sind die KWS Saat AG, Einbeck, die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und das Helmholtz Zentrum München.

Ziel des Projekts „Cereal Root“ ist es, neueste Erkenntnisse der Molekular-biologie und Immunologie der Pflanzenwurzel möglichst unmittelbar für die moderne Pflanzenproduktion nutzbar zu machen. Das Konsortium wird sich in seinen Arbeiten auf neueste Erkenntnisse über Resistenzmechanismen stützen. Nachdem erst kürzlich eine neue Genfamilie entdeckt wurde, die in nahezu allen bekannten Resistenzmechanismen der Pflanze beteiligt sind, ist es realistisch geworden, biotechnologische Verfahren zu nutzen, um Wurzeln insgesamt besser an krankheitsbedingten oder klimabedingten Stress zu adaptieren. Das Konsortium verspricht sich von diesem Projekt, bei dem eine direkte und intensive Verzahnung von Grundlagenforschung und praxisorientierter Forschung angestrebt wird, direkte positive Effekte auf die Landwirtschaft. „Stressresistenz der Pflanzenwurzeln ist auch gerade unter der Erwartung zukünftig steigender Bodentemperaturen ein Schlüssel zur Minderung von negativen Auswirkungen des voranschreitenden Klimawandels“, sagt dazu Prof. Kogel.

Ziel des Projekts „Amaizing“ ist es, die genetische Variation in exotischem Mais aus den Anden für die Maiszüchtung in Mitteleuropa verfügbar zu machen. Hierzu werden Maissorten des Wirtschaftspartners mit exotischem Mais gekreuzt. Eine gleichzeitige molekulargenetische Analyse des Erbguts soll dazu beitragen, dass die neuen Kreuzungen die hohe Ertragsleistung des europäischen Maises mit der Kühleresistenz und der effizienten Nährstoffausnutzung des Andenmaises verbinden. „Kühletoleranz und Stickstoffeffizienz werden dazu betragen, einen nachhaltigen Maisanbau auch unter wechselnden Klimabedingungen zu ermöglichen“ sagt Prof. Frisch.

  • Termin:

Übergabe am Mittwoch, 22. Juni 2011, 15.30 Uhr, IFZ, Hörsaal B301, Heinrich-Buff-Ring 26-32, Gießen

  • Kontakt:

„Cereal Root“:
Prof. Dr. Karl-Heinz Kogel, Interdisziplinäres Forschungszentrum (IFZ)
Heinrich-Buff-Ring 26-32, 35392 Giessen
Telefon: 0641 99-37491, Fax: 0641 99-37499

„Amaizing“:
Prof. Dr. Matthias Frisch, Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung II,
Heinrich-Buff-Ring 26-32, 35392 Giessen
Telefon: 0641 99-37541, Fax: 0641 99-35499  

 

Herausgegeben von der Pressestelle der Justus-Liebig-Universität, Telefon 0641 99-12041