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Aktuelle Kürzungen überschatten guten Jahresabschluss 2010

 
Dringend notwendige Gewinnrücklage konnte noch einmal erhöht werden – JLU muss doppelte Abiturjahrgänge mit abgesenkter Grundfinanzierung bewältigen

Nr. 203 • 13. Juli 2011

Bereits unter den Vorzeichen der Mittelkürzungen ab 2011 hat die Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) das Jahr 2010 noch einmal mit einer zufriedenstellenden Bilanz beendet. Bei Gesamterträgen von 319,6 Millionen Euro entfielen 74,4 Prozent (237,9 Millionen Euro) auf die Grundfinanzierung des Landes und 3,2 Prozent (13,4 Millionen Euro) auf Projektfinanzierungen des Landes (wie zum Beispiel LOEWE). Bei den Drittmittelerträgen ist gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung um eine Million Euro auf 47,5 Millionen Euro zu verzeichnen. Die eigenen Erträge betrugen 20,8 Millionen Euro. Die JLU schließt das Geschäftsjahr 2010 mit einem positiven Jahresergebnis von 7,4 Millionen Euro ab. Dieses Jahresergebnis ist der so genannten Gewinnrücklage zugeführt worden, die sich damit von 29,8 Millionen Euro auf 37,2 Millionen Euro erhöht.

Die Rücklagen werden immer wichtiger, da die Landesregierung das Gesamtbudget der hessischen Hochschulen im Geschäftsjahr 2011 um 30 Millionen Euro gekürzt hat. Während die Grundfinanzierung bis 2010 stabil blieb und es wegen der Steuerentwicklung sogar Budgetzuwächse gab, muss die JLU 2011 eine Kürzung von 4,35 Millionen Euro verkraften. Für die Geschäftsjahre 2011 und 2012 ist besonders einschneidend, dass für Tarifsteigerungen und Mehrkosten aufgrund des neuen Tarifvertrages TV-H (bisher BAT) keine Kompensation seitens des Landes erfolgen wird. Darüber hinaus erfolgt kein Ausgleich für inflationsbedingte Kostensteigerungen, die insbesondere im Bereich der Energiepreisentwicklung beträchtliche Mehrbedarfe verursachen werden. Die JLU steht damit vor der Herausforderung, die Anstrengungen zur Verbesserung der Studienbedingungen und die Bereitstellung von zusätzlich Studienplätzen für die doppelten Abiturjahrgänge trotz einer deutlich abgesenkten und mehrjährig wirkenden Grundfinanzierung bewältigen zu müssen.

Auf dieser Basis trafen Präsidium und alle Budgetverantwortlichen der Universität bereits in 2010 Vorsorgemaßnahmen durch die Bildung von Rücklagen. Diese Rücklagen haben zwei Funktionen: „Rücklagen leisten einen wichtigen Beitrag zur Risikovorsorge und helfen der Universität, den Übergangsprozess in eventuell notwendige strukturelle Anpassungen abzufedern“, betont JLU-Kanzler Dr. Michael Breitbach. „Darüber hinaus sichern sie die Strategie- und Investitionsfähigkeit der Universität.“ Die Rücklagen sind jedoch nicht dazu geeignet, fehlende Finanzierungen von Daueraufgaben (zum Beispiel Tarifsteigerungen sowie inflationsbedingte Kostensteigerungen) zu kompensieren.

Bezüglich des Verhältnisses von Grundfinanzierung zu Projektfinanzierung ist festzustellen, dass seitens des Landes eine Verschiebung zu Lasten der Grundfinanzierung hin zur Projektfinanzierung erfolgt. Eine nachhaltige und berechenbare Finanzzuweisung über das Instrument der Grundfinanzierung ist für die Hochschulen jedoch unbedingt notwendig.

 

Herausgegeben von der Pressestelle der Universität Gießen, Telefon 0641 99-12041