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„Das Gesetz hat keinen eigenen Willen“

 
Erste Veranstaltungen des Rudolf-von-Jhering-Instituts – Vortragsreihe „Verfassung und Methoden“ und rechtsarchäologische Exkursion

Nr. 213 • 31. Oktober 2012

Das Rudolf-von-Jhering-Institut für rechtswissenschaftliche Grundlagenforschung der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) nimmt mit zwei Veranstaltungen seine Arbeit auf: Im Rahmen der Vortragsreihe „Verfassung und Methoden“ spricht als erster Referent am Freitag, 2. November 2012, der bekannte Konstanzer Arbeitsrechtler, Rechtstheoretiker und Methodenrechtler Prof. Dr. Bernd Rüthers zum Thema „Methodenfragen sind Verfassungsfragen“. Er beschäftigt sich mit Praxis und Theorie juristischer Auslegung in Deutschland, insbesondere unter Betrachtung der politischen Systemwechsel. Auf dieser Basis geht Rüthers mit der vorherrschenden „objektiven Auslegung“ äußerst kritisch ins Gericht: „Wo angeblich ‚objektiv‘ ausgelegt wird, geht es in Wirklichkeit nicht um Auslegung, sondern um Einlegung. Ausgelegt werden kann nur das, was im Gesetz als Regelungswille und Regelungsziel der Gesetzgebung niedergelegt ist. Einen eigenen ‚Willen des Gesetzes‘ gibt es nicht!“

Die Veranstaltung findet statt im Dekanatssitzungssaal des Fachbereichs 01 – Rechtswissenschaft auf dem Campus Recht und Wirtschaft (Licher Straße 72, 1. OG links, 35394 Gießen) statt. Der Vortrag beginnt um 16.15 Uhr. Es schließt sich eine Diskussion an, so dass die Veranstaltung gegen 18 Uhr enden wird. Der Eintritt ist frei.

Prof. Dr. Bernd Rüthers, ausgezeichnet durch zahlreiche Preise und zwei Ehrendoktorwürden, lehrte Bürgerliches Recht, Arbeitsrecht, Handelsrecht und Rechtstheorie an der Universität Konstanz. Zugleich war er als Richter am Oberlandesgericht Karlsruhe tätig, von 1991 bis 1996 auch als Rektor der Universität Konstanz. Bekannt geworden durch seine 1968 veröffentlichte Habilitation „Die unbegrenzte Auslegung“ – inzwischen ist die 7. Auflage in Vorbereitung –, gilt er als einer der profiliertesten Methodenkritiker im deutschen Rechtskreis.

Die nächste Veranstaltung, eine rechtsarchäologische Exkursion zum Thema „Spuren des Rechts rund um Münzenberg“ mit Prof. Dr. Barbara Dölemeyer, findet am Samstag, 10. November 2012, in Münzenberg statt.  Treffpunkt ist um 11 Uhr am Rathaus in Münzenberg  (Marktplatz 1, 35516 Münzenberg). Die Teilnahme ist kostenlos und steht allen Interessierten offen.

Das Rudolf-von-Jhering-Institut ist aus der Professur für Bürgerliches Recht und Rechts-philosophie, der Professur für Deutsche Rechtsgeschichte, Neuere Privatrechtsgeschichte und Bürgerliches Recht sowie der Professur für Öffentliches Recht und Rechtstheorie (alle Fachbereich 01) gebildet worden. Es hat sich die wissenschaftliche Forschung auf den Gebieten der historischen, philosophischen und sozialen Grundlagen des Rechts, der Geschichte der Universität Gießen und ihrer juristischen Fakultät, der Rechtsentwicklung der Stadt Gießen sowie des Lebens und Werks Rudolf von Jherings zum Ziel gesetzt. Das Institut ist benannt nach einem der größten deutschen Juristen (1818-1892), der von 1852 bis 1868 in Gießen lehrte und bahnbrechende juristische Einsichten formulierte.

  • Termine:

Freitag, 2. November 2012, 16.15 Uhr
Vortrag von Prof. Dr. Bernd Rüthers, Konstanz: „Methodenfragen sind Verfassungsfragen“
Ort: Dekanatssitzungssaal des Fachbereichs 01, Licher Straße 72 (1. OG links), 35394 Gießen

Samstag, 10. November 2012, 11 Uhr
Rechtsarchäologische Exkursion mit Prof. Dr. Barbara Dölemeyer: „Spuren des Rechts rund um Münzenberg “
Treffpunkt: Rathaus, Marktplatz 1, 35516 Münzenberg

  • Ausblick auf weitere Veranstaltungen des Rudolf-von-Jhering-Instituts:

Freitag, 1. Februar 2013, 9 bis 17 Uhr
Lektürekolloquium „Aristoteles, Politik, 3. Buch“ (Auszüge)
Ort: Dekanatssitzungssaal des Fachbereichs 01, Licher Straße 72 (1. OG links), 35394 Gießen

Freitag, 14. Juni 2013, 16 bis 18 Uhr
Vortrag von Prof. Dr. Uwe Kranenpohl, Nürnberg: „Die Chancen der Methodenvielfalt – ein politikwissenschaftlicher Blick auf das Bundesverfassungsgericht“
Ort: Dekanatssitzungssaal des Fachbereichs 01, Licher Straße 72 (1. OG links), 35394 Gießen

  • Kontakt:

Prof. Dr. Franz Reimer
Professur für Öffentliches Recht und Rechtstheorie

Pressestelle der Justus-Liebig-Universität Gießen, Telefon 0641 99-12041