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LOEWE-Förderung für innovative und mutige Forschungsprojekte

JLU-Projekte der Förderlinie "LOEWE Exploration" beschäftigen sich mit Autismus und der Individualität menschlicher Zellen

13. Juli 2021, Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

Wiesbaden. In der neuen Förderlinie „LOEWE-Exploration“ für unkonventionelle innovative Forschung erhalten zwölf Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Landesmittel für ihre mutigen Forschungsansätze. Das hat die LOEWE-Verwaltungskommission auf Grundlage der Empfehlungen des LOEWE-Programmbeirats entschieden. Die ausgewählten Forschungsprojekte werden aus dem Forschungsförderprogramm LOEWE ausgestattet mit Projektmitteln in Höhe von insgesamt gut drei Millionen Euro für die Laufzeit von zwei Jahren.

„Wissenschaft muss Wagnisse eingehen und auch mal scheitern dürfen, um Innovation zu erzeugen. Deshalb geben wir mit unserer Förderlinie LOEWE-Exploration Forschenden die Freiheit, neuartigen, hoch innovativen Forschungsideen nachzugehen“, erklärt Wissenschaftsministerin Angela Dorn.
„Mit je zwischen 200.000 bis 300.000 Euro für zwei Jahre können sie eine unkonventionelle Hypothese, einen radikal neuen Ansatz testen. Solche Freiheit ist selten geworden in der Forschungsförderung. Dabei braucht Forschung diesen Mut, um bahnbrechende neue Ansätze finden zu können. Wir schließen damit auch eine Förderlücke im deutschen Wissenschaftssystem, die auch der Wissenschaftsrat jüngst moniert hatte. Denn es ist kein Zufall, dass beispielsweise die Technik für emissionsfreie Autos in anderen Ländern zur Marktreife entwickelt wurde, zum Schaden der deutschen Autoindustrie:
Wir brauchen mehr mutige Wissenschaft.“

 „Schon in der ersten Ausschreibungsrunde der neuen Förderlinie 5 ,LOEWE-Exploration‘“ hat der LOEWE-Programmbeirat sehr viele Anträge von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern begutachten dürfen“, ergänzt der Vorsitzende des LOEWE-Programmbeirats, Prof. Dr. Karl Max Einhäupl. „Die thematische Breite der eingereichten Vorhaben belegt die große Vielfalt der hessischen Forschungslandschaft. Aus Sicht des Beirats ist es wichtig, die Erfahrungen mit dem neuen LOEWE-Förderformat zeitnah auszuwerten, um die Erreichung der Ziele der Förderlinie 5 zusätzlich zu unterstützen.“

 
Projekte, die an der Justus-Liebig-Universität Gießen gefördert werden:

 
Therapie für Knochenschäden bei Autismus
AutiBone – zelluläre und molekulare Auswirkungen auf das Skelettsystem bei Autismus-Spektrum-Störungen

Antragsteller: Prof. Dr. rer. nat. Thaqif El Khassawna, Fachbereich Medizin

Autismus betrifft einen von 59 Menschen. Das verbreitete Bild vom sozial inaktiven, aber hoch intelligenten Kind blendet viele Aspekte der Krankheit aus. Sie kann zu einem breiten Spektrum an Beeinträchtigungen führen, darunter eine verzögerte körperliche und geistige Entwicklung, eingeschränkte soziale Kommunikations- und Interaktionsmöglichkeiten oder auch orthopädische Probleme, etwa ein verändertes Gangbild oder verringerte Knochenstabilität. In diesem Projekt soll untersucht werden, ob sich die Auswirkungen von Autismus auf die Knochen bei Kindern und Erwachsenen unterscheidet und wie sich die Standardtherapie mit Medikamenten und eine neuartige Vibrationstherapie auswirken. Ziel ist es, die Auswirkungen detailliert zu untersuchen und so neue Therapieansätze zu finden.



Jeder Mensch hat andere Zellen
Individualität in der Zellkultur: Zeit für den Paradigmenwechsel?

Antragstellerin: Prof. Dr. Janina Burk, Fachbereich Veterinärmedizin

Körperzellen sind so individuell wie die Menschen, von denen sie stammen. Diese Individualität wird bei Laborstudien zur Entwicklung von Therapien und Medikamenten bisher kaum beachtet – das ist ein großes Hindernis für den Fortschritt der Forschung. Dieses Projekt will einen Paradigmenwechsel
anstoßen: Es erforscht, wie Laborstudien mit Zellkulturen aufgebaut sein müssen, um die Individualität der Zellen verschiedener Spender angemessen zu berücksichtigen und so eine größere Aussagekraft über die Wirksamkeit neuer Therapien zu erzielen. Hierzu werden adulte Stammzellen verschiedener Spender in Zellkulturmodellen untersucht. Dabei wird überprüft, welchen Einfluss Studienaufbau und Arten der Experimentwiederholung auf die Ergebnisse haben. Ziel ist es, Empfehlungen zum Studienaufbau zu erarbeiten, die letztlich den Fortschritt bei der Entwicklung neuer Therapien verbessern könnten.

 

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