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„Meine Lehrerin, Dr. Dora Lux“

 
Hilde Schramm liest aus dem Buch über ihre jüdische Lehrerin – Lesung am 20. November in der UB

 

Nr. 225 • 13. November 2013

Dora Lux (1882-1959) war eine der ersten wissenschaftlich ausgebildeten Lehrerinnen in Deutschland und gilt als Wegbereiterin des Frauenstudiums. In der Weimarer Republik gehörte die Jüdin zu den wenigen verheirateten Studienrätinnen. Gleichzeitig zog sie zwei Töchter groß. Obwohl sie 1933 umgehend Berufsverbot erhielt, publizierte sie bis 1936 regimekritische Artikel. Später verstieß sie gegen die gesetzliche Vorschrift, sich als Jüdin registrieren zu lassen. Sie überlebte und war nach 1945 bis ins hohe Alter als Geschichtslehrerin tätig. Sie beeindruckte viele Schülerinnen durch ihre Unabhängigkeit und Klugheit. Die Universitätsbibliothek Gießen, die Professur für Allgemeine Erziehungswissenschaft und die Arbeitsstelle Holocaustliteratur laden am 20. November um 19 Uhr zur Vorstellung des Buches „Meine Lehrerin, Dr. Dora Lux“ mit der Autorin Hilde Schramm, einer Schülerin von Dora Lux, ein. Die Lesung findet im Ausstellungsraum der Universitätsbibliothek statt.

Hilde Schramm wurde 1936 in Berlin geboren und ist die Tochter des Architekten und Rüstungsministers Albert Speer, der als Kriegsverbrecher beim Nürnberger Prozess zu 20 Jahren Haft verurteilt wurde. Schramm wuchs in Heidelberg auf. Sie besuchte dort einige Zeit ein evangelisches Mädchengymnasium, das nach der Widerstandskämpferin Elisabeth von Thadden benannt ist. Dort wurde sie zwei Jahre bis zum Abitur 1955 im Fach Geschichte von Dora Lux unterrichtet.

Schramm studierte danach Germanistik, Latein, Erziehungswissenschaften und Soziologie. Sie promovierte an der Freien Universität Berlin, wo sie von 1972 bis 1982 in der Lehrerbildung tätig war. An der Technischen Universität Berlin habilitierte sie sich als Erziehungswissenschaftlerin. Für die Alternative Liste saß sie als Abgeordnete im Berliner Landesparlament. Sie setzt sich seit Jahrzehnten öffentlich für die Interessen der Opfer des Nationalsozialismus ein und ist Mitbegründerin der „Stiftung Zurückgeben“. 2004 erhielt sie den Moses-Mendelssohn-Preis für ihr Lebenswerk. Hilde Schramm hat viele Jahre lang dem Leben von Dora Lux nachgeforscht und ihre Biographie zu Dora Lux 2012 im Rowohlt-Verlag unter dem Titel „Meine Lehrerin, Dr. Dora Lux“ veröffentlicht.

  • Termin

Die Lesung findet am 20. November ab 19.00 Uhr im Ausstellungsraum der Universitätsbibliothek (Philosophikum I, Otto-Behaghel-Str. 8, 35394 Gießen) statt.

  • Weitere Informationen

www.facebook.com/pages/Arbeitsstelle-Holocaustliteratur/134202573276255
https://twitter.com/holocaustlit

  • Kontakt

Arbeitsstelle Holocaustliteratur an der Justus-Liebig-Universität Gießen
Otto-Behaghel-Str. 10B, 35394 Gießen
Telefon: 0641 99-29083

 

Pressestelle der Justus-Liebig-Universität Gießen, Telefon 0641 99-12041