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Andruchowytsch‘s „Geheimnis“

 
Ukrainischer Autor liest im Literarischen Zentrum Gießen aus seinem neuesten Buch vor

Nr. 268 • 4. November 2010

"Auch im räumlichen Sinne ist Europa ziemlich ungewöhnlich. Schon wenn es um seine westlichen Grenzen geht, ist es schwierig, und erst recht bei den östlichen. Hier gab es in letzter Zeit viele widersprüchliche Definitionen... Wo um Himmelswillen liegen die fraglichen östlichen Grenzen Europas? ... Um das irgendwie zu beantworten, könnte man davon ausgehen, dass Europa überall dort ist, wo die Einheimischen meinen, dass sie zu Europa gehören. Oder - ich gehe noch weiter - wo sie sich für Europäer halten. Also ist Europa ein ganz subjektiver Begriff. Ein Chinese in China oder Singapur wird sich nie für einen Europäer halten, ebenso wenig ein Araber, ein Inder, ein Mongole oder ein Iraner. Ein Einwohner von Aserbaidschan möglicherweise hingegen schon und ein Armenier ziemlich sicher." (La Vanguardia/Spanien, 18.10.2006)

Am 11. November 2010 findet um 18 Uhr im Literarischen Zentrum Gießen (Alte Stadtbibliothek, Lonystraße 2, 35390 Gießen) eine Lesung mit dem ukrainischen Autor Juri Andruchowytsch statt. Sie wird vom Gießener Zentrum Östliches Europa (GiZo) und dem Institut für Osteuropäische Geschichte an der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) in Kooperation mit dem Kulturamt Gießen, dem Literarischen Zentrum Gießen (LZG) und der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde (DGO) veranstaltet. Andruchowytsch stellt bei der Lesung sein Buch „Geheimnis – sieben Tage mit Egon Alt“ (Таjemnicja. Zamist‘ romanu, 2007; deutsche Übersetzung 2008) vor.

Juri Ihorewytsch Andruchowytsch wurde am 13. März 1960 in Stanislau - seit 1962 Ivano-Frankivs’k, Westukraine - geboren. Er studierte in Lemberg und Moskau und lebt nach Aufenthalten in Westeuropa und den USA wieder in Ivano-Frankivs’k. Er debütierte als Lyriker, publizierte Essays und zahlreiche Artikel. Seine Arbeiten sind international bekannt und in viele Sprachen übersetzt worden. Er gilt als eine der wichtigsten politischen, kulturellen und intellektuellen Stimmen seines Landes. Seine drei Romane „Rekreacii“ (Seitensprünge, 1992), „Moskoviada“ (1993, deutsche Übersetzung 2006), „Perverzija“ (1999), sind Klassiker der ukrainischen Gegenwartsliteratur und haben ihn über die Grenzen seines Landes hinaus populär gemacht. In Deutschland wurde er 2003 mit seinem Essayband „Das letzte Territorium“ bekannt. Im Jahr 2004 erschien das gemeinsam mit Andrzej Stasiuk verfasste „Mein Europa“ als Ergebnis einer gemeinsamen Reise durch den unbekannten europäischen Osten. Es folgten „Engel und Dämonen der Peripherie“ (2007) und der Roman „Zwölf Ringe“ (Dvanadcjat‘ obruĉiv, 2005).

Juri Andruchowytsch wurde mit nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet, darunter 2001 mit dem Herder-Preis der Alfred-Toepfer-Stiftung, mit dem kulturelle Leistungen in Osteuropa gewürdigt werden. Im Jahr 2005 erhielt er den Sonderpreis zum Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis der Stadt Osnabrück und war Gast des Berliner Künstlerprogramms des DAAD. In der Begründung hieß es, dass „der Schriftsteller […] mit seinen brillanten Essays einen wichtigen Beitrag zur Entdeckung einer nahezu unbekannten Region im erweiterten Europa [vermittle]“. Im gleichen Jahr bekam er den mitteleuropäischen Literaturpreis Angelus für seinen Roman Zwölf Ringe. 2006 wurde er mit dem „Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung“ ausgezeichnet.

  • Termin

Donnerstag, 11. November 2010, 18 Uhr
Literarisches Zentrum Gießen, Alte Stadtbibliothek, Lonystraße 2, 35390 Gießen

  • Kontakt

Stanislava Kolková
Telefon: 0178-6386226

Lidia Gläsmann
Telefon: 0641 99-28251

Herausgegeben von der Pressestelle der Universität Gießen, Telefon: 0641 99-12041