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Die faszinierende Welt der Siegelbilder

 
Dr. Markus Späth spricht bei Justus‘ Kinderuni am 29. November 2011 darüber, wie man sich im Mittelalter ausgewiesen hat

Nr. 304 • 22. November 2011


Gab es im Mittelalter Passfotos? Nein, die gab es nicht, da das Fotografieren damals noch nicht erfunden war! Doch wie konnten sich die Menschen ausweisen? Davon wird Dr. Markus Späth, Kunstgeschichte, im Rahmen von Justus‘ Kinderuni am 29. November 2011, um 16.15 Uhr in der Aula im Uni-Hauptgebäude (Ludwigstraße 23, 35390 Gießen) berichten. Nur soviel vorab: Im Mittelalter nutzten die Menschen dicke Wachssiegel mit ihrem Bild darauf, wenn sie zum Beispiel dem König einen Brief mit Bitte um Hilfe schickten. Um so einen ‚Ausweis‘ herzustellen, brauchten sie einen großen Stempel. Mit diesem konnte man sein eigenes Bild in das Wachs prägen: als stolze Prinzessin in wunderschönen Gewändern oder als mächtiger Ritter in Rüstung hoch zu Roß reitend. In dieser Veranstaltung von Justus‘ Kinderuni können die Kinder in die faszinierende Welt der Siegelbilder im Mittelalter eintauchen – und auch selbst einmal das Siegeln mit historischen Stempeln ausprobieren.

Mädchen und Jungen im Alter von 8 bis 12 Jahren (3. bis 6. Schuljahr) sind bei Justus’ Kinderuni besonders angesprochen. Die Teilnahme an den jeweils vier Veranstaltungen pro Semester ist kostenlos. Interessierte melden sich bitte auf der Internetseite www.uni-giessen.de/kinderuni an oder direkt vor der Vorlesung. Die Kinderuni-Ausweise können direkt vor der jeweiligen Vorlesung abgeholt beziehungsweise abgestempelt werden.

Und wie immer winkt den Nachwuchsstudierenden ab acht Jahren, die an allen vier Veranstaltungen im Semester teilgenommen haben, am Ende eine wohlverdiente kleine Belohnung: das begehrte Teilnahmezertifikat.

  • Termin:

Dienstag, 29. November 2011, 16.15-17 Uhr
Dr. Markus Späth, Kunstgeschichte: Gab es im Mittelalter Passfotos?

  • Ausblick auf die nächste Veranstaltung von Justus’ Kinderuni:

Dienstag, 13. Dezember 2011, 16.15-17 Uhr
Prof. Dr. Jorge A. Encarnação, Säugetierökologie: Wer fliegt mit den Händen und sieht mit den Ohren?

  • Kontakt:

Elisabeth Düring
Präsidialbüro/Kultur- und Veranstaltungsmanagement
Ludwigstraße 23, 35390 Gießen
Telefon: 0641 99-12003

Herausgegeben von der Pressestelle der Justus-Liebig-Universität Gießen, Telefon 0641 99-12041