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Gießener Völkerrechtler Marauhn ist Mitglied der Internationalen Humanitären Ermittlungskommission

 
Kommission untersucht Kriegsverbrechen und Völkerrechtsverletzungen

Nr. 337 • 23. Dezember 2011

Auf Vorschlag der Bundesrepublik Deutschland ist der Gießener Völkerrechtler Prof. Dr. Thilo Marauhn in die Internationale Humanitäre Ermittlungskommission gewählt worden. Er soll gemeinsam mit den 14 anderen neu gewählten Mitgliedern Kriegsverbrechen und andere Völkerrechtsverletzungen untersuchen. An der Wahl, die Anfang Dezember 2011 in Bern stattfand, nahmen 62 Staaten teil. Die Konferenz fand auf Einladung der Schweiz statt, die Depositarstaat der Genfer Abkommen von 1949 und ihrer Zusatzprotokolle von 1977 ist. Wahlberechtigt waren die 72 Vertragsparteien, welche die Zuständigkeit der Kommission anerkannt haben.

Die seit 1991 bestehende Kommission ist ein ständiges Organ der Staatengemeinschaft. Ihre Mitglieder untersuchen auf Anfrage eines an einem bewaffneten Konflikt beteiligten Vertragsstaates mögliche Kriegsverbrechen oder andere Verletzungen des humanitären Völkerrechts. Rechtsgrundlage der Kommission ist Artikel 90 des Zusatzprotokolls vom 8. Juni 1977 zu den Genfer Abkommen vom 12. August 1949 über den Schutz der Opfer internationaler bewaffneter Konflikte. Die neu besetzte Kommission wird ihre Arbeit im März 2012 aufnehmen. Ihre Mitglieder sind in persönlicher Eigenschaft tätig und respektieren den Grundsatz der Unparteilichkeit.

Nach seiner ersten Professur an der University of Strathclyde (Glasgow) 2001 folgte Prof. Marauhn einem Ruf auf die C4-Professur für Öffentliches Recht, Völkerrecht und Europarecht am Fachbereich Rechtswissenschaft der Justus-Liebig-Universität Gießen. Rechtsfragen der internationalen Sicherheit gehören seit langem zu seinen Arbeitsschwerpunkten, auf deren Grundlage er auch politikberatend tätig ist. So war er von 2002 bis 2009 Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und ist seit 1995 Mitglied des Fachausschusses „Humanitäres Völkerrecht“ des Deutschen Roten Kreuzes sowie seit 2008 Mitglied des VN-politischen Beirats des Auswärtigen Amtes.

  • Kontakt:

Prof. Dr. Thilo Marauhn, M.Phil.
Professur für Öffentliches Recht, Völkerrecht und Europarecht
Licher Straße 76, 35394 Gießen
Telefon: 0641 99-21150

 

Herausgegeben von der Pressestelle der Justus-Liebig-Universität Gießen, Telefon 0641 99-12041

Prof. Dr. Thilo Marauhn (Bild: Franz Möller)
Prof. Dr. Thilo Marauhn (Bild: Franz Möller)