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Richtfest für den Neubau des Instituts- und Hörsaalgebäudes Chemie

 
Wissenschaftsministerin Kühne-Hörmann und Finanzstaatssekretärin Prof. Hölscher: „Wichtiger Meilenstein für die weitere Entwicklung der Universität“

 

Gemeinsame Pressemitteilung des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst, des Hessischen Ministeriums der Finanzen und der Justus-Liebig-Universität Gießen zum Richtfest des Neubaus des Instituts- und Hörsaalgebäudes Chemie der Justus-Liebig-Universität Gießen

 

19. März 2012

Die Hessische Landesregierung und die Justus-Liebig-Universität Gießen haben heute mit zahlreichen Gästen Richtfest des Neubaus der Chemie am Campus Naturwissenschaften in Gießen gefeiert. „Mit diesem Neubau stärken wir weiter die Zukunftsfähigkeit des Innovationsstandorts Mittelhessen“, hob Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann hervor. „Dies ist gleichzeitig ein wichtiger Meilenstein für die weitere Entwicklung der Universität.“ Finanzstaatssekretärin Prof. Dr. Luise Hölscher sagte, dass der Neubau optimale Möglichkeiten für anwendungsnahe Forschung auf höchstem Niveau bieten werde.
Das Land investiere hier rund 100 Millionen Euro für eines der größten Projekte aus dem HEUREKA-Programm für den Hochschulbau in Hessen. „Dank der Anschubfinanzierung aus dem hessischen Sonderinvestitionsprogramm konnte der Bau erfreulich zeitnah in Angriff genommen werden.“
 
„Die Chemie ist ein Leitfach für unsere Universität, die nach einem der wichtigsten Wegbereiter der modernen Chemie benannt ist; die Chemie ist im Kern unserer Identität als Justus-Liebig-Universität verortet“, sagte der Präsident der Universität, Prof. Dr. Joybrato Mukherjee. „Dieser Neubau sichert eine moderne und exzellent ausgestattete Infrastruktur für Forschung und Lehre in einem zentralen Fach an unserer Universität, aber auch für die Vermittlung chemischen Wissens von einer exzellenten Grundlagenforschung in Erkenntnisse für die praktische Anwendung – ganz in der Tradition Justus Liebigs und ganz im Sinne unseres Zukunftskonzepts ‚Translating Science‘.“  

Um für den Standort sowohl ein städtebauliches Entwicklungskonzept als auch einen Gebäudeentwurf für den Neubau zu erhalten, war ein Realisierungswettbewerb mit städtebaulichem Ideenteil ausgelobt worden. Die Aufgabenstellung war, vor allem wegen der schwierigen topographischen Situation, nicht leicht zu lösen. Die Bewertung der überarbeiteten Entwürfe, von denen eine ganze Reihe als überragend bezeichnet werden kann, führte zur Auswahl des Entwurfs von „Gerber Architekten“, Dortmund, der die vielfältigen Anforderungen am besten erfüllte.

Gesamtinvestitionen von rund 111,5 Mio. Euro

Das Richtfest konnte nach nur 16 Monaten Bauzeit gefeiert werden. Dem Rohbau folgen nun die umfangreichen Innenarbeiten und die technische Ausstattung. Die Fertigstellung des Gebäudes ist für Ende 2013 geplant. Die Baukosten belaufen sich auf insgesamt 100,6 Mio. Euro. Weitere 10,9 Mio. Euro sind für die Geräteausstattung vorgesehen.  

Das Rückgrat des Gebäudes bildet die über die gesamte Gebäudelänge verlaufende Magistrale. Diese wird das Gebäude im Inneren erschließen und teilt es in ein langgestrecktes Praktikums- sowie ein U-förmiges Institutsgebäude. Im Inneren wird ein großzügig terrassierter Gartenhof entstehen. Die Magistrale erlaubt eine gute Orientierung, befördert die interne Kommunikation und bietet Ausblicke in den umgebenden Grünraum. „Ich bin überzeugt, dass das Gebäude beste Rahmenbedingungen schafft, um einen zeitgemäßen Studienbetrieb zu befördern“, sagte Finanzstaatssekretärin Prof. Hölscher weiter.

Die Instituts- und Praktikumbereiche werden in jedem Geschoss geschickt durch verglaste Brücken verbunden. Dadurch wird die Orientierung im Gebäude erleichtert und der Gartenhof als Teil des Gebäudes erlebbar gemacht. Eine zentrale Rolle für Forschung und Lehre kommt den Laboreinheiten zu. Deren innovative Konzeption erlaubt einen flexiblen und zukunftsfähigen Betrieb mit Auswertungsarbeitsplätzen, die in die Labore integriert sind und sich zum Innenhof orientieren.

„Dem Planungsteam ist es gelungen, die anspruchsvollen Vorgaben, die an den Standard der
technischen Ausstattung und an die Energieeffizienz gestellt werden, umzusetzen“, so
Hölscher. Das Land Hessen lege bei seinen Gebäuden sehr hohen Wert auf Energieeffizienz
und die Reduzierung von CO2-Emissionen. „Das kommt der Umwelt zugute und wirkt sich in
den Betriebskosten äußerst günstig aus.“

Gedacht wurde bei der Richtfestfeier auch eines tragischen Unglücks, das sich im Oktober bei
den Arbeiten auf der Baustelle ereignet hatte.