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Wege aus der Gewalt: JLU kooperiert in der Friedensforschung mit irakischer Universität

Zusammenarbeit mit der Universität Duhok in Forschung und Lehre – DAAD fördert das Projekt mit 25.000 Euro

Nr. 49 • 30. April 2021
Der Irak ist eines der am stärksten von gewaltsamen Konflikten zerrütteten Länder der Welt. Wissenschaftliche Analysen zur Stabilisierung des Iraks und zur Förderung von Friedensprozessen können politikrelevante Hinweise geben und den Weg zu einem Ausweg aus der Gewalt ebnen. Hier setzt ein neues Projekt der Professur für Friedensforschung an der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) und des „Center for Peace and Conflict Resolution Studies“ der Universität Duhok in der nordirakischen Region Kurdistan an: Es soll eine längerfristige Hochschulkooperation in der Friedens- und Konfliktforschung angebahnt werden, bei der der Fokus auf Forschung und Lehre liegt. So werden unter anderem Möglichkeiten zur Zusammenarbeit in der Master- und Promotionsausbildung ausgelotet. Hierfür greifen die Beteiligten auch auf die Expertise des Deutsch-Kolumbianischen Friedensinstituts (Instituto CAPAZ) zurück, dessen Direktor Prof. Stefan Peters an der JLU die Professur für Friedensforschung innehat. Zudem soll durch das Projekt die Internationalisierung der irakischen Friedens- und Konfliktforschung gefördert werden.

„Die Kooperation mit der Universität Duhok ist ein Meilenstein“, sagt Prof. Dr. Stefan Peters. „Denn Friedens- und Konfliktforschung findet nicht alleine im akademischen Elfenbeinturm statt. Im Gegenteil: Sie stellt wissenschaftliche Expertise zur Stabilisierung von Konflikten und die Förderung von Friedensprozessen zur Verfügung. Eine Vielzahl von Forschungsergebnissen hat gezeigt, dass die Konflikte unserer Zeit jeweils kontextspezifische Lösungen benötigen.“ International vergleichende Forschungen zu internationalen Friedensprozessen könnten daher zentrale Hinweise zu Potenzialen und möglichen Fallstricken verschiedener Ansätze der Friedensförderung bieten.
 
„Eine multilaterale und interregionale Vernetzung in der Friedens- und Konfliktforschung ermöglicht wechselseitige Lernprozesse und innovative Forschungsdesigns“, ergänzt Dr. Rosario Figari Layús, die das Projekt seitens der Professur für Friedensforschung der JLU maßgeblich gestaltet. Zudem erhöhe diese Kooperation die Sichtbarkeit der Partneruniversitäten und trage zur interkulturellen Verständigung bei. Prof. Dr. Jotyar Sedeeq, Projektverantwortlicher der Universität Duhok, stellt die Bedeutung der Kooperation für seine Universität und den Irak heraus: „Es ist das erste Kooperationsprojekt in der Friedensforschung mit Deutschland. Gerade in diesem Feld braucht der Irak – angesichts der aktuellen Situation – den Ausbau der wissenschaftlichen Fähigkeiten. Gleichzeitig können wir lokale Sichtweisen auf ‚Peacebuilding‘ mit unseren Kolleginnen und Kollegen teilen und ermöglichen so wichtige Weiterentwicklungen der Friedens- und Konfliktforschung.“

Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) fördert die Anbahnung der Hochschulkooperation über ein Jahr mit 25.000 Euro. In diesem Rahmen sind Delegationsreisen nach Duhok und Gießen vorgesehen, sobald die globale Pandemiesituation dies erlaubt, sowie die Publikation eines arabischsprachigen Standardwerks zur Friedens- und Konfliktforschung.

  • Kontakt



Professor für Friedensforschung an der JLU und Direktor des Instituto CAPAZ

 


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