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Auszeichnung für Prof. Dr. Katja Becker

 
Medizinerin und JLU-Vizepräsidentin erhält die Rudolf Leuckart-Medaille der Deutschen Gesellschaft für Parasitologie – Entwicklung von antiparasitären Hemmstoffen

Nr. 52 • 24. März 2010

Über eine weitere Auszeichnung kann sich Prof. Dr. Katja Becker, Medizinerin und  Zweite Vizepräsidentin der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) freuen: Die Deutsche Gesellschaft für Parasitologie (DGP) hat ihr während ihrer 24. Jahrestagung an der Universität Düsseldorf die Rudolf Leuckart-Medaille verliehen. Diese wird in Gedenken an den Begründer der Parasitologie, Rudolf Leuckart, jährlich von der DGP an Forscher vergeben, die sich in besonderem Maße um die Förderung der Parasitologie verdient gemacht haben.

Prof. Becker forscht unter anderem an der Rolle von oxidativem Stress und antioxidativen Schutzmechanismen in der Entstehung von Krankheiten sowie an der Entwicklung neuer Medikamente. Sie beschäftigt sich mit dem Energiestoffwechsel verschiedener Organismen, darunter pathogene Parasiten wie der Malaria-Erreger. Um auf toxische Sauerstoff- und Stickstoffmetaboliten reagieren zu können, haben Zellen eine Reihe von Antioxidationssystemen entwickelt, die Katja Becker und ihre Arbeitsgruppe aufklären konnten. Hierbei spielt insbesondere die biochemische Charakterisierung der beteiligten Enzymsysteme eine Rolle. Schon früh hat Prof. Becker die Bedeutung der molekularen Strukturaufklärung für die Charakterisierung dieser Proteine und für die Entwicklung von antiparasitären Hemmstoffen erkannt. Seit ihrem Wechsel nach Gießen im Jahr 2000 hat Prof. Becker ihre Arbeiten auf die Charakterisierung von Enzymsystemen beim Menschen und dem genetischen Modellorganismus Drosophila melanogaster ausgeweitet, um Redoxnetzwerke als Ganzes verstehen und Angriffspunkte für die selektive Ausschaltung einzelner Systeme aufzeigen zu können. Hierbei konnte sie bahnbrechende Erfolge erzielen.

Prof. Becker hat ein in Deutschland einmaliges Oeuvre zur Charakterisierung von Stoffwechselleistungen parasitärer Mikroorganismen und der Entwicklung von potenziellen Antiinfektiva aufzuweisen. Dieser Ansatz des rationellen Drug-Designs stellt eine hervorragende Möglichkeit dar, die dringend benötigten antiinfektiven Substanzen zur Bekämpfung von Infektionskrankheiten wie Malaria oder der Schlafkrankheit zu entwickeln. Neben ihrer eigenen wissenschaftlichen Aktivität hat sich Prof. Becker in den letzten Jahren als Gutachterin und Organisatorin von Konferenzen um die Parasitologie verdient gemacht.

Prof. Dr. Katja Becker, Jahrgang 1965, studierte Medizin an der Universität Heidelberg. Ihre Promotion schloss sie 1988 ab. Nach Erlangen der Approbation als Ärztin, wurde sie 1996 für das Fach Biochemie an der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg habilitiert. Teile ihrer Ausbildung erhielt Katja Becker an Universitätskliniken in Oxford und Basel. Mehrmonatige Forschungsaufenthalte führten sie später an die Universität Sydney sowie an das Scripps Research Institute, La Jolla, Kalifornien. 1998 legte sie die Facharztprüfung „Biochemie“ in Heidelberg ab. Sie arbeitete als Oberassistentin am Biochemiezentrum der Universität Heidelberg, bevor sie einen Ruf als Nachwuchsgruppenleiterin an das Zentrum für Infektionsforschung an der Universität Würzburg bekam (1999).

Seit dem Jahr 2000 hat Prof. Becker die Professur für Biochemie der Ernährung des Menschen am Interdisziplinären Forschungszentrum der JLU inne. Prof. Becker ist eines der jüngsten Mitglieder der renommierten Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina. Seit November 2009 gehört sie dem Präsidium der JLU als Zweite Vizepräsidentin an und widmet sich damit insbesondere den Forschungsfragen der Universität.

  • Kontakt:

Prof. Dr. Katja Becker
Professur für Biochemie der Ernährung des Menschen, IFZ
Heinrich-Buff-Ring 26-32, 35392 Gießen
Telefon: 0641 99-39120, Fax: 0641 99-39129

Herausgegeben von der Pressestelle der Universität Gießen, Telefon 0641 99-12041

Prof. Dr. Katja Becker wurde von der Deutschen Gesellschaft für Parasitologie mit der Rudolf Leuckart-Medaille ausgezeichnet.
Prof. Dr. Katja Becker. Foto: privat