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Was tun gegen die Angst vor dem Zahnarzt?

 
Psychologen der Justus-Liebig-Universität Gießen untersuchen, was sich im Gehirn von Menschen mit Angst vor Zahnbehandlungen abspielt

Nr. 55 • 4. März 2011

Am Bender Institute of Neuroimaging (BION) der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) soll eine funktionelle Magnetresonanz-Tomographie-Untersuchung zur Zahnbehandlungsphobie Licht ins Dunkel jener Vorgänge bringen, die sich im Gehirn von Zahnbehandlungsphobikern abspielen. Das Projektteam unter der Leitung von Prof. Dr. Anne Schienle und Prof. Dr. Rudolf Stark, sucht für die Studie erwachsene Männer und Frauen, die an einer solchen Phobie leiden, sowie für die Kontrollgruppe Teilnehmerinnen und Teilnehmer gleichen Alters ohne Angst vor Zahnbehandlungen.

„Erhebungen zufolge leiden drei bis fünf Prozent der Bevölkerung im deutschsprachigen Raum unter einer Zahnbehandlungsphobie“, berichten Dr. Andrea Hermann und Wilfried Scharmüller, verantwortlich für die Realisierung der aktuellen Studie. Wobei eine Phobie mehr umfasse als „nur“ Angst oder ein mulmiges Gefühl vor und während einer Zahnbehandlung. „Schätzungen gehen davon aus, dass nur etwa 30 Prozent der Menschen hierzulande vor einem Zahnarzttermin völlig gelassen bleiben“, erklären die Psychologen. Schwitzen, Zittern, Herzrasen, begleitet von panischer Angst, lassen Phobiker die gefürchtete Situation meiden oder nur unter größter Überwindung bewältigen. In Extremfällen nehmen Betroffene sogar Zahnschmerzen als das geringere Übel in Kauf.

Ziel der Untersuchung am BION ist es festzustellen, welche Reaktionen bestimmte Reize bei Personen mit einer Zahnbehandlungsphobie im Gehirn erzeugen und wie sich ihre Gehirnaktivierungsmuster von jenen Nichtbetroffenen unterscheiden. Des Weiteren soll überprüft werden, wie sich eine solche Phobie durch eine Therapie verändert. Zu diesem Zweck ist geplant, Personen bei denen eine Zahnbehandlungsphobie festgestellt wurde, eine dreistündige Verhaltenstherapie an der Verhaltenstherapeutischen Ambulanz der JLU anzubieten. Ein Blick auf die Gehirnaktivierung nach dieser Therapie kann dann Aufschluss über die Wirkung und Effizienz der Therapie geben.

Die Studie konzentriert sich auf Männer und Frauen im Alter von 18 bis 65 Jahren. Die Probanden sollen weder an schweren psychischen oder körperlichen Erkrankungen leiden noch regelmäßig Medikamente einnehmen. Die Teilnahme an der Untersuchung umfasst zwei Termine. Beim ersten Termin wird in einem Interview und mit Hilfe von Fragebögen abgeklärt, ob alle Kriterien für die Teilnahme erfüllt sind, sowie eine Diagnostik erstellt. Beim zweiten Termin werden den Probanden während einer funktionellen Magnetresonanztomographie-Untersuchung verschiedene Bilder gezeigt. Alle gewonnen Daten unterliegen selbstverständlich der Schweigepflicht und werden vertraulich behandelt.

Personen, die an der Studie teilnehmen wollen, werden gebeten, eine E-Mail an folgende Adresse zu schicken: zahnstudie@bion.de

  • Kontakt

Wilfried Scharmüller, Bender Institute of Neuroimaging (BION)
Otto-Behaghel-Straße 10 H, 35394 Gießen

Herausgegeben von der Pressestelle der Universität Gießen, Telefon 0641 99-12041