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Thromboseneigung und Thromboserisiko

Fortsetzung der digitalen Seniorenvorlesungen des Fachbereichs Medizin im Juni – Online Vortrag zum Thema „Thrombophilie“

Nr. 64 • 31. Mai 2021

Thromboseneigung, Thromboserisiko, Thrombosevorbeugung – „Thrombophilie“ ist ein Thema, das gerade im Zusammenhang mit Covid-19 seit einem Jahr besonders häufig diskutiert wird. Das Problem „Thrombophilie“ geht aber viel weiter; die Liste der Thrombose-Risikofaktoren ist fast unüberschaubar lang. Prof. Dr. Bettina Kemkes-Matthes, ehemalige Leiterin des Interdisziplinären Schwerpunkts für Hämostaseologie am UKGM, berichtet in der Seniorenvorlesung für den Monat Juni anschaulich, mit welcher Vielfalt an Thrombose- Risikofaktoren jeder Mensch im Laufe des Lebens konfrontiert wird. Der Vortrag ist ab sofort online abrufbar: http://www.med.uni-giessen.de/senioren

„Das Problem ,Thrombophilie‘ betrifft jede und jeden Einzelnen im Laufe seines Lebens, den einen mehr, den anderen weniger“, betont Prof. Kemkes-Matthes, JLU, Fachärztin für Innere Medizin. Sie ist nicht nur die Referentin des aktuellen Vortrags, sondern zugleich die Organisatorin der beliebten JLU-Vorlesungsreihe für Seniorinnen und Senioren.

Gravierendster erworbener Risikofaktor sei das Alter selbst, sagt Medizinerin Kemkes-Matthes. Während im Neugeborenenalter Thrombosen mit einer Häufigkeit von 1:100.000 pro Jahr selten seien, liege die Inzidenz sogenannter thromboembolischer Ereignisse beim über 80-jährigen Menschen bei 1 % pro Jahr. Interessant seien die unterschiedlich hohen Thromboserisiken bei Frauen und Männern. Es liege nahe, dass Frauen durch die Einnahme der Pille, eine Schwangerschaft oder Östrogen-Substitution einem höheren Thromboserisiko ausgesetzt seien als Männer. Trotzdem hätten Männer – insbesondere junge Männer – ein deutlich höheres Risiko als Frauen, nach einer ersten Thrombose ein Rezidiv zu erleiden. Die Ursache dafür ist bisher nicht geklärt. Das Y-Chromosomen spielt dabei keine Rolle.

Neben einer Vielzahl erworbener Thromboserisikofaktoren, zu denen auch Immobilisation, operative Eingriffe, schwerwiegende Erkrankungen und vieles mehr gehören, geht die Referentin ausführlich auf erbliche Risikofaktoren ein. Sie schildert, dass im Laufe der letzten Jahrzehnte eine Vielzahl an Gerinnungsveränderungen entdeckt wurden, die ursächlich für eine erhöhte Thrombosegefahr sind – so Mangelzustände von Antithrombin, Protein C und S, die Faktor V Leiden Mutation und einige mehr. Trotz der erheblichen Fortschritte auf dem Gebiet der Hämostaseologie und der Anwendung genetischer Untersuchungsmethoden gelinge es heute jedoch lediglich – oder immerhin – bei etwa Zweidrittel der Thrombose-Patientinnen und -Patienten einen oder mehrere erbliche Thrombose-Risikofaktoren durch Laboranalysen zu identifizieren. Wie kompliziert und aufwändig die Laboranalytik auf diesem Gebiet ist, klingt im letzten Teil der Vorlesung an: Sowohl eine abgehetzt in die Ambulanz kommende Patientin oder ein Patient als auch eine nicht sachgerecht gelagerte Probe können die Untersuchungsergebnisse verfälschen.

Die Hörerinnen und Hörer erwartet ein gut verständlicher Vortrag über eine sehr komplexe Thematik.


  • Termin

Seniorenvorlesung für den Monat Juni 2021 ab online.
Auch die letzten sechs Vorträge aus dem Wintersemester 2020/21 bzw. zum Auftakt des Sommersemesters 2021 zu den Themen „Vorhofflimmern“, „Neue Tumortherapien“, „Altern“, „Herz und Seele“, „Rückenschmerz – ein leidiges Thema“ und „Lungenhochdruck“ sind auf der Homepage weiterhin verfügbar.

  • Weitere Informationen

www.med.uni-giessen.de/senioren


  • Kontakt



Presse, Kommunikation und Marketing • Justus-Liebig-Universität Gießen • Telefon: 0641 99-12041

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