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„… ein sehr lebhaftes Vielerlei“ – Erinnerungen an Rudolf Frank

 
Eine Ausstellung von Wilfried Weinke in Kooperation mit der Justus-Liebig-Universität ist dem Theatermann und Schriftsteller Rudolf Frank gewidmet, der zu den Opfern der Doktorgradentziehungen während des NS-Regimes gehörte – Ausstellungseröffnung am 14. April 2011 – Pressegespräch

Nr. 77 • 5. April 2011

      
„… Rudolf Frank ist ein sehr lebhaftes Vielerlei“: So heißt es in der Selbstbeschreibung des Theatermanns und Schriftstellers Rudolf Frank vom August 1935. Unter diesem programmatischen Titel präsentiert eine Ausstellung von Wilfried Weinke in Kooperation mit der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) den Schauspieler und Regisseur, Theaterkritiker und -leiter, Schriftsteller, Hör- und Drehbuchautor, Herausgeber und Übersetzer Rudolf Frank (1886-1979).

Der Name Dr. Rudolf Frank findet sich auf einer Liste von 51 Personen, denen an der Universität Gießen während des NS-Regimes zu Unrecht der Doktorgrad aberkannt worden war. An diese von Unrechtsmaßnahmen Betroffenen erinnert heute im Gustav-Krüger-Saal eine Gedenktafel.  Vor allem jüdische Promovierte waren von der Doktorgradentziehung während der NS-Herrschaft betroffen. Die JLU bekennt sich zu ihrer Schuld für dieses begangene Unrecht. Sie hat 2005 die unrechtmäßig entzogenen Doktortitel  zurückgegeben, die Rehabilitierung der Opfer öffentlich gemacht und die Opfer im Rahmen einer Gedenkveranstaltung gewürdigt.

Im Zuge der Aufarbeitung des Unrechts durch die Universität Gießen während der nationalsozialistischen Herrschaft erfolgte auch eine intensive Beschäftigung mit der Person von Dr. Rudolf Frank, der nun im Zentrum der Ausstellung stehen wird.
Die Vertreter der Medien sind aus diesem Anlass herzlich eingeladen zu einem

Pressegespräch
mit Ausstellungsvorbesichtigung
am Donnerstag, 14. April 2011, um 13.00 Uhr
im Gustav-Krüger-Saal (1. OG)
Universitätshauptgebäude, Ludwigstraße 23, 35390 Gießen


JLU-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee, Kanzler Dr. Michael Breitbach, Kurator Wilfried Weinke und die Leiterin des Universitätsarchivs, Dr. Eva-Marie Felschow, werden als Gesprächspartner zur Verfügung stehen.

Die Eröffnung der Ausstellung „… ein sehr lebhaftes Vielerlei“ ist am Donnerstag, 14. April 2011, um 18.00 Uhr im Gustav-Krüger-Saal, Universitätshauptgebäude der JLU. Grußworte werden JLU-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee und Dr. Vincent C. Frank-Steiner, der Sohn von Rudolf Frank, sprechen. Unter dem Titel „Dem Andenken an die Vielen zu Unrecht Vergessenen“ wird im Anschluss Kurator Wilfried Weinke in die Ausstellung einführen.

Dokumentiert werden das facettenreiche Wirken von Rudolf Frank als Schriftsteller und Theatermann in der Zeit der Weimarer Republik, seine Ausgrenzung als Jude nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten, seine Emigration aus Deutschland, sein Exil in Österreich und der Schweiz, seine Tätigkeit als Übersetzer, die Neu- und Erstveröffentlichung seiner Bücher nach 1945. Im Mittelpunkt steht Frank 1931 verfasster Antikriegsroman „Der Junge, der seinen Geburtstag vergaß“, der zunächst unter dem Titel „Der Schädel des Negerhäuptlings Makaua“ erschienen war. Neben zahlreichen Fotos, Dokumenten und Büchern bietet die Ausstellung einen Ausschnitt aus dem Film „Hans in allen Gassen“, für den Rudolf Frank das Drehbuch und die Gesangstexte schrieb. Im Kapitel „Theater“ zeigt eine von Rudolf Frank gesprochene Anekdote seine Rezitationsfähigkeit. Der ebenfalls gezeigte Film „Der Emigrant. Patriot oder Verräter“ (1966) vertieft auf der filmischen Ebene die Geschichte der Emigration aus dem nationalsozialistischen Deutschland.

Im Rahmen der Ausstellung, die vom 15. April bis zum 17. Juni 2011 im Uni-Hauptgebäude zu sehen sein wird, erwartet die Besucher ein umfangreiches Begleitprogramm (siehe Termine).
       

  • Termine:

 Ausstellung: Der Theatermann und Schriftsteller Rudolf Frank
15. April – 17. Juni 2011
Ausstellungsort: Universitätshauptgebäude, Rektorenzimmer,
Ludwigstraße 23, 35390 Gießen

Ausstellungseröffnung am 14. April 2011 um 18.00 Uhr
im Gustav-Krüger-Saal, Universitätshauptgebäude, Ludwigstraße 23, 35390 Gießen

  • Begleitprogramm:

Führungen:
am 3. Mai 2011 um 16:30 Uhr: Führung durch den Ausstellungskurator Wilfried Weinke  Im Vorfeld der Begleitveranstaltungen vom 16. Mai und 9. Juni 2011 jeweils um 16.30 Uhr bieten Mitarbeiterinnen der Arbeitsstelle Holocaust Literatur der JLU Führungen an. Anmeldungen unter: Telefon: 0641 99-29083 oder -93

Filmabend: am 3. Mai 2011 um 18.15 Uhr im Biologischen Hörsaal, Universitätshauptgebäude, Ludwigstraße 23, 35390 Gießen.
„Der Emigrant. Patriot oder Verräter“ (Fernsehdokumentation,1966)

Lesung: am 16. Mai 2011 um 18.15 Uhr im Biologischen Hörsaal, Universitätshauptgebäude, Ludwigstraße 23, 35390 Gießen. Lesung aus Rudolf Frank: „Der Junge, der seinen Geburtstag vergaß“ im Geschichtslesesommer für Kinder und Jugendliche (GELESO) 2011

Vortrag: am 9. Juni 2011 um 18:15 Uhr im Biologischen Hörsaal, Universitätshauptgebäude, Ludwigstraße 23, 35390 Gießen.
„Degradierte Doktoren: der Doktorentzug als Instrument der Entwürdigung im
Nationalsozialismus am Beispiel der Universität München“ (Dr. Stefanie Harrecker, München).

  • Weitere Informationen:

Öffnungszeiten der Ausstellung
Montag bis Freitag: 7.00 bis 19.00 Uhr
(Samstag, Sonntag und an Feiertagen geschlossen)

Kontakt:

Dr. Eva-Marie Felschow
Leiterin des Universitätsarchivs der Justus-Liebig-Universität
Otto-Behaghel-Straße 8
35394 Gießen
Telefon: 0641 99-14000

 

Herausgegeben von der Pressestelle der Universität Gießen, Telefon 0641 99-12041