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Intuitionen – was sie leisten und was nicht

 
Öffentliche Ringvorlesung Collegium Gissenum startet am 3. Mai 2011

Nr. 90 • 19. April 2011


Verstand oder Gefühl? Hinter dieser einfachen Gegenüberstellung verbirgt sich nicht zuletzt eine lange philosophische Streifrage über die Natur des Menschen. In der öffentlichen Ringvorlesung Collegium Gissenum des Zentrums für Philosophie der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) wird das Verhältnis von Verstand und Gefühl neu bestimmt. Psychologen, Anthropologen, Sozialwissenschaftler, Mediziner und Philosophen werden ihre wissenschaftliche Sicht auf dieses Verhältnis darlegen und diskutieren, welche Rolle Bauchgefühle im Leben tatsächlich spielen, was sie bewirken und was nicht. Die Vorlesungsreihe beginnt am Dienstag, 3. Mai 2011, um 18.15 Uhr im Margarete-Bieber-Saal (Ludwigstraße 34, 35390 Gießen). Der Eintritt ist frei.

Ganz in der Tradition Kants sieht die Mehrheit der Philosophen und auch der Alltagsmenschen in der typisch menschlichen Rationalität jene Kompetenz, die uns deutlich vom Tier unterscheidet. Dank unseres Verstandes kommen wir zu klugen Entscheidungen, im Kleinen genauso wie in den großen Zusammenhängen einschließlich unserer moralischen Urteilskraft. Tiere verhalten sich gemäß triebhafter Ursachen, Menschen hingegen haben Verstandes-Gründe und lassen sich von diesen leiten – oder sollten sich zumindest von ihnen leiten lassen.

Wissenschaftliche Entwicklungen der letzten Jahre und Jahrzehnte haben jedoch die Schärfe dieses simplen Gegensatzes aufgeweicht. Psychologen erkennen, dass viele angebliche Begründungen letztlich nur Rationalisierungen sind: Erst kommt das Verhalten, dann seine möglichst kluge Begründung. Evolutionäre Anthropologen weisen darauf hin, dass die menschlichen Gefühle und Intuitionen eine lange Evolutionsgeschichte hinter sich haben und deshalb irgendwie lebenspraktisch nützlich gewesen sein müssen – sonst gäbe es sie nicht – und Philosophen zeigen auf, dass es Letztbegründungen ohnehin nicht geben kann und der Verstand deshalb der Welt subjektiver Vorlieben, mithin der Intuitionen, nicht zu entkommen vermag.

  • Termine:

3. Mai 2011: Sozialwissenschaften
Prof. Dr. Michael Baurmann, Soziologie, Universität Düsseldorf

17. Mai 2011: Kulturanthropologie
Prof. Dr. Christoph Antweiler, Orient- und Asienwissenschaften, Universität Bonn

31. Mai 2011: Philosophie
Prof. Dr. Thomas Grundmann, Philosophie, Universität Köln

14. Juni 2011: Psychopathologie
Prof. Dr. Martin Brüne, Universitätsklinikum, Universität Bochum

28. Juni 2011: Urteils- und Entscheidungsforschung
Prof. Dr. Henning Plessner, Sportpsychologie, Universität Heidelberg

12. Juli 2011: Kulturvergleichende Entwicklungspsychologie
Prof. Dr. Heidi Keller, Psychologie, Universität Osnabrück

Die Vorträge finden jeweils dienstags um 18.15 Uhr im Margarete-Bieber-Saal (Ludwigstraße 34, 35390 Gießen) statt. Der Eintritt ist frei.

  • Kontakt:

Prof. Dr. Eckart Voland
Zentrum für Philosophie und Grundlagen der Wissenschaft der JLU
Rathenaustraße 8, 35394 Gießen
Telefon: 0641 99-15550

Herausgegeben von der Pressestelle der Universität Gießen, Telefon 0641 99-12041