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Gegen Unrecht aufstehen

Hanns Wagners Spiel vom Heiligen Ursus in Solothurn zwischen Vergangenheit und Gegenwart – Projekt und Aufführungen der Theatergruppe des Instituts für Germanistik

Nr. 91 • 20. Juni 2022

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Die Theatergruppe des Instituts für Germanistik führt das Spiel vom Heiligen Ursus auf.Foto: Cora Dietl

Sich friedlich und standhaft gegen einen unsinnigen Krieg stellen. Die eigenen Werte und Ansichten wortgewandt verteidigen und sich trotz aller Gewalt nicht vom Glauben sowie der Hoffnung abbringen lassen. Mutig sein und gegen Unrecht aufstehen. Die eigene Stimme erheben. Eine Haltung, die zurzeit kaum aktueller sein könnte. Eine Rolle spielt Standhaftigkeit auch in der Legende von St. Ursus und St. Victor, in der es um eine Auseinandersetzung des im alten Rom vorherrschenden heidnischen Glaubens mit dem Christentum geht. Die Theatergruppe des Instituts für Germanistik der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) unter der Leitung von Prof. Dr. Cora Dietl bringt nach der Corona-Zwangspause ein Stück des Dramatikers Hanns Wagner auf die Bühne, der im 16. Jahrhundert die Legende aufgreift und eigene Zwischentöne in die Handlung einbaut.

Ursus, Victor und Constantius, Mitglieder der Thebäischen Legion, weigerten sich im 3. Jahrhundert, Kaiser Maximians Befehl zu folgen und gegen ihre christlichen Glaubensbrüder in den Krieg zu ziehen. Hanns Wagner greift auf diesen Stoff zurück. Mit seinem im Jahr 1581 in Solothurn erstmals aufgeführten Theaterstück stellt er einen Bezug zu seiner Gegenwart her. Im Drama verweist er durch kleine, aber präzise Andeutungen geschickt auf einen Konflikt zwischen dem katholischen und protestantischen Glauben, ohne dabei zu verheimlichen, auf welcher Seite er selbst und seine Stadt stehen. In einer Zeit der konfessionellen Gespaltenheit der Eidgenossenschaft ein mutiges und klares politisches Statement.

Nachdem die 6.000 bis 7.000 Mann starke Thebäische Legion aufgrund ihrer Befehlsverweigerung fast vollständig hingerichtet worden und nur Ursus mit einer kleinen Gruppe nach Solothurn geflohen ist – hier versuchen sie das Volk zu bekehren –, stoßen die Christen bei der Obrigkeit auf große Widerstände. Durch den kaiserlichen Befehl dazu angehalten, die abtrünnigen Christen gefangen zu nehmen, zu bekehren und bei Widerstand von sämtlichen Mitteln Gebrauch zu machen, versucht Hyrtacus, der Landvogt Solothurns, der Männer habhaft zu werden. Dabei kommt es nicht nur zu einigen wunderlichen Geschehnissen und Erscheinungen rund um Ursus, Victor und Constantius, die die Geduld des Stadtoberhauptes stark auf die Probe stellen, sondern auch zu einer immer weiter eskalierenden Konfliktsituation, bei der das Ende völlig offen zu sein scheint.

Nach Aufführungen des turbulenten Spiels in Grünberg und im Botanischen Garten Gießen wird die Theatergruppe nach Prag reisen, wo sie das Stück am 18. Juli im Rahmen der SITM-Tagung an der Karls-Universität aufführen wird. Das Projekt wird gefördert durch das Kulturamt der Universitätsstadt Gießen, das Museum im Spital Grünberg, den Freundeskreis Museum Grünberg, das Hessische Landestheater Marburg und das Literarische Zentrum Gießen (LZG). Die Reise nach Prag wird gefördert durch ein Blended Intensive Programme mit Prag und Bukarest aus Mitteln der Europäischen Union sowie durch die JLU.

 

  • Mitwirkende

Cora Dietl (Gerontius), Karina Fischer (Ursus), Jesse Garip (Parmeno), Karl Gierth (Soldat), Philipp Holicka (Symbulus), Lillian Joachim (Thaumantius), Swantje Luhn (Hyrtacus), Victor Marc (Victor), Timo Miosga (Rottmeister), Anna Marie Schill (Teufel, Christiana), Laura Schleicher (Soldat), Tim-Christopher Sinkel (Christus), Cathrin Vonderheid (Constantius), Frauke Weber (Lugentius; Epilogsprecher), Marco Wehrum (Soldat), Maret Zeino-Mahmalat (Guardihauptmann, Engel) und Anna Zuth (Eurybates).

  • Termin

Aufführungen mit Subtext:
02.07.2022 um 15 Uhr in Grünberg (ehem. Antoniterkloster; Eintritt frei)
14.07.2022 um 19.30 Uhr in Gießen (im Botanischen Garten; Eintritt an der Abendkasse 5€, erm. 3€, LZG-Mitglieder frei)
18.07.2022 um 19.45 Uhr in Prag (Karls-Universität; im Rahmen der SITM-Tagung)

Bei schönem Wetter ist die Presse zur Generalprobe am 30.6.2022 um 17 Uhr vor Haus G des Philosophikums I eingeladen.

 

  • Kontakt


Institut für Germanistik
Otto-Behaghel-Str. 10B, 35394 Gießen
Telefon: 0641 99-29080

 

 

Presse, Kommunikation und Marketing • Justus-Liebig-Universität Gießen • Telefon: 0641 99-12041

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