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Im Westen angekommen? Die Integration von DDR-Zuwanderern als historischer Prozess

 
Kooperationsprojekt der JLU und der Stiftung Berliner Mauer/Gedenkstätte Notaufnahmelager Marienfelde

VolkswagenStiftung fördert Gießener Teilprojekt mit 188.000 Euro

Nr. 99 • 28. Mai 2013

„Es war die Stunde Null, aber sie war in Freiheit...“ – „Ich habe fast zwei Jahre gebraucht, um mich hier heimisch zu fühlen.“ Diese Stimmen von Flüchtlingen und Übersiedlerinnen und Übersiedlern aus der DDR, die von ihren Integrationserfahrungen im Westen berichten, finden sich im Zeitzeugenarchiv der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde und der Gedenkstätte Berliner Mauer. Mit den vielfältigen Problemen und Herausforderungen des langwierigen Prozesses der Eingliederung in die Gesellschaft der Bundesrepublik beschäftigt sich das Forschungsprojekt „Im Westen angekommen? Die Integration von DDR-Zuwanderern als historischer Prozess“ der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) und der Stiftung Berliner Mauer/Gedenkstätte Notaufnahmelager. Die VolkswagenStiftung fördert das Gießener Teilprojekt „Die Integration von DDR-Zuwanderern in Hessen 1949-1989“ mit 188.000 Euro im Rahmen der Förderlinie „Forschung in Museen“. Insgesamt stellt sie für das Forschungsvorhaben 526.800 Euro bereit.

Das Projekt leiten Prof. Dr. Dirk von Laak, Historisches Institut der JLU, und Bettina Effner, Stiftung Berliner Mauer/Gedenkstätte Notaufnahmelager Marienfelde. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Gießen und Berlin analysieren 162 ein- bis sechsstündige lebensgeschichtliche Interviews mit DDR-Flüchtlingen bzw. Übersiedlerinnen und Übersiedlern aus dem umfangreichen Zeitzeugenarchiv der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde und der Gedenkstätte Berliner Mauer. Welche Bedeutung für den Integrationsprozess hatten Faktoren wie Alter, Bildungsgrad, Beruf, politische Orientierung oder Motiv der Ausreise beziehungsweise Flucht? Welche Auswirkungen hatten die Umstände des Verlassens der DDR – Flucht über Grenzen, Freikauf oder Nicht-Rückkehr von Besuchsreisen? Welche Rolle spielten die Dauer des Aufenthalts in den Aufnahmelagern und der Zugang zu staatlichen Integrationshilfen?

Im Mittelpunkt der Untersuchung steht die Frage nach Kontinuität und Wandel der Integration in den Jahren von 1949 bis 1989 unter besonderer Berücksichtigung geschlechts-, familien- und generationenspezifischer Erfahrungen. Die Fluchtbewegung hatte bis zum Mauerbau vor allem das Notaufnahmelager Marienfelde zum Ziel; danach wurde das Notaufnahmelager Gießen zentral. Am Beispiel der beiden Integrationsräume West-Berlin und Hessen, die diese Lager umgaben, untersuchen die Forscherinnen und Forscher die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Integrationsverläufe in West-Berlin und Westdeutschland.

Mit der Verschränkung von kultur-, sozial- und erfahrungsgeschichtlichen Fragestellungen und der vergleichenden Analyse der Integrationserfahrungen trägt das Kooperationsprojekt der Stiftung Berliner Mauer mit der Universität Gießen zu einem umfassenderen Verständnis der bundesrepublikanischen Migrationsgeschichte bei.

  • Bild

In der Ausstellung der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde veranschaulicht eine rekonstruierte Flüchtlingswohnung mit Originalmobiliar aus den 1950er Jahren Jahren die Wohnsituation der Menschen im Lager. Foto: Andreas Tauber, ENM

  • Kontakt

Prof. Dr. Dirk van Laak
Historisches Institut
Otto-Behaghel-Straße 10 C, 35394 Gießen
Telefon: 0641 99-28134/-28131

Pressestelle der Justus-Liebig-Universität Gießen, Telefon 0641 99-12041

Rekonstruierte Flüchtlingswohnung mit Originalmobiliar aus den 1950er Jahren. Foto: Andreas Tauber, ENM
Rekonstruierte Flüchtlingswohnung mit Originalmobiliar aus den 1950er Jahren. Foto: Andreas Tauber, ENM