Benutzerspezifische Werkzeuge

Information zum Seitenaufbau und Sprungmarken fuer Screenreader-Benutzer: Ganz oben links auf jeder Seite befindet sich das Logo der JLU, verlinkt mit der Startseite. Neben dem Logo kann sich rechts daneben das Bannerbild anschließen. Rechts daneben kann sich ein weiteres Bild/Schriftzug befinden. Es folgt die Suche. Unterhalb dieser oberen Leiste schliesst sich die Hauptnavigation an. Unterhalb der Hauptnavigation befindet sich der Inhaltsbereich. Die Feinnavigation findet sich - sofern vorhanden - in der linken Spalte. In der rechten Spalte finden Sie ueblicherweise Kontaktdaten. Als Abschluss der Seite findet sich die Brotkrumennavigation und im Fussbereich Links zu Barrierefreiheit, Impressum, Hilfe und das Login fuer Redakteure. Barrierefreiheit JLU - Logo, Link zur Startseite der JLU-Gießen Direkt zur Navigation vertikale linke Navigationsleiste vor Sie sind hier Direkt zum Inhalt vor rechter Kolumne mit zusaetzlichen Informationen vor Suche vor Fußbereich mit Impressum

Artikelaktionen

Generationalität – Gesellschaft – Geschichte

Institut für Germanistik richtet vom 13. bis zum 15. Februar 2020 internationale Tagung aus – Geschichte in den deutschsprachigen Literatur- und Mediensystemen

Nr. 26 • 12. Februar 2020

Generationenwechsel als Zäsuren im kommunikativen wie kulturellen Gedächtnis, Generationenkonflikte und -brüche als Folge andersgearteter, oft nicht vereinbarer  Erfahrungshorizonte und Anzeichen für sozialen, kulturellen und mentalitätsgeschichtlichen Wandel: Der enge Zusammenhang von Generationalität, Gesellschaft und Geschichte bildet den inhaltlichen Rahmen für eine internationale wissenschaftliche Tagung, zu der das Institut für Germanistik der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) vom 13. bis zum 15. Februar 2020 nach Gießen einlädt. Fachvertreterinnen und -vertreter aus Deutschland, Großbritannien, Polen, Spanien, Russland, USA und Kanada werden die Geschichte in den deutschsprachigen Literatur- und Mediensystemen nach 1945 bis zur Gegenwart in den Blick nehmen. Die Tagung findet im Senatssaal im Universitätshauptgebäude statt. Sie wird am 13. Februar um 13.15 Uhr mit Grußworten des Dekans des Fachbereichs 05 – Sprache, Literatur, Kultur Prof. Dr. Thomas Möbius und des Geschäftsführenden Direktors des Instituts für Germanistik Prof. Dr. Helmuth Feilke eröffnet.

Der Begriff „Generation“ hat sich seit dem Ende des 19. Jahrhunderts zu einem einschlägigen Paradigma der Kultur- und Literaturgeschichte verfestigt. Neueren kulturwissenschaftlich orientierten Arbeiten, die Entwicklungen der deutschsprachigen Literatur- und Mediensysteme nach 1945 untersuchen, ist eine Perspektive gemeinsam, die das Wechselverhältnis zwischen Epochen, Stile und Zeitgeist (evolutionäre Abfolge) und unterschiedlichen Generationen, Strömungen, Weltanschauungen (polyphone Koexistenz) in der Betrachtung von Literatur, Kunst und Medien als Symbol- und Sozialsysteme einbezieht.

„Generation“ lässt sich, so die Veranstalter, auch beschreiben „als Ergebnis von gruppenbezogenen Selbst- und Fremdbeobachtungen“. Von jeher komme dabei herausragenden Symbolfiguren wie Autorinnen und Autoren, Künstlerinnen und Künstlern, Musikerinnen und Musikern eine wichtige Rolle zu. Auf vermeintlich exemplarische Weise verkörpern und artikulieren sie bestimmte Weltanschauungen, Lebensstile, Subkulturen. Ihre Werke ermöglichen den Leserinnen und Lesern die mediale Teilhabe und Reflexion über Generationenzusammenhänge stiftende Ereignisse und Erfahrungen an.

Von der Literaturgeschichte vorgenommene Generationalisierungen (Sturm und Drang, Junges Deutschland, Expressionismus, Lost Generation, Trümmer- oder Aufbauliteratur, Beat Generation, Angry Young Men, Fräuleinwunder) nehmen dabei immer auch literatur- und kultursoziologische sowie ideen- und mentalitätsgeschichtliche Aspekte in den Blick. Sie fragen nach gemeinsamen Grunderfahrungen, Weltanschauungen und Ausdrucksformen, damit verbundenen Selbstbeschreibungen und -inszenierungen sowie Zusammenhang stiftenden Medien, Netzwerken und Kommunikationskanälen. Umgekehrt hat die Germanistik das Generationenparadigma inzwischen auch für die eigene Fachgeschichte fruchtbar gemacht.

Die Themenpalette der Themen, die im Rahmen der wissenschaftlichen Tagung umrissen werden, ist breit: Die Vortragstitel reichen u.a. von der „Generation Fake“ (Täuschung, Lüge und Fiktion nach der Postmoderne) über die Generationsproblematik in Werken von Heinrich Böll, Generationalität in deutschsprachigen Lyrikanthologien nach 1945, Generationendiskursen in Schulromanen um 1960 bis hin zu Christa Wolfs Selbst- und Fremdpositionierung in der Post-DDR-Literaturgeschichte.

Die Veranstalter danken der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Gießener Hochschulgesellschaft (GHG) für die Förderung der Veranstaltung, die Dr. Norman Ächtler, Anna Heidrich, José Fernández Pérez und Mike Porath organisiert haben.


  • Termin

Tagung „Generationalität – Gesellschaft – Geschichte
vom 13. bis zum 15. Februar 2020, Tagungseröffnung: 13. Februar, 13.15 Uhr
Veranstaltungsort: Senatssaal, Universitätshauptgebäude, Ludwigstraße 23, 35390 Gießen


  • Kontakt


Institut für Germanistik der JLU
FB 05 Sprache, Literatur, Kultur
Otto-Behaghel-Straße 10b
35394 Gießen


Presse, Kommunikation und Marketing • Justus-Liebig-Universität Gießen • Telefon: 0641 99-12041



abgelegt unter: