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„Wir wollen helfen, wo immer es geht“

UKGM und der Fachbereich Medizin der JLU freuen sich über großes Engagement von Medizinstudierenden

Gemeinsame Pressemitteilung der Justus-Liebig-Universität Gießen und des Universitätsklinikums Gießen

24. März 2020

“Wir alle sind betroffen, jeder und jede einzelne. Und wer in der Lage ist zu helfen, sollte einen Beitrag leisten, damit wir alle so gut wie möglich durch diese Zeit kommen“, sagt Medizinstudentin Cara, die sich bereits Anfang März als freiwillige Helferin im Uniklinikum gemeldet hatte. Derzeit sitzt die 21-jährige Studentin der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) im Eingangsbereich der Blutbank und klärt die Blutspender darüber auf, wer derzeit spenden kann und wer nicht. Unzählige Fragen hat sie während ihrer sechs-Stunden-Schicht bereits beanwortet, geholfen, Blutspendeformulare auszufüllen und bei den Spendern Fieber gemessen. In Zeiten von Corona ein wichtiger Job, denn Blutspenden werden dringend gebraucht. Viele Spenderinnen und Spender bleiben zuhause, die Verunsicherung ist groß, und natürlich muss gerade bei der Blutspende auch sichergestellt sein, dass nur gesunde Spender zugelassen werden. Eigentlich wollte die Studentin in diesen Semesterferien nach Ägypten reisen – jetzt hilft sie zuhause an vorderster Front. Angst hat sie keine: „Wenn jeder die Einstellung hätte, sich möglichst nicht in Gefahr zu bringen, dann würde hier schnell nichts mehr gehen. Wenn man sich entscheidet, Medizin zu studieren, dann sollte man sich der Verantwortung die man hat, nämlich Menschen in jeder Lage zu helfen, auch bewusst sein“, sagt Cara.

Ganz ähnlich sehen das auch ihre Kommilitonen Wiebke und Jonas. Sie haben gerade Dienst am sogenannten „Corona-Checkpoint“ im Eingangsbereich des Hauptgebäudes. Der ist rund um die Uhr im Drei-Schicht-Betrieb von Studenten besetzt. „Eigentlich sitze ich gerade an meiner Doktorarbeit, aber das ist jetzt zweitrangig. Ich wollte mich gerne engagieren und habe an verschiedensten Stellen meine Hilfe angeboten“, so der 30-Jährige. Aufklärungsarbeit für Patientinnen und Patienten, Besucherinnen und Besucher, aber auch UKGM-Beschäftigte: Das leisten die Studierenden hier jeden Tag. Wer sollte sich testen lassen, darf ich mit einer Erkältung das Haus betreten, was stimmt denn nun wirklich von all den Nachrichten, die man so hört. 1001 Fragen haben die beiden in ihren Schichten seit Anfang März bereits beantwortet und werden auch nicht müde, das weiter zu tun: „Wir haben von vielen eine tolle Resonanz bekommen, dass sie das richtig gut und hilfreich finden, gerade bei den ganzen fake-news, die jetzt unterwegs sind“, sagt Wiebke, die im 4. Semester Medizin studiert. Ebenso wie ihr Kommilitone Jonas hat auch die 21-jährige Studentin keine Angst, sich bei Ihrem besonderen Job  hier anzustecken: „Wir sind jung, wir sind gesund, wir haben die entsprechende Schutzkleidung und vor allem haben wir Zeit und wollen helfen.“

Nach dem gemeinsamen Aufruf des Fachbereichs Medizin der JLU und des UKGM in Gießen in der vergangenen Woche haben sich allein in den ersten drei Tagen fast 300 Studierende gemeldet. „Die Hilfsbereitschaft ist überwältigend und wir freuen uns enorm darüber“, sagt Pflegedienstleitung Gunhild Flemmer, die den Studentischen Hilfsdienst koordiniert. Unter den Studierenden sind auch einige, die bereits eine weitere Qualifikation in der Krankenpflege, als Rettungsassistent, Notfallsanitäter aber auch als Hebamme, Medizinische Fachangestellte oder Altenpflegerin haben. Sie werden nun nach und nach dort eingesetzt, wo sie am effektivsten unterstützen können. „Für diese große Bereitschaft unseres medizinischen Nachwuchses sind wir wirklich dankbar und schätzen das Engagement der Studierenden außerordentlich“, betonen  Studiendekan Prof. Dr. Dieter Körholz und der Ärztlichen Direktor des UKGM (Standort Gießen), Prof. Dr. Andreas Böning. Sie hatten den Aufruf an die Medizinstudierenden der JLU gemeinsam gestartet. Auch Dekan Prof. Dr. Wolfgang Weidner zeigte sich stolz auf die freiwilligen Helferinnen und Helfer seines Fachbereichs: „Die Studierenden zeigen damit großes Verantwortungsbewusstsein. Ich bin zuversichtlich, dass die besonderen Erfahrungen in dieser Krise dazu beitragen werden, unsere Studierenden zu hervorragenden Ärztinnen und Ärzten auszubilden.“

 

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