Benutzerspezifische Werkzeuge

Information zum Seitenaufbau und Sprungmarken fuer Screenreader-Benutzer: Ganz oben links auf jeder Seite befindet sich das Logo der JLU, verlinkt mit der Startseite. Neben dem Logo kann sich rechts daneben das Bannerbild anschließen. Rechts daneben kann sich ein weiteres Bild/Schriftzug befinden. Es folgt die Suche. Unterhalb dieser oberen Leiste schliesst sich die Hauptnavigation an. Unterhalb der Hauptnavigation befindet sich der Inhaltsbereich. Die Feinnavigation findet sich - sofern vorhanden - in der linken Spalte. In der rechten Spalte finden Sie ueblicherweise Kontaktdaten. Als Abschluss der Seite findet sich die Brotkrumennavigation und im Fussbereich Links zu Barrierefreiheit, Impressum, Hilfe und das Login fuer Redakteure. Barrierefreiheit JLU - Logo, Link zur Startseite der JLU-Gießen Direkt zur Navigation vertikale linke Navigationsleiste vor Sie sind hier Direkt zum Inhalt vor rechter Kolumne mit zusaetzlichen Informationen vor Suche vor Fußbereich mit Impressum

Artikelaktionen

Ringvorlesung des Präsidenten "Konfliktregionen im östlichen Europa": Vortrag von Prof. Dr. Włodzimierz Borodziej

Die Ringvorlesung des Präsidenten konzentriert sich in diesem Wintersemester auf die Ukraine und die Türkei. Prof. Dr. Włodzimierz Borodziej spricht zum Thema „Polen und die Ukraine 2014: Neuanfang, Wendepunkt oder Rückkehr der Geschichte".
Wann 01.12.2014
von 19:15 bis 20:30
Wo Aula
Name
Kontakttelefon 12004
Termin übernehmen vCal
iCal

Nach der politischen Wende im östlichen Europa ab 1989, dem Zerfall des sogenannten Ostblocks, der Sowjetunion und Jugoslawiens ist spätestens durch die EU-Osterweiterung das tradierte Verständnis vom Westen und vom Osten in Europa verändert worden. Neue intensive Kooperationen, aber auch aktuelle Konfliktherde offenbaren neue geostrategische Grenzziehungen und eine Vielfalt an Deutungsmustern zum Verständnis vom Osten und vom Westen. Seit den Massendemonstrationen für und gegen die EU in der Ukraine zeigt sich die Zerrissenheit zwischen dem alten Westen und einem neu zu definierenden Osten besonders deutlich. Zugleich führt die mediale Vermittlung der Ukraine-Krise im Osten und im Westen gleichermaßen zur Verstärkung alter Konzepte wie zu Neubestimmungen. Konfliktzonen und Bruchlinien zeigen sich innerhalb des östlichen Europas (Ukraine) und auch an den weichen EU-Außengrenzen (Türkei). Die Türkei steht sowohl kulturell als auch politisch zwischen (dem östlichen) Europa und der islamischen Welt und repräsentiert mit ihren komplex geschichteten sozialen Gruppen diese unterschiedliche Orientierung. Beide Regionen (die Ukraine in Interaktion mit weiteren Staaten und die Türkei) wird die Ringvorlesung exemplarisch beleuchten. Wofür steht heute der „Osten“ Europas in Abgrenzung zum westlichen Europa? Wie sind politische, gesellschaftliche, kulturelle u.a. Grenzen heute zu ziehen? Welche Bedeutung haben diese für die aktuellen Konfliktherde im östlichen Europa?

 

Expertinnen und Experten aus verschiedenen Bereichen präsentieren ihre Sichtweise und stellen sich der Diskussion.

 

Die wissenschaftliche Koordination der Ringvorlesung lag in diesem Jahr bei Gießener Zentrum Östliches Europa (Geschäftsführende Direktorin: Prof. Dr. Monika Wingender).

 

Der Historiker und Direktor des Imre Kertész Kollegs Jena, Prof. Dr. Włodzimierz Borodziej,  lenkt am Montag, 1. Dezember 2014, in seinem Vortrag „Polen und die Ukraine 2014: Neuanfang, Wendepunkt oder Rückkehr der Geschichte?“ den Blick auf den westlichen Nachbarn der Ukraine. 2014 erlebte Polen eine "Rückkehr der Geschichte": Auf dem Majdan konstituierte sich eine ukrainische Nation, die endlich einen lebensfähigen Staat hervorbringen könnte. Russland versucht, dies zu verhindern. Macht gegen Recht, Einflusssphären und imperiale Aggression gegenüber kleineren Nachbarn - all diese Schlagworte sind in der polnischen Geschichte wohl bekannt. Sie schienen 1989/91 ins Archiv abgewandert zu sein. Jetzt stehen sie als akutes Problem im Raum, ohne dass sich die Mitglieder von EU und NATO einig wären in der Einschätzung der Gefahr. Prof. Dr. Peter Haslinger übernimmt die Moderation der anschließenden Diskussion.

Weitere Informationen über diesen Termin…