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Artikelaktionen

Gießener Geographische Gesellschaft (GGG) - Vortragsreihe WiSe 2022/23

Dr. Hans von Suchodoletz, Leipzig "Geoarchäologische Untersuchungen im südlichen Kaukasus – Landschaftswandel und Desertifikation in einer spätbronzezeitlich/früheisenzeitlichen Siedlungskammer"
Wann 23.01.2023
von 18:15 bis 19:30
Wo Großer Hörsaal im Zeughaus, Senckenbergstraße 3 (Eingang Landgrafenstraße)
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Durch ihre Lage zwischen dem fruchtbaren Halbmond Mesopotamiens und den eurasischen Steppen, nimmt die südliche Kaukasusregion eine besondere Stellung in der nahöstlichen Archäologie ein. Ebenso wie in benachbarten osttürkischen und nordwestiranischen Gebieten entstanden hier während der Spätbronze- bis Früheisenzeit ab vor ca. 3.500 Jahren zahlreiche permanente befestigte Siedlungen. Diese Zeit war durch eine zunehmende soziopolitische Hierarchie und Komplexität gekennzeichnet. Eine der während dieser Zeit besiedelten Regionen war die semiaride Shiraki-Hochebene in Ostgeorgien, welche ab ca. 3.200 Jahren durch eine intensive Siedlungstätigkeit mit teilweise stadtähnlichen Siedlungen gekennzeichnet war. Diese Siedlungsaktivität endete jedoch abrupt vor ca. 2.500 Jahren, und seit jener Zeit bis heute war die Region nur noch spärlich besiedelt.

 

Im Rahmen eines interdisziplinären Forschungsprojekts haben wir auf Basis geomorphologischer, sedimentologischer, geochronologischer und paläoökologischer Daten die Landschaftsentwicklung der heute durch das völlige Fehlen permanenter Oberflächengewässer gekennzeichneten Shiraki-Hochebene rekonstruiert. Hierbei wollten wir zum einen die Umweltbedingungen der frühbronzezeitlich/früheisenzeitlichen Besiedlung rekonstruieren, und zum anderen Informationen über mögliche Auswirkungen dieser Besiedlung auf die seit jener Zeit stattgefundenen Desertifikationsprozesse erhalten. Mittels einer hydrologischen Modellierung war es außerdem möglich, Veränderungen der regionalen Wasserbilanz während der letzten Jahrtausende abzuschätzen, was Aussagen über mögliche klimatische und menschliche Ursachen erlaubt. Durch ihre Lage zwischen dem fruchtbaren Halbmond Mesopotamiens und den eurasischen Steppen, nimmt die südliche Kaukasusregion eine besondere Stellung in der nahöstlichen Archäologie ein. Ebenso wie in benachbarten osttürkischen und nordwestiranischen Gebieten entstanden hier während der Spätbronze- bis Früheisenzeit ab vor ca. 3.500 Jahren zahlreiche permanente befestigte Siedlungen. Diese Zeit war durch eine zunehmende soziopolitische Hierarchie und Komplexität gekennzeichnet. Eine der während dieser Zeit besiedelten Regionen war die semiaride Shiraki-Hochebene in Ostgeorgien, welche ab ca. 3.200 Jahren durch eine intensive Siedlungstätigkeit mit teilweise stadtähnlichen Siedlungen gekennzeichnet war. Diese Siedlungsaktivität endete jedoch abrupt vor ca. 2.500 Jahren, und seit jener Zeit bis heute war die Region nur noch spärlich besiedelt.

Im Rahmen eines interdisziplinären Forschungsprojekts haben wir auf Basis geomorphologischer, sedimentologischer, geochronologischer und paläoökologischer Daten die Landschaftsentwicklung der heute durch das völlige Fehlen permanenter Oberflächengewässer gekennzeichneten Shiraki-Hochebene rekonstruiert. Hierbei wollten wir zum einen die Umweltbedingungen der frühbronzezeitlich/früheisenzeitlichen Besiedlung rekonstruieren, und zum anderen Informationen über mögliche Auswirkungen dieser Besiedlung auf die seit jener Zeit stattgefundenen Desertifikationsprozesse erhalten. Mittels einer hydrologischen Modellierung war es außerdem möglich, Veränderungen der regionalen Wasserbilanz während der letzten Jahrtausende abzuschätzen, was Aussagen über mögliche klimatische und menschliche Ursachen erlaubt.

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