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15-jähriges Bestehen der Arbeitsstelle Holocaustliteratur - Lesung mit Wolfgang Benz

Anlässlich des 15-jährigen Bestehens der Arbeitsstelle Holocaustliteratur an der JLU Gießen lädt die Arbeitsstelle Holocaustliteratur am 29. Mai zu einer Veranstaltung mit dem renommierten Zeithistoriker Wolfgang Benz ein. In einer Lesung und einem anschließendem Gespräch mit Markus Roth (Arbeitsstelle Holocaustliteratur) stellt Wolfgang Benz sein neues Buch „Theresienstadt. Eine Geschichte von Täuschung und Vernichtung“ vor.
Wann 29.05.2013
von 19:00 bis 21:00
Wo Literarisches Zentrum Gießen, Kongresshalle, Südanlage 3a, 35390 Gießen
Name
Kontakttelefon 0641/99-29083
Termin übernehmen vCal
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In seinem jüngsten Buch legt Wolfgang Benz die zum Teil bis heute wirksamen Lügen und Propagandatricks der Nationalsozialisten von vermeintlich besseren Lebensbedingungen in dem 'Altersghetto' offen und stellt Theresienstadt als das dar, was es war: ein integraler Bestandteil der systematischen Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden. Auf Grundlage umfangreicher Zeugnisliteratur und Forschung zeichnet Benz ein facettenreiches Bild vom Leben und Hoffen der insgesamt 141.000 Juden im Getto, von Hunger, Deportation und Vernichtung. Nur 23.000 Menschen überlebten Theresienstadt.

Wolfgang Benz (geb. 1941) war nach langjähriger Tätigkeit am Institut für Zeitgeschichte in München von Anfang der neunziger Jahre bis März 2012 Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung an der TU Berlin. Er veröffentlichte zahlreiche Schriften zur Geschichte des Nationalsozialismus, des Antisemitismus und zum Holocaust sowie zur deutschen Nachkriegsgeschichte und Vorurteilsforschung. Zuletzt u.a."Die Feinde aus dem Morgenland. Wie die Angst vor den Muslimen unsere Demokratie gefährdet" (C.H. Beck 2012), "Deutsche Juden im 20. Jahrhundert. Eine Geschichte in Porträts" (C.H. Beck 2011).

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abgelegt unter: Vorlesung/Vortrag