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Ringvorlesung des Präsidenten: Wirtschaft neu denken - die Grenzen von Markt und Wachstum

Das Netto-Grundeinkommen: Ein Krisengrundeinkommenskonzept als Einstieg in eine resiliente Governance- und Sozialstaatsreform
Wann 24.01.2022
von 19:15 bis 21:00
Wo Livestream unter: www.uni-giessen.de/ringvorlesung
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Prof. Dr. Bernhard Neumärker:

Das Netto-Grundeinkommen: Ein Krisengrundeinkommenskonzept als Einstieg in eine resiliente Governance- und Sozialstaatsreform

 

Welche Zukunft hat unser auf Markt und Wachstum ausgerichtetes Wirtschaftssystem? Wer sind die Gewinner und wer die Verlierer? Welche Alternativen gibt es für eine gerechtere und nachhaltige Wirtschaft der Zukunft? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Ringvorlesung des Präsidenten der JLU in diesem Wintersemester. Eine sich über den Markt regulierende Wirtschaft gilt vielen als Garant für gesellschaftliche Produktivität, ökonomisches Wachstum und stetig steigenden Wohlstand. Spätestens mit dem Ende der sozialistischen Wirtschaftsordnungen Ende des 20. Jahrhunderts haben sich Markt und Wettbewerb als ökonomische Grundprinzipien des globalen Wirtschaftens etabliert. Die Mechanismen des Marktes sowie seine Selbststeuerung nach den Gesetzen von Angebot und Nachfrage versprechen ökonomische Effizienz und sollen zur Lösung großer gesellschaftlicher Herausforderungen beitragen. Aber wie zukunftsfähig ist die Marktwirtschaft wirklich? Die Finanzkrisen, wachsende soziale Ungleichheiten und nicht zuletzt die Einsicht in die Endlichkeit globaler Ressourcen haben hierzulande den Glauben an die positive Macht des Marktes im 21. Jahrhundert erschüttert. Sind Altersarmut, explodierende Mietpreise, der Raubbau an natürlichen Ressourcen und nicht zuletzt die globale Klimakrise möglicherweise nicht nur Begleiterscheinungen der Marktwirtschaft, sondern vielmehr die direkte Folge einer auf Wettbewerb und Wachstum ausgerichteten Wirtschaftslogik? Hochkarätige Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft , Politik und Gesellschaft widmen sich diesen Fragen und stellen ihre Thesen zur Diskussion.

 

Den Auftakt im neuen Jahr macht der Vortrag von Prof. Dr. Bernhard Neumärker zum Thema "Das Netto-Grundeinkommen: Ein Krisengrundeinkommenskonzept als Einstieg in eine resiliente Governance- und Sozialstaatsreform". Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie haben u. a. massive Verdienstausfälle zur Folge. Viele Menschen geraten neben der akuten Gesundheitskrise zunehmend auch in eine Einkommenskrise. Die Fine-Tuning-Politik mit Bedürftigkeitsprüfung und „zielgenauer“ Steuerung ist am Ende. Ergebnis ist eine asymmetrische Risiko- und Lastenverteilung zwischen leistungsbezogenen und leistungslosen Einkommen; der Umverteilung zugunsten der Kapitalerträge wird so verschärft Vorschub geleistet. Es bedarf einer neuen Governance-Kultur, die Sozialpolitik dem Interessengruppenzugriff und konservativem Machterhalt entzieht. Das bedingungslose Grundeinkommen (BGE) ist dazu ein unerlässlicher Begleiter in eine resiliente Selbstbestimmung und individuelle nachhaltige Zeitsouveränität.

 

Prof. Dr. Bernhard Neumärker beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Fragen sozialer Gerechtigkeit, gesellschaftlicher Konflikte und staatlicher Reformbereitschaft aus ordnungspolitischer Perspektive. Seit einiger Zeit wendet er sein auf diesen Fragen aufbauendes Gerüst des „Neuen Ordoliberalismus“ und der „Sozialen Nachhaltigkeit“ auf das bedingungslose Grundeinkommen an. Bernhard Neumärker ist seit 2019 Inhaber der „Götz Werner Professur für Wirtschaftspolitik und Ordnungstheorie“ an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und Leiter des neu gegründeten „Freiburger Instituts zur Erforschung des Grundeinkommens (FRIBIS)“. Zurzeit arbeitet er am Reformkonzept eines bedingungslosen Krisengrundeinkommens.

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