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Zwei Vorträge im Rahmen der Brown Bag Veranstaltungsreihe der GGS Sektion PPOB & OBHR

Referent(inn)en: Pascale Petri, M.Sc.(JLU)und Daniel Dürr, M.Sc. (JLU)
Wann 17.06.2019
von 10:15 bis 11:45
Wo Philosophikum I, Otto-Behaghel-Straße 10 B, Raum B031
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Der Schwerpunkt Personnel Psychology & Organizational Behavior (PPOB) und die GGS Sektion Organizational Behavior & Human Resource Management (OBHR) laden ein zu zwei Voträgen zu den Themen "Gekommen, um zu bleiben? Ein integratives Prozessmodell zur Erklärung von Erfolg im Studieneinstieg" (Pascale Petri, M.Sc./JLU) und "Haben Lügen wirklich kurze Beine? Der Einfluss von Faking auf die Leistung von Bewerbenden in interaktiven Auswahlverfahren" (Daniel Dürr, M.Sc./JLU).

 

Abstract - Vortrag von Frau Pascale Petri, M.Sc.:

Studienabbruch ist ein Phänomen, das immer mehr Beachtung findet. Die Abbruchrate liegt in den OECD-Ländern im Schnitt bei ca. 30%, was als inakzeptabel hoch eingestuft: Studienabbruch verursacht Kosten auf sozio-ökonomischer, institutioneller sowie individueller Ebene. Die Bildungspolitik strebt daher nach einer Reduktion der Abbruchrate, beispielsweise durch institutionelle Interventionen. Die Basis für deren Konstruktion und Evaluation sollte ein umfassendes Prozessmodell sein, das verschiedene theoretische Perspektiven vereint und empirisch validiert ist. Etablierte Modelle zur Vorhersage von Studienabbruch fokussieren zumeist nur eine theoretische Perspektive oder sind bislang nicht empirisch validiert. Daher habe ich mich mit der Entwicklung und Validierung eines integrativen Prozessmodells beschäftigt. In einem ersten Schritt habe ich vier etablierte Modelle sowohl auf theoretischer Ebene als auch hinsichtlich ihres empirischen Modellfits verglichen. Letzteres erfolgte auf Basis einer längsschnittlichen Untersuchung (neun Monate) von N = 144 Studieneinsteiger*innen. Basierend auf den Erkenntnissen hinsichtlich des Modellfits und unter Berücksichtigung aktueller meta-analytischer Befunde zu einzelnen validen Prädiktoren von Studienerfolg versus Studienabbruch habe ich im nächsten Schritt ein neues Prozessmodell entwickelt, welches ich im dritten Schritt anhand von Daten der Folgekohorte (N = 111) validiert habe. Das neue, integrative Prozessmodell erweist sich als geeignet, um den Prozess des Studieneinstiegs  abzubilden. Zukünftig könnten Studienanfänger*innen einem (freiwilligen) Screening auf die zentralen Prädiktoren des neuen Modells hin unterzogen werden, um besonders Abbruch-Gefährdeten frühzeitig gezielt Beratung anzubieten. Die Effektivität von Interventionen kann modellbasiert evaluiert werden. Langfristig sollen die Abbruchquoten und resultierende Kosten reduziert werden.

 

Abstract - Vortrag von Herrn Daniel Dürr, M.Sc.:

Wissenschaftliche Forschung zeigt, dass Bewerbende häufig versuchen mit unlauteren Mittel an ihren Traumjob zu kommen (z.B., Faking). Ob ein solches Verhalten jedoch in der Tat von Vorteil für Bewerbende ist, ist unklar, da die bestehende empirische Befundlage gemischt ist. Um den Einfluss von Faking auf die Leistung von Bewerbenden weiter aufzuklären, beschäftigt sich das vorgestellt Projekt nicht mit den potentiell positiven Konsequenzen von Faking, sondern untersucht, ob und welche negativen Konsequenzen Faking für Bewerbende haben kann. So hoffen wir die Frage zu beantworten, ob „Lügen wirklich kurze Beine haben?“ – zumindest in Personalauswahlverfahren.