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"Der Fuchs in der christlichen Kunst"

11.02. - 10.04.2003 - "Der Fuchs in der christlichen Kunst"


Seit der Antike haben die Fabeln des Aesop und seit dem Mittelalter der "Roman de Renart", in den auch Tierfabeln eingearbeitet sind, das Bild des Fuchses geprägt. Meister Reineke erscheint als ein kluges, flinkes, sehr waches, jedoch auch hinterhältiges Tier, das die Schwächen der anderen gnadenlos ausnützt. Das sind Eigenschaften, die für den realen Fuchs zum Überleben von größter Wichtigkeit sind, die aber aus menschlicher Sicht überwiegend negativ bewertet werden.

Schon in der Spätantike wurde daher der Fuchs - als Sinnbild verwerflicher Charakterzüge und Verhaltensweisen - in Symbolik und Kunst des Christentums aufgenommen. Schon im 3. Jahrhundert n. Chr. hat ein Anonymus in griechischer Sprache etwa fünfzig Tierallegorien zusammengetragen, die für das Christentum von Bedeutung waren. Das "Physiologus (Naturkundler)" geannnte Werk schildert die natürlichen Verhaltensweisen der Tiere und stellt Bezüge zum Text der Bibel her. Das Verhalten der Tiere verweist dabei auf Eigenschaften der Menschen. Bald übersetzte man die Tierbeschreibungen und -deutungen ins Lateinische und versah sie mit Illustrationen. So entstanden die "Bestiarien", die neben den Fabeln eine weitere wichtige Quelle für die Tierdarstellungen in der Kunst des Mittelalters wurden.

Der Besitzer der Exponate, Herr Friedrich von Fuchs, Linden-Leihgestern, sammelt seit mehr als 30 Jahren Werke mit Bezug zur Gestalt des Fuchses in bildender Kunst, Kunstgewerbe und Literatur und hat damit eine in dieser Form einzigartige Kollektion erstellt, die in das Guinness-Buch der Rekorde aufgenommen wurde. In seiner Sammlung befinden sich etwa die Orginal-Stahlstiche von Kaulbach oder Heinrich Leutemann, Holzstiche von Münchner Bilderbogen, Porzellanteller und Skulpturen der Hutschenreuther, Meissner und Nymphenburger Porzellanmanufakturen, Ölbilder verschiedenster Epochen und Stilrichtungen, prächtige Figuren aus Silber, Messing, Kupfer, Zinn, Elfenbein, Glas und vieles mehr.

11. Februar 2003 bis 10. April 2003 im Ausstellungsraum der Universitätsbibliothek

Reineke-Fuchs-Museum in der "Villa zum Fuchsbau", 35440 Linden-Leihgestern, Dresdener Str. 22, Tel. 06403/64901, http://www.reinekefuchs-museum.de oder http://reynardthefox.museum.com