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Vernissage am 14.10.2026 der Ausstellung "Kunst gegen den Tod - Bilder aus Theresienstadt". Zu sehen in der UB vom 15. Oktober 2026 bis 6. Januar 2027.

Kunst als Akt des Widerstands: Eine Ausstellung über die Kraft der Kreativität und des inneren Widerstands in der Universitätsbibliothek Gießen mit künstlerischen Zeugnissen aus dem Ghetto Theresienstadt.

Ab dem 15. Oktober 2026 präsentiert die Gießener Universitätsbibliothek (UB) die Ausstellung „Kunst gegen den Tod. Bilder aus Theresienstadt“. Die Wanderausstellung versammelt eindrucksvolle und erschütternde künstlerische Zeugnisse, die zwischen 1941 und 1945 im Ghetto Theresienstadt (Terezín) entstanden sind. Damit macht die Ausstellung eine der bewegendsten Formen des Widerstands gegen Unterdrückung und Entmenschlichung sichtbar: die Kunst als Akt des Überlebens und als Instrument der Erinnerung.

Trotz Hunger, Krankheit und drohender Deportation schufen in Theresienstadt inhaftierte Künstlerinnen und Künstler beeindruckende Werke von großer Ausdruckskraft: Gemälde, Zeichnungen und Skizzen, die menschliche Würde, Hoffnung und Individualität bewahren. Ihre Werke wurden zu einem stillen Protest gegen die systematische Entmenschlichung und zugleich zu einem Dokument des Lebens im Angesicht des Todes.

Die Ausstellung kombiniert Arbeiten aus internationalen Archiven und Privatsammlungen mit biografischen Porträts, historischen Dokumenten aus der Gedenkstätte Theresienstadt. Eine pädagogische Begleitausstellung bietet zudem insbesondere jungen Besucherinnen und Besuchern einen Zugang zu den komplexen Themen Erinnerungskultur und Menschlichkeit.

„Diese Bilder sind Zeugnisse von Mut und Menschlichkeit. Sie zeigen, dass selbst im dunkelsten Moment die schöpferische Kraft des Menschen weiterlebt“, erklärt der Kurator Imrich Donath und betont die heutige Relevanz „In Theresienstadt wurde Kunst zum Akt des Widerstands. Jeder muss heute dazu beitragen, die Demokratie zu erhalten, es ist die Verantwortung der zweiten und dritten Generation, die Erinnerung muss weitergegeben werden.“

Zur feierlichen Eröffnung am 14. Oktober 2026, 17:30 Uhr in der UB (Otto-Behaghel-Straße 8, 35394 Gießen) wird herzlich eingeladen. Zur Begrüßung werden Oberbürgermeister der Stadt Gießen Frank-Tilo Becher, Prof. Dr. Sascha Feuchert, Imrich Donath, Honorargeneralkonsul der Slowakischen Republik, sowie Lawrence de Donger-Amiss-Amiss als Botschafter der European Jewish Association sprechen. Die musikalische Umrahmung erfolgt durch Georgi Kalaidjiev, Rova Yorulmaz und Marco Konrad.

Hintergrund:

Das Ghetto Theresienstadt, ein ehemaliger Militärstützpunkt in der heutigen Tschechischen Republik, wurde 1941 von den Nationalsozialisten als Sammellager für Jüdinnen und Juden verwendet. Während die äußeren Bedingungen hart und oft unerträglich waren, entwickelte sich innerhalb des Ghettos ein bemerkenswertes kulturelles Leben, das sich in verschiedenen Formen der Kunst ausdrückte. Diese künstlerischen Bestrebungen waren nicht nur ein Akt des Widerstands, sondern auch ein Ausdruck von Hoffnung, Identität und Menschlichkeit in einem undurchdringlichen Abgrund. Mehr als 155.000 Menschen durchliefen das Lager. Etwa 35.000 von ihnen starben dort, 88.000 wurden in Vernichtungslager deportiert.

 

Termine:

Ausstellung „Kunst gegen den Tod. Bilder aus Theresienstadt“, 15.10.2026-06.01.2027

Vernissage am 14.10.2026, 17:30 Uhr

Die Ausstellung ist während der Öffnungszeiten der UB zu sehen: Montag bis Sonntag von 8.30 bis 23 Uhr (außer an Feiertagen).

Veranstaltungsort:

Ausstellungsraum der Universitätsbibliothek Gießen, Otto-Behaghel-Straße 8, 35394 Gießen

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