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Nachlass Baer

DFG-Projekt: Digitalisierung und Erschließung der wissenschaftlichen Korrespondenz Karl Ernst von Baers (1792-1876) in der Universitätsbibliothek Gießen.


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Karl Ernst von Baer, Schriften 30, Nr. 1

Karl Ernst von Baer

 

Karl Ernst von Baer (1792-1876) war "eine der beherrschenden Gestalten in der Geschichte der Naturwissenschaften im 19. Jahrhundert und als solche von nicht geringerer Statur als Alexander von Humboldt" (Osterkamp, 2015).

Neben der Embryologie, Anatomie und Morphologie hat er wesentliche Beiträge in der Anthropologie, Ethnographie, Geographie und im Fischereiwesen geleistet. Ein besonderer Schwerpunkt seiner Forschungen galt theoretischen Fragen der Embryologie und Morphologie und er spielte damit eine entscheidende Rolle beim Diskurs um die Evolutionstheorie und ihre Entwicklung.

 

 

 

Die wissenschaftliche Korrespondenz im Gießener Teilnachlass

 

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Alexander von Humboldt an Baer, Briefe 11, Bl. 274

Dank der wissenschaftlichen Bedeutung Baers und seines Wirkens in verschiedenen kulturellen und politischen Milieus (Estland, Preußen und Russland) ist sein Nachlass von außerordentlichem wissenschaftshistorischem Interesse. Das gilt insbesondere für die wissenschaftliche Korrespondenz. Baer tauschte sich mit mehr als 1.000 Personen auf der ganzen Welt aus, vor allem in Europa und hier besonders in Deutschland und Russland, aber auch in den USA, China und Indonesien. Unter den Korrespondenzpartnern befinden sich viele der bedeutendsten wissenschaftlichen Persönlichkeiten der Zeit.

 

Der weitaus größte Teil von Baers wissenschaftlicher Korrespondenz (4.400 Briefe) befindet sich zusammen mit Manuskripten und einer großen Zahl seiner gedruckten Schriften als Teilnachlass in der Universitätsbibliothek Gießen.

 

 

 

Digitalisierung und Einzelerschließung (Kalliope) im DFG-Projekt

 

Seit 1999 liegt ein Findbuch über den Teilnachlass vor, das jedoch keine Einzelerschließung der Briefe bietet. Im beantragten Projekt soll die gesamte wissenschaftliche Korrespondenz im Gießener Teilnachlass vollständig digitalisiert und online zugänglich gemacht werden. Dabei werden alle Briefe einzeln formal und inhaltlich in der Datenbank Kalliope erschlossen. Da die Briefe bisher nur vereinzelt publiziert wurden, können so bereits neue Hinweise zu Baers Rolle in der Diskussion um die Evolutionstheorie und zu weiteren Themen aus dem wissenschaftlichen Diskurs des 19. Jahrhunderts gewonnen werden.

 

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Karl Gustav Carus an Baer, Briefe 4, Bl. 202


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ausblick
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Nachlass Baer in der UB Gießen

 

In späteren, separat zu beantragenden Projekten sollen alle Briefe transkribiert und ediert werden und so die Voraussetzungen für eine Netzwerkanalyse der Korrespondenz geschaffen werden, die gerade im Hinblick auf die diachrone Entwicklung und Ausdifferenzierung der entwicklungsbiologischen Theorien im 19. Jahrhundert neue Erkenntnisse verspricht. Darüber hinaus können auch Verknüpfungen zwischen der Korrespondenz und den im Gießener Teilnachlass vorhandenen Manuskripten, Tagebüchern und Entwürfen hergestellt werden.

Perspektivisch würde die Einbindung weiterer Nachlassteile, die sich in St. Petersburg und Tartu befinden, sowie verstreuter, kleinerer Korrespondenzteile eine umfassende, wissenschaftshistorische Aufarbeitung der Rolle von Karl Ernst von Baer ermöglichen.

 

Recherche

 

   

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DFG-Förderprogramm Erschließung und Digitalisierung (Wissenschaftliche Literaturversorgungs- und Informationssysteme)