Wanderausstellung "Rechter Terror in Hessen" im Ausstellungsraum der UB vom 08.06. bis zum 11.06.2026.
Vom 08.06. bis zum 11.06.2026 wird im Ausstellungsraum der Universitätsbibliothek die Wanderausstellung "Rechter Terror in Hessen" gezeigt.
Die Ausstellung beleuchtet die Geschichte rechter Gewalt in Hessen, von den Nachkriegsjahren bis in die Gegenwart. Auf 24 Rollups werden ausgewählte Fälle schwerster rechter Gewalttaten dokumentiert. Sie erinnern an die Opfer, machen historische Kontinuitäten sichtbar und regen zur Auseinandersetzung mit rechter Gewalt und ihren Folgen an.
Die Jahre 2019 und 2020 - mit dem Mord an Dr. Walter Lübcke und dem Attentat von Hanau - stellen einen traurigen Höhepunkt in der Geschichte rechter Gewalt in Hessen dar.
Doch rechter Terror ist kein neues Phänomen. Er zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte Hessens. Dies haben die Politikwissenschaftler*innen Sascha Schmidt und Yvonne Weyrauch in ihrem Buch "Rechter Terror in Hessen" (2023) umfassend dargestellt. Seit Gründung des Bundeslandes haben mindestens 21 Menschen durch brutale rechte Gewalt ihr Leben verloren.
Auf Grundlage der Recherchen zu ihrem Buch haben die Autor*innen nun eine Ausstellung konzipiert, die rechten Terror in seinen unterschiedlichen Facetten beschreibt.
Die von dem Fotografen Mark Mühlhaus bebilderten Exponate zeigen ausgewählte Fälle schwerster rechter Gewalttaten aus allen hessischen Regionen seit Bestehen des Bundeslandes. Die Fotografien machen deutlich: An den meisten Orten erinnert nichts an die schrecklichen Gewalttaten.
Ausgehend von einem Foto thematisieren 24 Rollup je einen Fall oder einen größeren Komplex schwerster rechter Gewalttaten. Der Hannoveraner Fotograf Mark Mühlhaus hat für die Ausstellung Orte rechten Terrors in Hessen, wie sie heute aussehen, dokumentiert. Die Fotografien machen deutlich: An den meisten Orten erinnert nichts an die schrecklichen Gewalttaten. Nur an wenigen Tatorten befinden sich heute Gedenktafeln. Dokumentiert werden Gewalttaten aus allen hessischen Regionen.
Die Ausstellung ist ein Projekt des DGB-Bildungswerkes Hessen und wurde gefördert von der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung. Organisiert wird die Ausstellung an der Universität Gießen vom Lehrstuhl für Erziehungswissenschaft mdS Pädagogik des Jugendalters mit freundlicher Unterstützung vom Dekanat des Fachbereichs 03 und der Universitätsbibliothek.
Das Buch, auf dessen Grundlagen die Ausstellung basiert, ist gegen eine Bereitstellungspauschale bei der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung erhältlich.