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V4 - Prof. Dr. Peter Euler - Zur Notwendigkeit dezidiert pädagogischer Theorie für die Praxis der Lehrkräfte in Zeiten überbordender und die pädagogische Arbeit gefährdender Aufgabenzuschreibungen

Wann 28.09.2018
von 09:40 bis 11:10
Wo Gießen, Philosophikum I
Name Prof. Dr. Peter Euler
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Die ausufernden Aufgabenzuschreibungen an die Schule respektive an die Lehrkräfte - angesichts politisch und gesellschaftlich ungelöster Probleme - gefährden die Substanz pädagogischer Arbeit, wo sie sie nicht schon unterminieren. Diese Tendenz wird verstärkt durch sogenannte Bildungsreformen, die immer weniger pädagogisch ausgerichtet sind, sondern auf Theorien basieren, die effiziente und steigende Kompetenzentwicklung zu versprechen scheinen.

In diesen Kontext gehört auch die überall aufkeimende Regression des Lehrberufs zum Coach, verstärkt auch im Kontext einer als unumgänglich und fortschrittlich deklarierten durchgreifenden, aber problemblinden Digitalisierungseuphorie.

Für eine angemessene und verantwortliche Ausbildung zum Lehrberuf ist daher die Re-Orientierung auf die substanziellen pädagogischen Aufgaben erforderlich. Die allerdings gilt es durch kritische und selbstkritische Bearbeitung mit den offensichtlich(en) auch selbstgemachten Problemen der Schulpraxis zu konfrontieren. Die Kritik an falschen Reformen ist kein Argument gegen eine überfällige kritische Re-Vision der Schule.

Von größter Bedeutung einer pädagogischen Re-Orientierung von Bildung und einer entsprechenden Ausbildung der Lehrkräfte ist dabei die sogenannte Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Sie verlangt, die reale „nicht-nachhaltige Entwicklung“, die zu existenzgefährdenden globalen Krisen führt, zu erkennen und entsprechend ins Zentrum pädagogischer Bildungsarbeit zu stellen.


Zur Person

Prof. Dr. Peter Euler, Professor für Allgemeine Pädagogik mit dem Schwerpunkt der Pädagogik der Natur- und Umweltwissenschaften an der Technischen Universität Darmstadt