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Kulturtechniken und ihre Medialisierung

Der LOEWE-Schwerpunkt Kulturtechniken und ihre Medialisierung befasste sich mit den Auswirkungen medialer Veränderungen auf kommunikative Kulturtechniken. Der Fokus richtete sich dabei sowohl auf basale kommunikative Kulturtechniken, wie das Lesen und Schreiben, als auch darauf aufbauende Kulturtechniken, wie das Recherchieren und Archivieren, das Interpretieren, die Digitalisierung von Information, die Vernetzung ihrer Übermittlungswege und multimediale Formen des Interagierens mit dem Computer. Die zentrale These dabei bestand darin, dass dieser mediale Wandel, der vor allem durch elektronische Medien und Digitalisierung hervorgerufen wurde, nicht nur die Kulturtechniken selbst verändert oder neue hervorruft, sondern sich überdies auf der inhaltlichen Ebene bei dem, was medial vermittelt wird, niederschlägt. Im Projektverbund wurde diese Fragestellung aus sprachwissenschaftlicher und psychologischer, aus literatur- und geschichtswissenschaftlicher und didaktischer Perspektive untersucht.

Die Untersuchungen wurden in thematischen Arbeitsbereichen durchgeführt: zwei interdisziplinäre Forschungsbereiche, „Prozesse – Sprache, Text, Routine“ einerseits und „Produkte und Praktiken“ andererseits, beinhalteten jeweils vier Einzelprojekte, hinzu kamen das Kompetenzzentrum Kulturwissenschaftliche Informationsverarbeitung, ein integriertes Programm zur Graduiertenförderung sowie ein Bereich für Koordination und zentrale Aufgaben. In zwei Anwendungsprojekten wurden exemplarisch konstruktive Umsetzungen durchgeführt: mit der Multimedialisierung der Lodzer Getto-Chronik und dem Schreibkontroversenlabor (SKOLA).

Aufbau


Bereich A: Prozesse – Sprache, Text, Routine


  • Projekt A1: Blickbewegungen und Informationsverarbeitung beim Lesen in unterschiedlichen Medien (Prof. Karl Gegenfurtner)
  • Projekt A2: Schreib- und Textroutinen: Kultur-, fach- und medienbezogene Perspektiven (Prof. Helmuth Feilke, Prof. Katrin Lehnen)
  • Projekt A3: Die Ordnung von Wissen in Texten – Textgliederung und Struktur-visualisierung als Quellen natürlicher Wissensontologien (Prof. Henning Lobin)
  • Projekt A4: Englisch als lingua franca in der Wissenschafts- und Wirtschaftskommunikation (Prof. Joybrato Mukherjee)

Bereich B: Produkte und Praktiken


  • Projekt B1: Narrative Kompetenz und ihre Medialisierung (Prof. Ansgar Nünning)
  • Projekt B2: Audiovisuelle Geschichtsschreibung. Fernsehnarrative in Ost- und Westeuropa (Prof. Frank Bösch)
  • Projekt B3: Electronic literacy im Geschichts- und Fremdsprachenunterricht (Prof. Vadim Oswalt, Prof. Dietmar Rösler)
  • Projekt B4: Praktiken des Suchens und Findens (Prof. Peter Haslinger, Prof. Uwe Wirth)

Bereich D: Kompetenzzentrum Kulturwissenschaftliche Informationsverarbeitung


  • Entwicklungsprojekt D1: Multimedialisierung der Chronik des Gettos Lodz/Litzmannstadt (Prof. Peter Haslinger, Prof. Uwe Wirth, Prof. Rainer, Bernd Voges/ Fachhochschule Gießen-Friedberg)
  • Entwicklungsprojekt D2: Korpustechnologie (Prof. Henning Lobin, Prof. Joachim Zinke/ Fachhochschule Gießen-Friedberg)

Bereich E: Graduiertenförderung


  • Prof. Ansgar Nünning
  • Dr. Torben Schmidt

Bereich Z: Koordination und zentrale Aufgaben


  • Prof. Henning Lobin (Sprecher/Koordinator)
  • Prof. Peter Haslinger (Koordinator)

 

Ergebnisse

 

In den LOEWE-Schwerpunkt waren zwischen 2008 und 2012 fünfzehn Professoren, zwei Wissenschaftliche Geschäftsführerinnen, 43 Wissenschaftliche MitarbeiterInnen, vier StipendiatInnen (darunter ein Post-Docstipendium, das zu einer Habilitation führte), 20 studentische Hilfskräfte, und fünf technisch-administrative MitarbeiterInnen involviert. Aus dem Projekt gingen fast 40 Dissertationen, um die 300 Veröffentlichungen, darunter Monographien, Artikel  und Beiträge in Sammelbänden, sowie über 120 Konferenzbeiträge hervor. Neben den vier Meilenstein-Konferenzen wurden ca. 50 weitere eigene Veranstaltungen organisiert.

 

 

 

 

Beendet wurde das Projekt mit der Abschlusskonferenz Lesen, Schreiben, Erzählen - digital und vernetzt vom 28.06.2012 bis zum 30.06.2012 im Senatssaal der Justus-Liebig-Universität Gießen.  Abschließende Publikationen bildeten 2012 der von Jana Klawitter, Henning Lobin und Torben Schmidt im Campusverlag herausgegebene Sammelband Kulturwissenschaften digital und 2013 der von Jana Klawitter, Regine Leitenstern, Katrin Lehnen und Henning Lobin im Campusverlag herausgegebene Band Lesen, Schreiben, Erzählen, der die meisten Beiträge der Abschlusskonferenz erhält.





Weiterführende Projekte mit direktem Bezug zum abgeschlossenen LOEWE-Schwerpunkt Kulturtechniken und ihre Medialisierung sind:

Regine Leitenstern ist heute Referentin der Exzellenzstrategie in der Abteilung Forschung und Nachwuchs an der Goethe Universität Frankfurt. Jana Klawitter ist Wissenschaftliche Koordinatorin des Interdisziplinären Forschungsverbundes Digital Humanities in Berlin (Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften). Björn Klein ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Kommunikations- und Medienwissenschaft IV der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Michael Conrad ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter im SFB 980 Episteme in Bewegung. Wissenstransfer von der Alten Welt bis in die Frühe Neuzeit an der Freien Universität Berlin. Julian Nordhues ist heute wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Freien Universität Berlin. Torben Schmidt ist heute Professor für die Didaktik des Englischen der Leuphana Universität Lüneburg.

Weiterführende Links:

  • Tagungsbeschreibung und Programm der Abschlusskonferenz des LOEWE-Schwerpunkts Lesen, Schreiben, Erzählen - digital und vernetzt, 28.06.2012 – 30.06.2012 Gießen: www.hsozkult.de/event/id/termine-19381