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13. Moot Court 2024

Der 13. Moot Court fand am 11. Juli 2024 im hauseigenen „Gerichtssaal“ der Justus-Liebig-Universität statt. Als Vorsitzender des Gerichts führte Herr Thomas Offenloch, Richter des Bundesverfassungsgerichts durch die Verhandlungen. Herr Prof. Dr. Martin Gutzeit und Frau Rechtsanwältin Tanja Pfitzner LL.M. (Columbia) komplettierten das Gericht als Beisitzer. In den Halbfinals traten zunächst das „Team Gießen“ gegen das „Team Marburg“ sowie im Anschluss das „Team Bremen“ gegen das „Team Tübingen“ an.

Das Gericht mit Herrn RiBVerfG Thomas Offenloch (Mitte) als Vorsitzendem und Frau RA Tanja Pfitzner LL.M. (rechts) sowie Herrn Prof. Dr. Martin Gutzeit (links) als Beisitzer.

Verhandelt wurde im Halbfinale die Kündigung eines Mietverhältnisses durch den Vermieter wegen diverser Pflichtverletzungen des Mieters. Vermietet war eine im Obergeschoss liegende Privatwohnung sowie ein Geschäftsraum im Erdgeschoss. Der Mieter hatte eine Wand im Erdgeschoss entfernt – gegen den erklärten Willen des Vermieters, um den Kunden seines Uhrengeschäfts ein „loftartiges“ Gefühl zu vermitteln. Bei abendlichen Verkaufsveranstaltungen kam es außerdem zu Lärmbelästigungen durch die Kunden des Mieters, die sich vor dem Anwesen aufhielten und rauchten.

Inhaltlich ging es in den Verfahren u. a. um die Frage, ob ein Gewerbe- oder Wohnraummietverhältnis vorlag, es ging um die Frage der Zurechenbarkeit der Lärmbelästigungen seitens der Kunden und es ging natürlich um die bauliche Maßnahme als Kündigungsgrund.

Das Team Marburg mit Batuhan Pekiz und Finn-Ole Lange kurz vor Beginn des Halbfinales. Dieses Team konnte das Gericht mit seinen Ausführungen überzeugen und die Verhandlung gegen das Team Gießen für sich entscheiden.

Frau Gina Teztak und Herr Seymour Javier Rohrbacher traten als Team Gießen an. Als Vertreter der Beklagtenseite unterlagen sie im Halbfinale dem Marburger Team nur knapp.

Nach langer Anreise bereitete sich das Team Bremen auf die Verhandlung vor. Dem Team gehörten Frau Anastasia Eberle, Herr Sebastian Mosqueda und Herr Simon Wedemeyer an.

Auch das Team Tübingen fieberte der Verhandlung entgegen. Es bestand aus den Herren Lars Klimke, Lucius Elan Köpsein und Ari Morgenstern. Das Team Tübingen konnte sich gegen das Team Bremen knapp behaupten.

Nach den beiden Halbfinals folgte die Finalverhandlung. Dabei knüpfte der Finalfall an den Halbfinalfall insofern an, als es um eine andere Mieterin in derselben Immobilie ging. Diese Mieterin zahlte ihre Miete zunächst unregelmäßig. In den Monaten Dezember 2023 und Januar 2024 unterblieb die Zahlung sodann vollständig. Seit Oktober 2023 war die Mieterin arbeitslos und bezog Leistungen vom Jobcenter. Trotz ordnungsgemäßen Antrags stellte das Jobcenter ab Dezember 2023 die Zahlungen zu Unrecht ein. Entsprechend blieb auch die Mietzahlung an den Vermieter aus. Daraufhin kündigte der Vermieter das Mietverhältnis außerordentlich. Im Zuge der Kündigung drohte der Vermieter außerdem an, Strom und Gas im Falle des weiteren Verweilens der Mieterin in der Wohnung abzustellen. Gegen die Kündigung und die angedrohte Versorgungssperre ging die Mieterin gerichtlich vor.

Nach einer spannenden Verhandlung, die von den beiden Teams aus Marburg und Tübingen engagiert geführt wurde, stand am Ende das Team aus Tübingen als Sieger fest. Es erhielt dafür eine Prämie von 1.500 Euro. Das zweitplatzierte Team aus Marburg konnte sich über eine Prämie in Höhe von 800 Euro freuen. Die beiden zuvor ausgeschiedenen Halbfinalisten erhielten jeweils Büchergutscheine im Wert von je 200 Euro. Im Anschluss an die Verhandlungen waren alle Teilnehmer des 13. Moot Courts zur Siegerehrung und zu einem kleinen Buffet mit interessanten und kurzweiligen Gesprächen eingeladen.

Zum diesjährigen Moot-Court traten vier Teams aus Bremen, Gießen, Marburg und Tübingen an. Das Gericht bestand aus Herrn Thomas Offenloch, Richter des Bundesverfassungsgerichts, Frau RA Tanja Pfitzner LL.M. (Columbia) und Herrn Prof. Dr. Martin Gutzeit.

Im Rahmen der Siegerehrung bedanke sich Herr Prof. Dr. Martin Gutzeit mit kleinen Präsenten sehr herzlich bei Herrn RiBVerfG Thomas Offenloch und Frau Tanja Pfitzner LL.M. (Columbia) für ihr Engagement.

Im Finale konnte sich das Team Tübingen durchsetzen. Herr Prof. Dr. Martin Gutzeit gratulierte den Teammitgliedern Lars Klimke, Lucius Elan Köpstein und Ari Morgenstern zum 1. Platz. Damit verbunden war ein Preisgeld von insgesamt 1.500 Euro.